Warum Berlusconi die bisher größte Gefahr für den Euro ist

Spanien kann mit viel Glück der Pleite entgehen. Italien dagegen hat alle Chancen, zum Sargnagel der gemeinsamen Währung zu werden. Es ist schwer vorstellbar, dass am Ende die deutschen Steuerzahler für den Lebensstil eines Feudalherrschers aufkommen sollten.

Spanien kann mit viel Glück der Pleite entgehen. Italien dagegen hat alle Chancen, zum Sargnagel der gemeinsamen Währung zu werden. Es ist schwer vorstellbar, dass am Ende die deutschen Steuerzahler für den Lebensstil eines Feudalherrschers aufkommen sollten.

Die Analysten des britischen Wirtschaftsforschungs-Instituts CEBR sind gerne pessimistisch: Schon im Juni sagten sie das Auseinanderbrechen der Euro-Zone bis spätestens 2013 voraus. Nun ist das Center for Economics and Business Research eine unter vielen Einrichtung, die die Schuldenkrise beobachten – und es gibt andere Prognosen.

Die Einschätzung der Briten verdient jedoch Beachtung: Sie vergleichen Spanien und Italien und kommen zu dem Ergebnis, dass die Spanier zwar auch hoch verschuldet sind, aber die Explosion der italienischen Schulden lässt die Spanier wie Musterschüler aussehen. Während Spanien auf eine Verschuldung von im schlechtesten Fall 75% kommt, droht den Italienern eine Schuldenquote von 150%. Selbst wenn die Zinsen für Staatsanleihen sinken – die nackte Mathematik ist gegen Italien.

Der entscheidende substanzielle Unterschied liegt jedoch in den Exporten: Spaniens Exporte entwickeln sich prächtig. Dank der großen hispanischen Märkte in Lateinamerika hat Spanien eine echte Wachstumsperspektive. Die Qualität der spanischen Produkte hat sich in den vergangenen Jahren nachhaltig verbessert. Vor allem hat Spanien im Technologie-Sektor aufgeholt. Auch die Erneuerbaren Energien sind eine Branche, in der Spanien Weltmarktanteile gewinnen kann.

In Italien sieht die Lage dagegen ganz anders aus. Das Land hat sich unter Berlusconi vor allem um das Wohlergehen von Berlusconi gekümmert. Skrupellos hat er das Recht zu seinem Vorteil gebogen, hat aus der Republik einen Sumpf von Korruption und Vetternwirtschaft gemacht.

Die Rechnung werden ihm nun die Märkte präsentieren: Das CEBR geht davon aus, dass die Pleite Italiens nicht verhindert werden könne. Wenn dies eintritt, werden die Folgen in Europa deutlich einschneidender sein als im Fall Griechenlands.

Das liegt nicht nur an der Größe Italiens und seiner Verwobenheit mit den einzelnen gesunden Volkswirtschaften der EU. Es liegt vor allem daran, dass niemand Berlusconi nach all seinen Lügen und Manipulationen glauben kann. Wenn er wie bei seiner Rede am Mittwoch verkündet, dass die wirtschaftlichen Fundamentaldaten Italiens in Ordnung seien, hat das dieselbe Glaubwürdigkeit als würde er sagen, dass bei seinen wilden Sexpartys nur Orangensaft geflossen ist. Kein anderer Politiker hat das Vertrauen in das politische Establishment so zerstört wie Berlusconi. Die Analysten und Rating-Agenturen müssen sich den Bauch halten vor Lachen, wenn sie Berlusconis Beschwörungen der heilen italienischen Wirtschaft hören.

Berlusconi hat Italien systematisch in die Verrottung getrieben. Wie soll dieses Land gerettet werden? Wer will denn mit Berlusconi nüchtern über ein Rettungspaket verhandeln? Wer sollte in diesen verkommenen Staat auch nur einen Euro oder Dollar pumpen wollen. Zu Errettung wessen? Wo beginnt der italienische Staat, und wo enden Berlusconis private Verflechtungen? Soll am Ende die ganze Welt die Zeche eines einzigen Feudalherrschers zahlen? Und Angela Merkel die Vormundschaft über Südeuropa?

Es ist den europäischen Steuerzahlern schon sehr schwer gefallen, den Iren, Portugiesen oder Griechen die Ernsthaftigkeit ihrer Sparprogramme abzunehmen. Moralisch intakte Regierungen können ihre Völker durch harte Zeiten führen.

Davon kann bei Berlusconi keine Rede sein. Wie kein anderer steht er für eine politische Klasse, der man nichts anvertrauen darf – keinen Staat, keine Wirtschaft und nicht mal einen abgewetzten Mille-Lire-Schein, wenn er dann wiederkommt.

Kommentare

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  1. hans geigenbauer sagt:

    auch gut !

    Wenn Berlusconi den Euro endlich zu Fall bringt, dann ist endlcih das Trauerspiel zu Ende.

    Und dem traue ich es echt zu, daß der vor lauter machtgeilheit nicht locker läßt.
    Vorallem drängt die Zeit, hihihihi, so schnell kann der garnicht „gehen“ bzw. überredet werden zu gehen, das muß ja alles vorbereitet werden im Hintergrund…hihihi….

  2. hans geigenbauer sagt:

    auch gut !

    Wenn Berlusconi den Euro endlich zu Fall bringt, dann ist endlcih das Trauerspiel zu Ende.

    Und dem traue ich es echt zu, daß der vor lauter machtgeilheit nicht locker läßt.
    Vorallem drängt die Zeit, hihihihi, so schnell kann der garnicht „gehen“ bzw. überredet werden zu gehen, das muß ja alles vorbereitet werden im Hintergrund…hihihi….

  3. hans geigenbauer sagt:

    auch gut !

