Hilfspaket über 109 Milliarden Euro für Griechenland

Griechenland bekommt ein Hilfspaket von 109 Milliarden Euro und muss niedrigere Zinsen zahlen. Auch private Investoren müssen etwas zur Rettung von Griechenland beitragen. Der Stabilitätsfonds für den Euro bekommt mehr Mittel und neue Regeln.

Die Staats- und Regierungschefs der Eruozone haben sich am Donnerstag beim EU-Sondergipfel in Brüssel auf ein Hilfspaket von 109 Milliarden Euro für  Griechenland geeinigt. Der Plan zur Rettung beinhaltet auch den ersten Zahlungsausfall eines Euro-Staates. Private Investoren müssen teilweise auf Forderungen von Griechenland verzichten. Ihre Anleihen werden ausgetauscht und durch andere ersetzt, die nicht den erwarteten Gewinn bringen werden.

Stabilitätsfonds mit neuen Rechten

Die Zinsen, die Griechenland für die Anleihen zur Rettung zahlen muss, wurden reduziert. Der Stabilitätsfonds für den Euro (EFSF) kann nun auch Euro-Bonds kaufen und direkt an Länder leihen, auch wenn diese noch Mittel von privaten Investoren bekommen würden. Geld aus diesem Fonds könnte in Zukunft auch dafür verwendet werden, das Kapital von Baken aufzubessern. Bisher durfte der Stabilitätsfonds Staaten erst kurz vor dem Bankrott unterstützen.

Zahlungsausfall und keine Bankenabgabe

Mit den neuen Maßnahmen und Regeln wurden auch bisherige Tabus gebrochen. Der Präsident der Europäischen Nationalbank, Jean-Claude Trichet, hatte bis zum Schluss versucht, den teilweisen Zahlungsausfall eines Eurolandes zu verhindern. Nicolas Sarkozy musste bei dem aktuellen Maßnahmenpaket auf eine Bankenabgabe verzichten, mit der er gerne weitere Hilfszahlungen finanziert hätte.

Schon vor dem Treffen aller 17 Euroländer, hatten sich Angela Merkel und Nicolas Sarkozy in Berlin getroffen, um sich auf eine gemeinsame Linie zu einigen.

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