VW will MAN mit Scania verschmelzen

VW hält nun die Mehrheit der beiden Nutzfahrzeughersteller MAN und Scania. Stimmt das Kartellgericht einer Verschmelzung beider Konzerne zu, wird VW der größte Nutzfahrzeugproduzent Europas.

Nachdem VW bereits die Mehrheit am schwedischen Nutzfahrzeughersteller Scania hält, übernimmt Europas größter Autobauer auch MAN, berichtet die Deutsche Presse-Agentur am Montag. Jahrelang versuchte MAN Scania zu übernehmen und damit zum größten europäischen Nutzfahrzeughersteller aufzusteigen. Nun wird der größte Nutzfahrzeughersteller Europas unter der Regie von Ferdinand Piech geformt. Für die Verschmelzung von Man und Scania muss VW allerdings noch kartellrechtliche Hürden aus dem Weg schaffen.

VW übernimmt 55,9 Prozent der MAN-Stammaktien und ist damit Mehrheitseigentümer des Nutzfahrzeugherstellers. Bereits im Mai hatten die Wolfsburger ihren Anteil bei MAN auf über 30 Prozent erhöht. Deshalb musste der VW-Konzern ein Pflichtangebot für MAN-Aktien abgeben. Die Frist für Aktionäre, ob sie das Angebot annehmen wollen, endete letzten Mittwoch. Die MAN-Aktie war zuvor unter Druck geraten, weshalb das VW-Angebot deutlich über dem aktuellen Kurs lag. VW zahlte, laut Finanzkreisen, 95 Euro pro Aktie.

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  1. Gabriela von Müller sagt:

    In dem Artikel ist ein kleiner, aber entscheidender Fehler versteckt: „VW zahlte 95 Euro pro Aktie“ ist leider falsch. VW hat bis zum heutigen Tag noch keinen Cent an die Anleger bezahlt, die das Angebot der Man-Aktien-Übernahme angenommen hatten. Von meinem S-Broker bekam ich heute folgende Erklärung: Erst wenn das Kartellamt das entsprechende okay zu der Fusion gibt, werden die Aktionäre 95 Euro pro Aktie erhalten. Wann das sein wird, ist angeblich offen. Der Knüller der Unverschämtheit ist allerdings, wenn das Kartellamt nicht zustimmt, „dürfen“ wir unsere MAN-Aktien (deren Kurs inzwischen im Keller ist), „behalten“. Die Anleger wurden darüber niemals informiert; erschwerend kommt hinzu, dass die MAN-Aktien seit der Annahme des Übernahmeangebotes in unseren Depots mit einem Sperrvermerk belegt sind. Will sagen, wir hatten nicht die Möglichkeit die Aktien zu verkaufen, aber VW hat sie sich vorab schon mal zu einem Festkurs gesichert. Falls das Kartellamt ein Veto einlegen sollte, wünsche ich VW vorab schon mal viel Spaß mit der Klagewelle, die auf sie zurollen wird.

    Mit freundlichen Grüßen
    Gabriela von Müller

    • Günter Grass sagt:

      Frau von Müller hat vollkommen recht. Was da abläuft, ist eine Riesensauerei. Der letzte Tag für die Annahme des Übernahmeangebots war der 29. Juni. Seitdem sind rund sechs Wochen vergangen. Meine Bank, vor etwa drei Wochen angefragt, verwies darauf, dass sie von VW noch kein Geld bekommen habe und deshalb die Abfindung nicht weiterleiten können. Die Info mit dem Kartellamt ist für mich neu, aber schier unglaublich. Außer den unmittelbar betroffenen (hoffentlich) Alt-Aktionären scheint sich für die Angelegenheit aber niemand zu interessieren, der Verbraucherschutz nicht und auch die meisten Medien nicht. Eine große süddeutsche Zeitung, deren Wirtschaftsredaktion ich auf den Sachverhalt hingewiesen habe, hüllt sich jedenfalls in Schweigen. Es wird höchste Zeit, dass etwas geschieht!

      Mit freundlichen Grüßen
      Günter Grass

      • Malte sagt:

        Weiß jemand ob es schon Neuigkeiten zu dem Urteil gibt? Ich komme nirgends an Informationen zu dem aktuellen Stand der Dinge.

        Es wäre mir auch sehr lieb wenn ich wenigstens einen Termin wissen würde wann ein Urteil erwartet wird.

