Bayern senkt Zinsen und pumpt weiter Geld in den Markt

Mit einer Zinssenkung beim beim Bayerischen Mittelstandskreditprogramm (MKP) und beim Investivkredit 100 Pro um 0,2 bis 0,25 Prozentpunkte will Bayern dem Mittelstand helfen, trotz der Konjunkturabkühlung weiter zu investieren.

Nach Aussage von Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil sollen die bayrischen Unternehmen „weiter in den Aufschwung“ investieren. Nun lehrt die Geschichte, dass Zinsen eigentlich nur bei einer Abschwächung der Konjunktur gesenkt werden, und im Aufschwung mit einer Anhebung Vorkehrungen gegen mögliche inflationäre Tendenzen getroffen werden sollen.

Aber die Rhetorik spielt hier keine besondere Rolle: Bayern möchte bei seinem Mittelstand weiter den „Investitionsboom“ sehen, der in den vergangenen Monaten bereits massiv befeuert wurde. Über 33% Zuwachs im ersten Halbjahr 2011 ist bei der Inanspruchnahme der diversen Kredite zu verzeichnen. Dazu zählen Kredite für Investitionen ebenso wie Gründerkredite. Weil diese Kredite an Unternehmen wie auch an freiberuflich Tätige vergeben werden, ist die von der bayrischen Landesregierung genannte Zahl von 2.000 „Investitionsvorhaben“, für die insgesamt 184 Millionen Euro bewilligt wurden, über die Nachhaltigkeit des Aufschwungs wenig aussagekräftig.

Für die Kreditnehmer sind die Töpfe jedenfalls interessant: „Bei Bedarf“ kann eine Haftungsfreistellung beantragt werden. Dann übernimmt die Förderbank – wie etwa die LfA Förderbank Bayern – die Haftung von den Hausbanken. Dies kann je nach Kreditform bis zu 70% des Kreditvolumens ausmachen.

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