EU-Sondergipfel: Griechenland bekommt niedrigere Zinsen

Vom EU-Sondergipfel über die Rettung von Griechenland gibt es erste Informationen: Die Zinsen, die Griechenland für seine Anleihen zahlen muss, werden reduziert. Der Zeitraum für die Rückzahlung wird verlängert. Auch Portugal und Irland sollen ermäßigte Zinsen bekommen.

Die Staats- und Regierungschefs der Eurozone haben sich beim EU-Sondergipfel zur Rettung von Griechenland scheinbar auf erste Punkte geeinigt. Sie wollen die Zinsen auf Staatsanleihen von Griechenland von 5,5 Prozent auf 3,5 Prozent senken. Die Laufzeit dieser Staatsanleihen soll von sieben auf 15 Jahre verlängert werden. Dies geht aus einem Entwurf für die Abstimmung beim EU-Sondergipfel über eine neue Hilfe für Griechenland hervor.

Hilfe für Griechenland, Irland und Portugal

Um zu verhindern, dass sich die Schuldenkrise in der Eruozone weiter ausbreitet, sollen auch Irland und Portugal verringerte Zinsen bezahlen. Außerdem beinhaltet der Abstimmungsentwurf Anreize für private Investoren, ihre Anleihen umzutauschen und auf weitere 30 Jahre an Griechenland zu binden. Dem Stabilitätsfonds für den Euro soll mehr Spielraum gegeben werden, um Staaten advor zu bewahren, ebenfalls in Probleme zu geraten. Er soll Euro-Staaten Mittel zur Verfügung stellen können, damit diese beispielsweise Banken stützen können.

EU-Sondergipfel bis in die Abendstunden

Es ist zu erwarten, dass nicht alle Vorschläge, die in diesem Entwurf enthalten sind, auch tatsächlich beschlossen werden. Die Verhandlungen am EU-Sondergipfel werden noch einige Stunden dauern. Eine endgültige Entscheidung über alle Hilfsmaßnahmen für Griechenland und andere angeschlagene Staaten der Eurozone wird erst in den Abendstunden erwartet.

Bereits gestern Nacht hatten Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Staatschef Nicolas Sarkozy eine gemeinsame Linie zur Rettung von Griechenland erarbeitet.

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