Teure Staatsanleihen für Italien und Spanien

Die Zinsen für Staatsanleihen von Italien und Spanien steigen. Müssten auch sie finanziell gestützt werden, würde das Geld aus dem Fonds für finanzielle Stabilität für weniger als ein Jahr reichen.

Weil sich keine Lösung für die Rettung Griechenlands abzeichnet, wird es auch für andere Länder teuer, sich auf dem Kapitalmarkt Geld zu besorgen. Am Montag waren die Zinsen auf Staatsanleihen von Italien mit einer Laufzeit von zehn Jahren auf beinahe sechs Prozent gestiegen. Das konnte auch das Sparpaket, das am Freitag ungewöhnlich schnell beschlossen wurde, nicht verhindern.

Die Anleihen von Spanien entwickeln sich ähnlich. Sollten die Zinsen weiter steigen, könnte es für Italien und Spanien unmöglich werden, ihre Defizite effektiv auf dem Kapitalmarkt zu finanzieren.

Hilfe für Italien und Spanien

Sollten Italien und Spanien ebenfalls Hilfe aus dem Fonds für finanzielle Stabilität in Europa (EFSF) benötigen, könnte diese nur für weniger als ein Jahr sichergestellt werden. Das sagte ein Vertreter von Goldman Sachs dem Wall Street Journal. Im Hilfsfonds sind derzeit 750 Milliarden Euro. Italien alleine könnte mit diesen Mitteln noch dieses und nächstes Jahr gestützt werden. Sollte Italien allerdings tatsächlich Hilfe benötigen, sei es wahrscheinlich, dass auch Spanien unterstützt werden muss, hieß es von Goldman Sachs im Gespräch mit dem Wall Street Journal.

Beim Treffen der Regierungschefs der Eurozone am Donnerstag, soll endlich über neue Rettungsmaßnahmen für Griechenland entschieden werden.

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