Zinsen für Bundesanleihen steigen, Eurokrise weitet sich aus

Die Zinsen für deutsche und französische Staatsschulden steigen und erreichen das Niveau der Wirtschaftskrise. Für Italien und Spanien werden die Schulden in Zukunft richtig teuer.

Die Zinsen für deutsche Bundesanleihen steigen am Montag um fünf Basispunkt, melden Nachrichtenagenturen. Damit liegen deutsche Staatsanleihen bei 65 Basispunkten, der höchste Stand seit März 2009. Damals hatte die Konjunktur während der Weltwirtschaftskrise ihren Tiefpunkt erreicht.

Bedenklich: Frankreich

In Frankreich stiegen die Staatsanleihen um neun Punkte auf 123 Basispunkte. Damit müssen die Franzosen ihre Staatsschulden um etwa 0,6 Prozent höher verzinsen als Deutschland.

Gefährdet: Spanien, Italien

Der Spread, die Differenz zwischen den Zinsen für die Anleihen einzelner Ländern, nimmt zum Richtwert Deutschland immer weiter zu. Italien liegt 290 Basispunkte über den Bundesanleihen, bei einem Zinssatz über 5,6 Prozent, Spanien muss noch etwas mehr bezahlen.

Portugal und Irland liegen momentan knapp 1100 Basispunkte über denen Deutschlands. Währen die Länder nicht unter dem Euro-Rettungsschirm, müsste sie fast 14 Prozent Zinsen für ihre Schulden bezahlen. Griechenland ist mit einem Spread von fast 1400 Basispunkten das Krisenland in der Eurozone. Die Zinsen für Griechenland würden derzeit 16,64 Prozent ausmachen.

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