Warum ist Griechenland pleite?

Die Situation Griechenlands hat mehrere negative Ursachen. Im Vergleich zu anderen Ländern, die im Mittelpunkt der Eurokrise stehen, ist die Lage Griechenlands die schlechteste.

Griechenland ist schwach strukturiert, die industrielle Produktion kann nicht mit Ländern wie Deutschland mithalten. Das belastet den Außenhandel, Griechenland importiert viel mehr als es exportieren kann. Der Tourismus in Griechenland kann das nicht ausgleichen. Durch die schwache Wirtschaft sind auch die Steuereinnahmen gering. Viele Griechen haben es mit den Steuern auch

sonst nicht so genau genommen. Bestechung, Korruption und Schwarzarbeit schaden den griechischen Staatseinnahmen zusätzlich.

Die Ausgaben Griechenlands sind zu hoch

Dazu kommen belastende Staatsbetriebe wie die griechische Bahn, für die der Staat Unsummen bezahlen muss. Der Staatsapparat ist altmodisch, groß, wenig effizient und verschlingt zu viel Geld. Griechenland hat sehr viel mehr ausgegeben als durch Steuern und andere Einnahmen in die Staatskassen gekommen sind. Dadurch sind die Schulden mittlerweile so hoch, wie die Wertschöpfung der griechischen Wirtschaft in einem Zeitraum von 20 Monaten.

Der Schuldenberg wird immer teurer

Würden die EU und der Internationale Währungsfonds (IWF) Griechenland derzeit kein Geld zu Verfügung stellen, müssten die Griechen für ihren Schuldenberg einen unglaublichen Zinssatz bezahlen. Die Kreditzinsen auf dem Kapitalmarkt für Griechenland liegen derzeit bei 16 Prozent. Die Kreditzinsen sind so hoch, weil die internationalen Rating-Agenturen das Land sehr schlecht bewertet haben, aufgrund der maroden Wirtschaft und der hohen Schulden.

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