Rating-Agentur warnt vor Plan für Griechenland

Standard&Poor's sieht in einer Laufzeitverlängerung griechischer Staatsanleihen Schaden für Anleger und erwägt in diesem Falle eine schlechtere Bewertung.

Mit Standard&Poor’s meldete sich die erste Rating-Agentur zu den aktuellen Plänen für die Rettung Griechenlands zu Wort. Eine Verlängerung der Laufzeit für griechische Staatsanleihen entspreche nicht den Bewertungskriterien der Agentur und könnte deshalb als Zahlungsausfall gewertet werden, hieß es am Montag in einer Stellungnahme.

Der Vorschlag für die Laufzeitverlängerung war von Frankreich gekommen, dessen Banken zu den größten ausländischen Kapitalgebern in Griechenland gehören. S&P zufolge könnten beide Vorschläge des französischen Bankenverbandes zu einem „selective default“ führen. Die europäische Zentralbank hat bereits erklärt, dass sie solche Anleihen nicht als Sicherheit werten würde.

Der aktuelle Vorschlag sieht vor, Anleihen in Griechenland nicht vollständig an private Kapitalgeber auszubezahlen. Lediglich 3o Prozent der Anleihen sollen kassiert werden können. Die restlichen 70 Prozent sollen weiter in Griechenland investiert werden müssen. Dadurch würden Anleger geschädigt, hieß es von S&P, was ein Einstufung als „selective default“ auslösen könnte.

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