Eneuerbare Energien: Das Ende der Wind-Stille

Nach den starken Einbrüchen im vergangenen Jahr, hat sich der Markt für Windenergie wieder erholt. Eine Gesetzesnovelle soll dafür sorgen, dass sich die Lage weiter stabilisiert.

Die aktuelle Novelle zum Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG-Novelle 2012) soll den Markt für Windenergie weiter stabilisieren. Die beschlossene Fassung lässt dem Präsident des Bundesverbandes WindEnergie e.V. (BWE), Hermann Albers zufolge, einen kontinuierlichen Ausbau der Windenergie zu. Dennoch fordert er mehr Engagement im Bereich der Windenergie an Land. Auch das Potential von Offshore-Parks ist noch nicht ausgeschöpft, heißt es vom BWE. Die EEG-Novelle 2012 war noch kurz vor dem endgültigen Beschluss verändert worden. Andernfalls wären mehr als die Hälfte bestehender Windenergie-Projekte gefährdet gewesen, heißt es in einer Studie der Deutschen Wind Guard, die vom BWE in Auftrag gegeben worden war. Die beschlossene Fassung sieht nun doch keine Änderung der Anfangsvergütung vor. Auch die Boni für Netzsystemleistungen und Repowering-Projekte bleiben nun doch unverändert.

Wieder mehr Windenergie

Bisher wurden in diesem Jahr in Deutschland 356 neue Windenergieanlagen gebaut. An der Leistung gemessen, wurden damit im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Vorjahr, etwa 20 Prozent mehr Windenergieanlagen installiert. Doch nicht nur neue Anlagen wurden gebaut, auch die Nachrüstung, das sogenannte Repowering, brachte zusätzliche Leistung. Bei Offshore-Anlagen kamen lediglich fünf neue mit einer Gesamtleitung von 25 Megawatt hinzu. Insgesamt stammen derzeit über 27.000 Megawatt von Windenergieanlagen. Das ergab eine Umfrage es Deutschen Windenergie-Institutes (DEWI). Mit diesen Zahlen stabilisiert sich der Markt für Windenergie und kehrt auf das Niveau des Jahres 2009 zurück. Zuvor waren die Umsätze im Sektor der Windenergie um fünf Prozent zurück gegangen und das, obwohl der allgemeine Maschinen- und Anlagenbau weiter wuchs. Über das gesamte Jahr gesehen, sollen heuer rund 250 Megawatt mehr dazukommen als letztes Jahr.

Offshore-Windenergie wird zum Milliardenmarkt

Obwohl Deutschland einen eher geringen Anteil am Weltmarkt für Windenergie hat, macht der Export zwei Drittel aller Umsätze aus. Der Gesamtumsatz liegt bei knapp unter fünf Milliarden Euro. Nachdem der Markt in den USA empfindlich eingebrochen ist, hat China nun mit einem Wachstum von 50 Prozent ihre Rolle übernommen. Das ist für deutsche Hersteller unvorteilhaft weil Marktbarrieren ihre Tätigkeit dort mehr behindern als in den USA. Insgesamt rechnet man heuer mit einem Wachstum des weltweiten Marktes für Windenergie im einstelligen Bereich.

Die Aussichten für die Hersteller von Produkten für die Windenergie sind gut. „Projekte mit einem Volumen von über 2.000 Megawatt sind allein in Deutschland vertraglich abgesichert. Das entspricht einem Projektvolumen von über sechs Milliarden Euro. Im Jahr 2011 ist Offshore-Windenergie auch für WEA-Hersteller aus Deutschland bereits ein Exportgeschäft und wird ab dem Jahr 2012 zum Milliardenmarkt“, sagt der Geschäftsführer von VDMA Power Systems, Thorsten Herdan.

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