US- und Euro Schuldenkrise: China hortet Devisen

Während die USA und Europa mit ihren Schulden kämpfen müssen, steigen in China die Reserven ausländerischer Währungen. Gleichzeitig muss China mit der Inflation im eigenen Land kämpfen.

Während Pleitewarnungen für die USA und die Europäische Union derzeit die Start- und Titelseiten der Medien dominieren, häuft China Devisen. Chinas Fremdwährungsreserven stiegen im Juni auf 3,2 Billionen US-Dollar. Im Vergleich zum Mai entspricht das einem Zuwachs der Devisen um fast ein Drittel, das berichten Nachrichtenagenturen.

Allein durch das Außenhandelsdefizit der USA wurden im Mai dieses Jahres 25 Milliarden US-Dollar nach China verschifft. Das gesamte Außenhandelsdefizit der USA betrug im Mai 50 Milliarden Euro. Damit lieferte China die Hälfte der Importe, die die USA nicht durch Exporte kompensieren konnte.

Wirtschaft in China wächst stark

Obwohl das Regime in China Maßnahmen gegen das schnelle Wirtschaftswachstum und die hohe Inflation eingeleitet hat, ist die Konjunktur ungebrochen. Im zweiten Quartal dieses Jahres konnte die chinesische Wirtschaft um 9,5 Prozent zulegen. Im ersten Halbjahr lag das Wachstum bei 9,6 Prozent, die Inflation machte im selben Zeitraum 5,4 Prozent aus.

Nachfrage in China steigt

Im ersten Halbjahr konnte der Absatz von Konsumgütern in China ein Plus von fast 17 Prozent verzeichnen. Durch ein Wachstum am Heimatmarkt wird China von den schwächelten Exportmärkten Europa und USA unabhängiger. Die chinesische Industrieproduktion stieg in den ersten sechs Monaten um 15 Prozent.

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