Keine Einigung in Brüssel

Das treffen der Finanzminister in Brüssel brachte keine Einigung, wie ein neues Hilfspaket für Griechenland finanziert werden soll. Lediglich eine leichte Tendenz zur Beteiligung des privaten Finanzsektors war zu erkennen.

Die europäischen Finanzminister konnten sich bei ihrem Treffen am Montag in Brüssel nicht auf eine Lastenverteilung  bei der neuen Hilfe für Griechenland einigen. Der Plan, auch private Investoren und Banken an einem neuen Hilfspaket zu beteiligen, konnte nicht umgesetzt werden. Dafür waren die Meinungen der einzelnen Vertreter zu unterschiedlich.

Während der niederländische Finanzminister eine Beteiligung des privaten Finanzsektors zur Voraussetzung für ein neues Hilfspaket machte, waren andere eher um die Stabilität der Märkte besorgt. Am klarsten bezog wohl der belgische Finanzminister, Didier Reynders, Stellung: „Ich suche mehr nach einer Lösung als nach einer Bewertung. Sollte diese mit einer negativen Reaktion der Rating-Agenturen verbunden sein, wäre das kein Problem.“

Ohne eine Beteiligung privater Banken am neuen Hilfspaket für Griechenland, würden die Steuerzahler die gesamte Last tragen müssen. Auf der anderen Seite müssten die Staaten mit Einbußen bei der Kreditwürdigkeit rechnen, sollten sie private Investoren verpflichten und Rating-Agenturen dies als Ausfall einstufen.

Wenn bei dem Treffen in Brüssel schon keine Einigung erzielt werden konnte, ist zumindest eine leichte Tendenz dazu erkennbar, eine negative Reaktion der Rating-Agenturen in Kauf zu nehmen. Eine Lösung des Problems vor der Sommerpause in August ist unwahrscheinlich.

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