Pazifik als enorme Lagerstätte für seltene Erden entdeckt

Durch die große Nachfrage nach Elektronik steigt auch der Bedarf an seltene Erden. Wissenschafter aus Japan haben jetzt eine neue Lagerstätte für seltene Rohstoffe entdeckt: den Meeresboden.

Seltene Erden und Yttrium werden bei der Produktion von Elektrogeräten dringend benötigt. Auch in Technologien für die Erzeugung von erneuerbaren Energien sind die seltenen Rohstoffe wichtig. Wissenschafter aus Japan haben nun eine neue Lagerstätte für solche Elemente untersucht und ihre Erkenntnisse im Fachmagazin Nature Geoscience veröffentlicht.

Seltene Rohstoffe in hoher Konzentration

Das Team um Yashurio Kato überprüfte insgesamt 2.000 Proben vom Boden des Pazifischen Ozeans. An 78 Stellen wurde eine Schicht von einem Meter Dicke überprüft. Das Ergebnis klingt vielversprechend: An zahlreichen Stellen im Nord- und Südpazifik enthält der Meeresboden einen hohen Anteil an seltenen Rohstoffen.

Die Wissenschafter gehen davon aus, dass eine Fläche von einem Quadratkilometer rund 20 Prozent des aktuellen weltweiten Jahresbedarfs an seltenen Erden und Yttrium decken könnte. Dem wissenschaftlichen Artikel zufolge, sind die Rohstoffe leicht aus dem Meeresboden zu lösen. Dessen chemische Zusammensetzung begünstigt die Anreicherung mit den wertvollen Stoffen und ist so für das konzentrierte Vorkommen verantwortlich.

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