Weniger Bürokratie statt weniger Steuern

Eine Forsa-Umfrage zeigt, der Mittelstand fordert eine Reform der bürokratischen Verpflichtungen und eine Vereinfachung des Steuersystems aber keine Steuersenkung.

Eine vom Forsa Institut durchgeführte „Stern“-Umfrage zeigt, nur jeder fünfte Deutsche will jetzt eine Steuersenkung. Damit erteilen die Deutschen den Plänen von Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler eine klare Absage. Selbst bei den FDP-Wählern liegt die Zustimmung unter 30 Prozent.

Forsa-Chef Manfred Güllner erklärt, dass vom Mittelstand keine Steuersenkung verlangt werde. Stattdessen solle das Steuersystem vereinfacht und die Bürokratie abgebaut werden. „Das kostet den Staat nicht viel, entlastet jedoch den Mittelstand, weil er weniger Zeit und Geld für Papierkram und Steuerberater aufwenden müsste“, so Güllner.

Statt einer Steuersenkung, finden 40 Prozent der Befragten, solle der Staat die Einnahmen lieber dafür nutzen, um die Staatsschulden abzubauen. Ebenfalls 40 Prozent würden das Geld lieber in die Zukunft investieren, etwa in Infrastruktur oder Bildung.

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