KMU setzen bei der Finanzierung auf Anleihen

Immer mehr mittelständische Unternehmen setzen auf eine Finanzierung über Anleihen und haben damit großen Erfolg bei den privaten Anlegern. In diesem Jahr haben bereits namhafte KMU Anleihen ausgegeben.

Viele mittelständische Betriebe wollen nicht mehr von den Banken abhängig sein und zahlen ihre Zinsen lieber an private Sparer. Die Ausgabe von Anleihen bietet mehr Unabhängigkeit von den Banken als eine Finanzierung über Kredite. Anders als bei einer Aktiengesellschaft muss man sich nicht vor seinen Aktionären rechtfertigen und kurzfristig den Kurswert steigern.

Mittelständler wie Katjes, Air Berlin oder die Reiff-Gruppe aus Baden-Württemberg setzen auf eine Finanzierung durch Anleihen. Für Katjes-Anleihen begann am Montag die Zeichnungsfrist. Bereits nach einer halben Stunde musste abgebrochen werden. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Gebote den Wert der Anleihen (30 Millionen Euro) bereits ums zweieinhalbfache überschritten, berichtet die Welt.

Die große Beliebtheit von KMU-Anleihen bei den Anlegern ist kaum verwunderlich. So erhält man für Schuldverschreibungen mittelständischer Unternehmen hohe Zinsen. Für Air-Berlin-Anleihen bekommt man etwa 8,25 Prozent Zinsen auf eine Laufzeit von sieben Jahren. Die Reiff-Gruppe, erfolgreiche Mittelständler aus Baden-Württemberg, zahlt für eine fünfjährige Laufzeit großzügige 7,25 Prozent Zinsen. Diese Anleihe war innerhalb einer halben Stunde sogar 3,5-fach überzeichnet

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