    Wenn Berlusconi den Euro endlich zu Fall bringt, dann ist endlcih das Trauerspiel zu Ende.

    Und dem traue ich es echt zu, daß der vor lauter machtgeilheit nicht locker läßt.
    Vorallem drängt die Zeit, hihihihi, so schnell kann der garnicht „gehen“ bzw. überredet werden zu gehen, das muß ja alles vorbereitet werden im Hintergrund…hihihi….

  4. hans geigenbauer sagt:

    auch gut !

    Wenn Berlusconi den Euro endlich zu Fall bringt, dann ist endlcih das Trauerspiel zu Ende.

    Und dem traue ich es echt zu, daß der vor lauter machtgeilheit nicht locker läßt.
    Vorallem drängt die Zeit, hihihihi, so schnell kann der garnicht „gehen“ bzw. überredet werden zu gehen, das muß ja alles vorbereitet werden im Hintergrund…hihihi….

  5. Rolf Ehlers sagt:

    Genau so ist es. Auch in Spanien (s. Marbella) hat es viel Korruption gegeben, aber auch beispielhafte Lauterkeit. Die heldenhaften Strafverfolger und die unbeugsame Justiz kämpfen dagegen in Italien gegen ein gewissenloses Monstrum an der Spitze des Staates. Wir können dem Land – und uns – nur helfen, wenn wir Berlusconi nicht mehr ernst nehmen. Irgendwann merken es die von diesem Medienkraken desinformierten Wähler, was für eine Pestbeule sie haben wachsen lassen.

    Die Llösung kann nicht sein, wegen Berlusconi das ganze Land abzuschreiben und dem weiteren Ausbau Europas ein Ende zu machen. Europa muss aber nicht heißen, dass alle seine Mitglieder aus einer einzigen Kasse leben. Es sollte keine Vereinigten Staaten von Europa geben, sondern einen Eurpäischen Bund, dessen Mitgleider aber auf direkte Beteiligung ihrer Völker an der Macht festgeschrieben werden. Dann hört es auf, dass wir von Hasardeuren wie Berlusconi und von ziellosen Poitikern wie Merkel regiert werden.

  6. Rolf Ehlers sagt:

    Genau so ist es. Auch in Spanien (s. Marbella) hat es viel Korruption gegeben, aber auch beispielhafte Lauterkeit. Die heldenhaften Strafverfolger und die unbeugsame Justiz kämpfen dagegen in Italien gegen ein gewissenloses Monstrum an der Spitze des Staates. Wir können dem Land – und uns – nur helfen, wenn wir Berlusconi nicht mehr ernst nehmen. Irgendwann merken es die von diesem Medienkraken desinformierten Wähler, was für eine Pestbeule sie haben wachsen lassen.

    Die Llösung kann nicht sein, wegen Berlusconi das ganze Land abzuschreiben und dem weiteren Ausbau Europas ein Ende zu machen. Europa muss aber nicht heißen, dass alle seine Mitglieder aus einer einzigen Kasse leben. Es sollte keine Vereinigten Staaten von Europa geben, sondern einen Eurpäischen Bund, dessen Mitgleider aber auf direkte Beteiligung ihrer Völker an der Macht festgeschrieben werden. Dann hört es auf, dass wir von Hasardeuren wie Berlusconi und von ziellosen Poitikern wie Merkel regiert werden.

  7. Rolf Ehlers sagt:

    Genau so ist es. Auch in Spanien (s. Marbella) hat es viel Korruption gegeben, aber auch beispielhafte Lauterkeit. Die heldenhaften Strafverfolger und die unbeugsame Justiz kämpfen dagegen in Italien gegen ein gewissenloses Monstrum an der Spitze des Staates. Wir können dem Land – und uns – nur helfen, wenn wir Berlusconi nicht mehr ernst nehmen. Irgendwann merken es die von diesem Medienkraken desinformierten Wähler, was für eine Pestbeule sie haben wachsen lassen.

    Die Llösung kann nicht sein, wegen Berlusconi das ganze Land abzuschreiben und dem weiteren Ausbau Europas ein Ende zu machen. Europa muss aber nicht heißen, dass alle seine Mitglieder aus einer einzigen Kasse leben. Es sollte keine Vereinigten Staaten von Europa geben, sondern einen Eurpäischen Bund, dessen Mitgleider aber auf direkte Beteiligung ihrer Völker an der Macht festgeschrieben werden. Dann hört es auf, dass wir von Hasardeuren wie Berlusconi und von ziellosen Poitikern wie Merkel regiert werden.

  8. Rolf Ehlers sagt:

    Genau so ist es. Auch in Spanien (s. Marbella) hat es viel Korruption gegeben, aber auch beispielhafte Lauterkeit. Die heldenhaften Strafverfolger und die unbeugsame Justiz kämpfen dagegen in Italien gegen ein gewissenloses Monstrum an der Spitze des Staates. Wir können dem Land – und uns – nur helfen, wenn wir Berlusconi nicht mehr ernst nehmen. Irgendwann merken es die von diesem Medienkraken desinformierten Wähler, was für eine Pestbeule sie haben wachsen lassen.

    Die Llösung kann nicht sein, wegen Berlusconi das ganze Land abzuschreiben und dem weiteren Ausbau Europas ein Ende zu machen. Europa muss aber nicht heißen, dass alle seine Mitglieder aus einer einzigen Kasse leben. Es sollte keine Vereinigten Staaten von Europa geben, sondern einen Eurpäischen Bund, dessen Mitgleider aber auf direkte Beteiligung ihrer Völker an der Macht festgeschrieben werden. Dann hört es auf, dass wir von Hasardeuren wie Berlusconi und von ziellosen Poitikern wie Merkel regiert werden.