Rating-Agentur Moody’s stuft Irland herab

Die Rating-Agentur Moody's schätzt Staatsanleihen von Irland mittlerweile als spekulativ ein. Ein Mitgrund dafür ist der Plan, private Investoren länger an Staatsanleihen zu binden. Moody's Ausblick in der Euro Schuldenkrise für Irland ist negativ.

Nachdem die Rating-Agentur Moody’s vergangene Woche bereits die Kreditfähigkeit Portugals herabstufte, ist nun Irland an der Reihe. Die Bewertung irischer Staatsanleihen wurde von Baa3 auf Ba1 gesetzt. Der Ausblick für die weitere Entwicklung der Kreditwürdigkeit von Irland bleibt weiter negativ. Damit ist Irland nun das dirtte Land in der Euro-Zone, dessen Staatsanleihen von Moody’s als „Spekulative Anlage“ eingeschätzt werden. Auch die kurzfristigen Anleihen wurden schlechter bewertet. Zuvor hatte nur Portugal und Griechenland dieses Schicksal ereilt.

Moody’s rechnet damit, dass Irland weitere Hilfe benötigen wird, nachdem das aktuelle Hilfspaket von IWF und EU ausgelaufen ist. Damit begründet die Rating-Agentur ihre Entscheidung, Irland als erste der drei großen Rating-Agenturen herabzustufen. In der Begründung für seine Einschätzung nennt Moody’s auch die Möglichkeit, dass die Laufzeit von Anleihen verlängert wird, als potentielle Gefahr für Anleger. Dieser Vorschlag war im Zusammenhang mit der Neustrukturierung der Hilfe für Griechenland gemacht worden.

Euro kommt nicht zur Ruhe

Nachdem das finanziell stark angeschlagene Italien zügig ein Sparpaket auf den Weg brachte, hatte sich der Eurokurs leicht entspannt. Die Herabstufung Irlands hingegen ließ den Wert des Euro weiter fallen.

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