IWF fordert mehr Kontrolle der Euro-Länder

Der Internationale Währungsfonds fordert entschlossene Maßnahmen gegen die Ausweitung der Schuldenkrise in der Eurozone. Der aktuelle Bericht ist die ernsteste Warnung des IWF an die Euroländer seit es die Gemeinschaftswährung gibt.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) warnt in seiner jährlichen Einschätzung der Eurozone vor einer Ausweitung der Schuldenprobleme auf weitere Länder. In dem Bericht heißt es, die Probleme einiger Staaten mit ihrer Staatsverschuldung könnten sich auf die gesamte Eurozone ausweiten und auch stabile Staaten mit sich reißen. Da die Eurozone der größte Teilnehmer am Welthandel ist, hätte dies laut IWF „bedeutende Auswirkungen auf die Weltwirtschaft“.

IWF fordert mehr Kontrolle

Um die Schuldenkrise in den Euroländern in den Griff zu bekommen, schlägt der Währungsfonds eine stärkere wirtschaftliche Integration vor. Er fordert auch eine strengere Überwachung der Finanzen der einzelnen Mitgliedsstaaten. Eine stärkere Regelmentierung würde auch den Handlungsspielraum der Mitgliedsstaaten einschränken. Dies würde höchstwahrscheinlich zu Widerstand einiger Staaten gegen eine gemeinsame Wirtschaftsaufsicht führen.

„Mehr Europa, nicht weniger Europa“

Solch eine Wirtschaftsaufsicht würde aber laut IWF wieder mehr Vertrauen in die Eurozone bringen. „Wir brauchen jetzt mehr Europa, nicht weniger Europa.“, sagte dazu der zuständige Vertreter des Internationalen Währungsfonds, Luc Everaert.

Bisherige Versuche die Schuldenkrise unter Kontrolle zu bringen, seien von Versuchen geprägt gewesen, die Öffentlichkeit zu beschwichtigen. Manche Maßnahmen einzelner Staaten und Verantwortlichen bezeichnet der IWF als „beschänkend“. Der Währungsfonds fürchtet Rückschritte in der finanziellen und wirtschaftlichen Integration.

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