Schuldenkrise: Immobilien in Deutschland als Geheimtipp

Angesichts der Nervosität an den Märkten fliehen viele Anleger ins Gold. Die Entwicklung der Immobilien in Deutschland zeigt ebenfalls erfreuliche Tendenzen. Richtig abgegangen sind jedoch die Häuserpreise in der Schweiz.

Die Hauspreise in Europa haben sich vier Jahre nach der Wirtschaftskrise nicht überall erholt. Aber Deutschland steht im Vergleich zu Italien, Dänemark oder auch Spanien äußerst gut da.

Die Finanzkrise im Jahr 2008 war vor allem eine von Spekulationen in den USA ausgelöste Immobilienblase. Als diese wegen der unrealistischen Annahmen schließlich platzte, brach der Immobilienmarkt in den USA zusammen. Er hat sich bis heute nicht substantiell erholt. Die Herabstufung der USA durch die Ratingagentur Standard&Poor’s im Zuge der Schuldenkrise dürfte eine Erholung in nächster Zeit erheblich behindern.

Auch in Europa gab es im Gefolge der US-Krise starke Preisstürze bei Immobilien. Besonders in Spanien kam es zu einem dramatischen Zusammenbruch. Einem Anstieg der Immobilienpreise in den Jahren 2000 bis 2007 von fast 150 Prozent steht ein Absacken von knapp 15% in den vergangenen vier Jahren gegenüber. Ganz anders Deutschland – hier gingen die Preise im Gegensatz zu allen anderen europäischen Staaten bis kurz vor der Krise sogar leicht zurück und steigt kurz darauf.

Im europäischen Vergleich gehört Deutschland heute zu den Gewinnern ähnlich wie Österreich, Belgien, Luxemburg, Schweden, die Schweiz und Portugal. In diesen Ländern sind die Preise für Immobilien seit 2007 stetig gestiegen. Deutschland rangiert mit einem Plus von rund 3% bei Immobilen in den Jahren 2007 bis 2011 im soliden europäischen Mittelfeld. Absoluter Überflieger ist in dieser Gruppe die Schweiz mit einem Wachstum von 20% in den vergangenen vier Jahren. Gefolgt von Finnland und Norwegen.

In Ländern wie Frankreich, Italien, den Niederlanden und Großbritannien, mit Dänemark als Schlusslicht, hat die Krise den Anstieg der Preise verlangsamt Hauspreise geführt. Erst jetzt erreichten Immobilien in diesen Ländern das ursprüngliche Niveau. Spanien, Griechenland und Irland kämpfen dagegen weiter gegen die Folgen der Schuldenkrise.

Die Gegenüberstellung der europäischen Staaten zeigt, welch’ unterschiedliche Entwicklung die Hauspreise nach der Wirtschaftskrise genommen haben und weiterhin nehmen können. Dies führt dazu, dass bei der Entscheidung für eine Investition die regionalen Märkte genau geprüft werden sollten, sowohl hinsichtlich nationaler Institutionen der Wohnungsmärkte, des Verhältnisses von Angebot- und Nachfrage sowie bezüglich der Entwicklung der Vermögenspreise. Sicher ist nur, der Wohnungsmarkt in Europa ist äußerst anfällig für schnelle und willkürliche Kursänderungen und zeigt keine einheitliche Entwicklung.

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