        Mit freundlichen Grüßen,
        Malte

  2. Gabriela von Müller sagt:

    In dem Artikel ist ein kleiner, aber entscheidender Fehler versteckt: „VW zahlte 95 Euro pro Aktie“ ist leider falsch. VW hat bis zum heutigen Tag noch keinen Cent an die Anleger bezahlt, die das Angebot der Man-Aktien-Übernahme angenommen hatten. Von meinem S-Broker bekam ich heute folgende Erklärung: Erst wenn das Kartellamt das entsprechende okay zu der Fusion gibt, werden die Aktionäre 95 Euro pro Aktie erhalten. Wann das sein wird, ist angeblich offen. Der Knüller der Unverschämtheit ist allerdings, wenn das Kartellamt nicht zustimmt, „dürfen“ wir unsere MAN-Aktien (deren Kurs inzwischen im Keller ist), „behalten“. Die Anleger wurden darüber niemals informiert; erschwerend kommt hinzu, dass die MAN-Aktien seit der Annahme des Übernahmeangebotes in unseren Depots mit einem Sperrvermerk belegt sind. Will sagen, wir hatten nicht die Möglichkeit die Aktien zu verkaufen, aber VW hat sie sich vorab schon mal zu einem Festkurs gesichert. Falls das Kartellamt ein Veto einlegen sollte, wünsche ich VW vorab schon mal viel Spaß mit der Klagewelle, die auf sie zurollen wird.

    Mit freundlichen Grüßen
    Gabriela von Müller

    • Günter Grass sagt:

      Frau von Müller hat vollkommen recht. Was da abläuft, ist eine Riesensauerei. Der letzte Tag für die Annahme des Übernahmeangebots war der 29. Juni. Seitdem sind rund sechs Wochen vergangen. Meine Bank, vor etwa drei Wochen angefragt, verwies darauf, dass sie von VW noch kein Geld bekommen habe und deshalb die Abfindung nicht weiterleiten können. Die Info mit dem Kartellamt ist für mich neu, aber schier unglaublich. Außer den unmittelbar betroffenen (hoffentlich) Alt-Aktionären scheint sich für die Angelegenheit aber niemand zu interessieren, der Verbraucherschutz nicht und auch die meisten Medien nicht. Eine große süddeutsche Zeitung, deren Wirtschaftsredaktion ich auf den Sachverhalt hingewiesen habe, hüllt sich jedenfalls in Schweigen. Es wird höchste Zeit, dass etwas geschieht!

      Mit freundlichen Grüßen
      Günter Grass

      • Malte sagt:

        Weiß jemand ob es schon Neuigkeiten zu dem Urteil gibt? Ich komme nirgends an Informationen zu dem aktuellen Stand der Dinge.

        Es wäre mir auch sehr lieb wenn ich wenigstens einen Termin wissen würde wann ein Urteil erwartet wird.

        Mit freundlichen Grüßen,
        Malte

  3. Gabriela von Müller sagt:

    In dem Artikel ist ein kleiner, aber entscheidender Fehler versteckt: „VW zahlte 95 Euro pro Aktie“ ist leider falsch. VW hat bis zum heutigen Tag noch keinen Cent an die Anleger bezahlt, die das Angebot der Man-Aktien-Übernahme angenommen hatten. Von meinem S-Broker bekam ich heute folgende Erklärung: Erst wenn das Kartellamt das entsprechende okay zu der Fusion gibt, werden die Aktionäre 95 Euro pro Aktie erhalten. Wann das sein wird, ist angeblich offen. Der Knüller der Unverschämtheit ist allerdings, wenn das Kartellamt nicht zustimmt, „dürfen“ wir unsere MAN-Aktien (deren Kurs inzwischen im Keller ist), „behalten“. Die Anleger wurden darüber niemals informiert; erschwerend kommt hinzu, dass die MAN-Aktien seit der Annahme des Übernahmeangebotes in unseren Depots mit einem Sperrvermerk belegt sind. Will sagen, wir hatten nicht die Möglichkeit die Aktien zu verkaufen, aber VW hat sie sich vorab schon mal zu einem Festkurs gesichert. Falls das Kartellamt ein Veto einlegen sollte, wünsche ich VW vorab schon mal viel Spaß mit der Klagewelle, die auf sie zurollen wird.

