Deutsche Wirtschaft wächst langsamer

Die Konjunktur verliert langsam an Dynamik, dennoch wächst die Wirtschaft weiter. Überhitzungserscheinungen wie Lieferengpässe werden schwächer und auch die Inflationsrate hat sich beruhigt.

Das Wachstum der Wirtschaft in Deutschland hat sich im Juni verlangsamt. Der Einkausmanager-Index (EMI) sank im letzten Monat auf 54,6 Punkte. Das ist der schlechteste Wert seit fast eineinhalb Jahren. Damit liegt er dennoch über dem langfristigen Durchschnitt von 52 Punkten. Ein Wachstum der Wirtschaft liegt vor, solange der EMI über 50 Punkten steht.

Weniger Aufträge im Ausland

Der Bundesverband für Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) begründet den Rückgang des EMI vor allem durch sinkende Auftragszahlen im Ausland. Investitionsentscheidungen werden jetzt wegen der Konjunkturentwicklung vorsichtiger getroffen, heißt es vom BME. Auf das gesamte Jahr gesehen rechnet dieser trotz der abnehmenden Dynamik der Konjunktur mit einem Wirtschaftswachstum in Deutschland von 3,2 Prozent.

Die sinkende Nachfrage lässt auch die Überhitzungserscheinungen, wie Lieferengpässe bei Rohstoffen, zurückgehen. Dadurch verlängerten sich die Lieferzeiten in Juni so wenig wie seit dem Jahr 2010 schon nicht mehr. Trotzdem bleiben die Materialmanager vorsichtig. Sie stocken ihre Lager für Vormaterialien weiter auf.

Inflation geht deutlich zurück

Während die Einkaufspreise im vergangenen Monat leicht sanken, hoben viele Unternehmen ihre Verkaufspreise wegen der hoch bleibenden Kostenbelastung an. Der EMI verzeichnete außerdem einen bemerkenswerten Rückgang der Inflationsrate, die um mehr als ein Viertel zurück ging.

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