Jack Wolfskin soll schneller wachsen

Blackstone übernimmt das Outdoor-Unternehmen. Mitgründer und Geschäftsführer Hell gibt seinen Posten auf. Blackstone will in Deutschland weiter zukaufen.

Der US-amerikanische Finanzinvestor Blackstone übernimmt den hessischen Outdoor-Ausrüsters Jack Wolfskin. Geschäftsführer Manfred Hell verlässt nach fast 25 Jahren an der Spitze das Unternehmen – aus persönlichen Gründen, wie es heißt. Er hat seinen Sommerurlaub angetreten und wird aus diesem nicht zurückkehren. Blackstone sucht einen Nachfolger und gibt an, schon mehrere attraktive Namen an der Angel zu haben. Neuer Finanzchef wird im Oktober der langjährige Puma-Manager Andreas Klotz.

Der US-Finanzinvestor möchte das internationale Wachstum von Jack Wolfskin vorantreiben. Während die Branche ein Wachstum von etwa sieben Prozent erwartet, peilt der deutsche Blackstone-Chef Axel Herberg ein „zweistelliges“ Wachstum an. Herberg sagte im „Handelsblatt“ außerdem, dass sich Blackstone stärker in Deutschland engagieren wolle. Man sehe sich verschiedene mitteständische Familienunternehmen an und sei an Zukäufen interessiert.

Blackstone hat Jack Wolfskin nach exklusiven mehrmonatigen Verhandlungen von den derzeitigen Eignern Quadriga Capital und Barclays Private Equity erworben. Der Preis soll unbestätigten Meldungen zufolge bei 700 Millionen Euro liegen, das Closing ist für August geplant.

Jack Wolfskin erwirtschaftete im Jahr 2010 einen Nettoumsatz von 304 Millionen Euro und beschäftigt 460 Mitarbeiter.

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