    Mit freundlichen Grüßen
    Gabriela von Müller

    • Günter Grass sagt:

      Frau von Müller hat vollkommen recht. Was da abläuft, ist eine Riesensauerei. Der letzte Tag für die Annahme des Übernahmeangebots war der 29. Juni. Seitdem sind rund sechs Wochen vergangen. Meine Bank, vor etwa drei Wochen angefragt, verwies darauf, dass sie von VW noch kein Geld bekommen habe und deshalb die Abfindung nicht weiterleiten können. Die Info mit dem Kartellamt ist für mich neu, aber schier unglaublich. Außer den unmittelbar betroffenen (hoffentlich) Alt-Aktionären scheint sich für die Angelegenheit aber niemand zu interessieren, der Verbraucherschutz nicht und auch die meisten Medien nicht. Eine große süddeutsche Zeitung, deren Wirtschaftsredaktion ich auf den Sachverhalt hingewiesen habe, hüllt sich jedenfalls in Schweigen. Es wird höchste Zeit, dass etwas geschieht!

      Mit freundlichen Grüßen
      Günter Grass

      • Malte sagt:

        Weiß jemand ob es schon Neuigkeiten zu dem Urteil gibt? Ich komme nirgends an Informationen zu dem aktuellen Stand der Dinge.

        Es wäre mir auch sehr lieb wenn ich wenigstens einen Termin wissen würde wann ein Urteil erwartet wird.

        Mit freundlichen Grüßen,
        Malte

  4. Gabriela von Müller sagt:

    In dem Artikel ist ein kleiner, aber entscheidender Fehler versteckt: „VW zahlte 95 Euro pro Aktie“ ist leider falsch. VW hat bis zum heutigen Tag noch keinen Cent an die Anleger bezahlt, die das Angebot der Man-Aktien-Übernahme angenommen hatten. Von meinem S-Broker bekam ich heute folgende Erklärung: Erst wenn das Kartellamt das entsprechende okay zu der Fusion gibt, werden die Aktionäre 95 Euro pro Aktie erhalten. Wann das sein wird, ist angeblich offen. Der Knüller der Unverschämtheit ist allerdings, wenn das Kartellamt nicht zustimmt, „dürfen“ wir unsere MAN-Aktien (deren Kurs inzwischen im Keller ist), „behalten“. Die Anleger wurden darüber niemals informiert; erschwerend kommt hinzu, dass die MAN-Aktien seit der Annahme des Übernahmeangebotes in unseren Depots mit einem Sperrvermerk belegt sind. Will sagen, wir hatten nicht die Möglichkeit die Aktien zu verkaufen, aber VW hat sie sich vorab schon mal zu einem Festkurs gesichert. Falls das Kartellamt ein Veto einlegen sollte, wünsche ich VW vorab schon mal viel Spaß mit der Klagewelle, die auf sie zurollen wird.

    Mit freundlichen Grüßen
    Gabriela von Müller

    • Günter Grass sagt:

      Frau von Müller hat vollkommen recht. Was da abläuft, ist eine Riesensauerei. Der letzte Tag für die Annahme des Übernahmeangebots war der 29. Juni. Seitdem sind rund sechs Wochen vergangen. Meine Bank, vor etwa drei Wochen angefragt, verwies darauf, dass sie von VW noch kein Geld bekommen habe und deshalb die Abfindung nicht weiterleiten können. Die Info mit dem Kartellamt ist für mich neu, aber schier unglaublich. Außer den unmittelbar betroffenen (hoffentlich) Alt-Aktionären scheint sich für die Angelegenheit aber niemand zu interessieren, der Verbraucherschutz nicht und auch die meisten Medien nicht. Eine große süddeutsche Zeitung, deren Wirtschaftsredaktion ich auf den Sachverhalt hingewiesen habe, hüllt sich jedenfalls in Schweigen. Es wird höchste Zeit, dass etwas geschieht!

      Mit freundlichen Grüßen
      Günter Grass

      • Malte sagt:

        Weiß jemand ob es schon Neuigkeiten zu dem Urteil gibt? Ich komme nirgends an Informationen zu dem aktuellen Stand der Dinge.

        Es wäre mir auch sehr lieb wenn ich wenigstens einen Termin wissen würde wann ein Urteil erwartet wird.

        Mit freundlichen Grüßen,
        Malte