„Ein realistischer Restwert für Griechenland liegt bei 30 bis 40 Prozent“

Der UBS-Kreditanalyst Thomas Wacker hat für die Deutschen Mittelstands Nachrichten die Lage Griechenlands in der Euro Schuldenkrise eingeschätzt und zeichnet ein Szenario für Griechenland und die EU vor.

„Im März nächsten Jahres werde es für Griechenland kritisch. Dann wird man sehen, ob die der Sparplan der Regierung funktioniert gleichzeitig werden Anleihen in einer Höhe von 14,5 Milliarden Euro fällig“, sagt Thomas Wacker, Kreditanalyst der UBS. Die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit Griechenlands mache Sinn, weil die ausstehenden Tranchen des Hilfspakets relativ gering seien. „Die derzeitigen Hilfszahlungen sind ein Zeitgewinn für andere Krisenherde in Europa“, meint Wacker.

Die Folgen für Griechenland und seine Geldgeber

In Folge werde es wahrscheinlich zu einem mehrstufigen Schuldenschnitt kommen. „Dabei wird beim ersten Schnitt eine optimistischere Ausgleichquote angenommen und daraufhin werden neue Schnitte folgen müssen. Dieser Prozess werde sich wahrscheinlich über mehrere Jahre hinziehen, bis Griechenland mit den verbliebenen Schulden umgehen kann“, so Wacker. Ein realistischer Restwert für Griechenland läge bei 30 bis 40 Prozent.

Die richtige Haltung der EU

Laut Wacker wäre die beste Haltung der EU, wenn die Griechen in die Insolvenz entlassen würden und sich die EU zu einem Wiederaufbau Griechenlands verpflichten würde.

Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar zum Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.