Erholung auf dem Markt der Büroimmobilien

Der Markt für Immobilien hat sich von der Krise erholt. Vor allem bei Büros haben sich die Preise stabilisiert. In sieben deutschen Städten geht das Geschäft besonders gut.

Die deutschen Büromärkte haben die Krise überwunden. Nach Erkenntnissen von Deutsche Immobilien-Partner (DIP) ging es ab der Jahresmitte des letzten Jahres 2010 besser voran. Im ersten Halbjahr 2011 lag der Gesamtbüroflächenumsatz 14 Prozent über dem Ergebnis des Vorjahreszeitraums. Der Büroflächenleerstand und die Leerstandsquote stabilisierten sich. Im gleichen Zeitraum stiegen die durchschnittlichen Top-Mieten. DIP analysierte die Büromärkte Berlin, Bremen, Dresden, Düsseldorf, Essen, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, Leipzig, Magdeburg, München, Nürnberg, Rostock und Stuttgart.

Die großen Sieben

Beim genaueren Hinsehen gibt es starke Unterschiede zwischen den Städten. Stabilität und anziehende Umsätze stehen in Berlin, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, Leipzig, München, Rostock und Stuttgart in den Büchern. In Magdeburg, Essen, Düsseldorf und Nürnberg geht es beim Umsatz bergab.
Klarer Trend: An Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, München und Stuttgart kommt niemand vorbei. Auf die von DIP-Analysten auf den Namen „Big Seven“ getauften Städte entfallen 90 Prozent des gesamten Büroflächenumsatzes in den 14 Top-Büromärkten. Umsatzchampion war wie in den Jahren zuvor München. Dann kommen Berlin, Frankfurt am Main und Hamburg. Düsseldorf fällt auf den fünften Rang ab. Dahinter sind Stuttgart und Köln.

DIP sagt für dieses Jahr 2011 einen Anstieg des Büroflächenumsatzes um rund 13 Prozent voraus. Dagegen sprechen die weniger optimistischen Ergebnisse einer Expertenumfrage von Berlin Hyp und der Landesbank Berlin AG (LBB). Demnach gehen nur 41 Prozent der Befragten von einer anziehenden Büroflächennachfrage aus. Trotzdem zeichnet die Umfrage der Berliner ein hoffnungsvolles Bild des deutschen Gewerbeimmobilienmarkt. So wird der deutsche Büro-Markt von einem Großteil als „attraktiver als andere europäische Märkte“ eingeschätzt. Gut ein Viertel benotet ihn sogar als „deutlich attraktiver“.

 

Preise stabilisieren sich

Die Experten sagen voraus, dass das Transaktionsvolumen in den Segmenten Wohnen und Büro in den kommenden zwölf Monaten zunehmen wird. Besonders beim Einzelhandel und der Logistik kann mit steigenden Volumina gerechnet werden. In der anderen Richtung kann man beim Hotelmarkt nur von einer Stabilisierung sprechen.
Die Kauf- und Mietpreise werden sich laut den Meinungen der Experten positiv entwickeln. Die ersten grauen Wolken kommen hier aber bei der Betrachtung der Prognose für die nächsten zwölf Monate auf.
Fast alle sind sich aber sicher, dass der deutsche Immobilienmarkt weiter anziehen wird. Auf dem Segment Wohnen liegen die meisten Hoffnungen auf steigende Mieten und Preise. Rund 70 Prozent gehen davon aus, dass die Ausdehnung am Wohnungsmarkt zu einem erhöhtem Bedarf an Flächen führen wird.

Auch beim Immobilien-Ranking von Berlin Hyp und der Landesbank Berlin AG (LBB) liegt München vorn. Dann kommen Hamburg und Berlin. Frankfurt sackt erstmals von Position drei ab. Dresden und Leipzig verlieren stark.
Trotz der guten Aussichten auf dem Immobilienmarkt äußerten sich die Experten, die in den Umfragen zu Wort kamen, besorgt über die Staatsschuldenkrise in der EU. Ein Scheitern hätte einen „dominanten Einfluss“ auf den Kapitalmarkt, schreiben die Berliner Studienleiter.

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