Deutsche Banken stimmen für französisches Modell der Griechenland-Hilfe

Deutsche Banken sind bereit, auch in Zukunft griechische Staatsanleihen zu kaufen und damit die Zahlungsfähigkeit des maroden Staats aufrecht zu erhalten, meldet die Reuters in Bezugnahme auf Finanzkreise.

Ein Großteil der deutschen Banken sei dazu bereit, das französische Modell zur Finanzhilfe Griechenlands zu übernehmen, konnte die Nachrichten Agentur Reuters aus Finanzkreisen erfahren. Dieses Modell sieht vor, dass Banken nach der Fälligkeit der Staatsanleihen wieder neue Staatsschulden übernehmen. Die Mindestquote liegt hier bei 50 Prozent des Werts der beglichenen Schuld.

Deutsche Banken halten Staatsanleihen im Wert von etwa 3 Milliarden Euro, welche in den nächsten zwei Jahren fällig sind. Damit kann das zukünftige Engagement der deutschen Geldinstitute auf mindestens 1,5 Milliarden Euro beziffert werden. Am Donnerstag will sich Bundesfinanzminister Schäuble dazu mit den Chefs der deutschen Banken und Versicherungen treffen.

Für ein neues Griechenland-Hilfspaket, das mindestens 100 Millionen Euro umfassen wird, sollen 30 Milliarden Euro von privaten Geldgebern beigesteuert werden. Den größten Anteil der griechischen Staatsanleihen besitzen französische Banken, sie werden damit auch in Zukunft mehr investieren müssen. Für frisches Geld wird Griechenland bis zu acht Prozent an seine Gläubiger zahlen müssen.

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