Moody’s stuft Griechenland wieder ab

Die Ratingagentur Moody's reagiert auf das Hilfspaket der Eurozone und des IWF für Griechenland mit einer Herabstufung der Kreditwürdigkeit. Schon bald soll ein neues Rating folgen.

Die Ratingagentur Moody’s hat die Kreditwürdigkeit von Griechenland ein weiteres Mal herabgestuft. Damit fällt das Rating von Caa auf Ca. Das ist das zweitschlechteste Rating, das Moody’s vergibt. Als Grund für die neuerliche Verschlechterung des Ratings für Griechenland gab Moody’s das Hilfspaket an, auf das sich die Eurozone letze Woche geeinigt hatte.

Hilfspaket schlecht für Anleger

Die Maßnahmen des Hilfspaketes würden einen wirtschaftlichen Schaden bei privaten Investoren hervorrufen, hieß es in der Begründung für das schlechtere Rating. Außerdem sei noch nicht klar, wie hoch der Marktwert der Anleihen ist, die derzeit umgetauscht werden. Wenn der Umtausch der Staatsanleihen von Griechenland abgeschlossen ist, will Moody’s die Lage wieder neu bewerten. Derzeit rechnet das Institut of International Finance (IIF) für Anleger mit einem Verlust von 20 Prozent.

Griechenland könnte sich stabilisieren

Abgesehen vom Verlust für Anleger, gibt Moody’s dem Hilfspaket allerdings gute Chancen erfolgreich zu sein. So hebe es die Wahrscheinlichkeit, dass sich Griechenland stabilisieren und seine Staatsverschuldung reduzieren kann. Außderdem sei die Gefahr einer weiteren Ausbreitung der Eurokrise vorerst gebannt.

Bereits vor der Einigung auf eine neue Griechenlandhilfe hatten Ratingagenturen angekündigt, sie könnten eine Verlängerung der Laufzeit von Staatsanleihen als einen teilweisen Zahlungsausfall werten.

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