Mangel an Ingenieuren steigt

Es werden immer mehr Ingenieure gebraucht. Im Juni erreichte die Ingenieurslücke ihren Höchststand seit den Aufzeichnungen über den Beschäftigungsmarkt für Ingenieure.

Im Juni fehlten der Wirtschaft 76.400 Ingenieure. Im Monat davor waren es noch gut 3.000 Ingenieure weniger gewesen, die fehlten. Die Lücke, zwischen den benötigten Ingenieuren und dem Potential derer, die noch keine Arbeitsstelle haben, wächst. Sie erreichte im Juni den höchsten Wert seit dem Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2000. Der Ingenieurmonitor, dem diese Zahlen entnommen sind, wird vom Verband Deutscher Ingenieure (VDI) und dem Institut der deutschen Wirtschaft (IW) erstellt.

Während die Arbeitslosigkeit bei Ingenieuren im Juni um 4,8 Prozent zurückging, kamen 2,4 Prozent Angebote dazu. Derzeit suchen noch etwa 20.400 Personen eine Anstellung als Ingenieur. Vor allem im Süden Deutschlands macht sich der Mangel an Ingenieuren bemerkbar. Alleine in Baden-Württemberg konnten 20.600 Stellen für Ingenieure nicht besetzt werden. Besonders betroffen sind Unternehmen im Maschinenbau, im Fahrzeugbau und im Bereich Elektronik.

Für die kommenden Monate wird ebenfalls keine Entspannung der Situation erwartet. Auch die Tatsache, dass die Vorrangprüfung ausländischer Ingenieure wegfällt, wird daran nichts ändern. Dies sei zwar ein Schritt in die richtige Richtung, es müsse aber auch verstärkt darin investiert werden, junge Menschen für die Aubildung zum Ingenieur zu begeistern, hieß es vom VDI.

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