China: Immobilienkrise hätte gravierende Folgen für die Weltwirtschaft

Der Bauboom in China war ein wichtiger Faktor für die wirtschaftliche Erholung nach dem Krise 2008. Es gibt Anzeichen für das Platzen einer Immobilien-Blase. Die weltweiten Folgen sind weitreichend.

Der chinesische Immobiliensektor trägt fast 50% der weltweiten Nachfrage nach Rohstoffen Zement, Eisen, Erz, Kupfer oder Kohle. Viele Häuser und Wohnungen stehen leer, die Regierung schränkt den Immobilienbesitz ein. Ein Einbruch der Baubranche – vor dem derzeit gewarnt wird – hätte globale Folgen.

Mit Häusern und Wohnungen war in China in den vergangenen Jahren sicheres Geld zu verdienen: Seit August 2005 sind laut Informationen der Financial Times die chinesischen Immobilienpreise monatlich um 0,5% angestiegen. Das machte 6% jährlich und damit mehr als doppelt so viel wie die durchschnittlichen Zinsen von 2,8% am Sparbuch. Heute stehen allerdings viele Häuser und Wohnungen leer.

Aufgrund einer möglichen Blasenbildung am chinesischen Immobilienmarkt hatte die Regierung schon Anfang des vergangenen Jahres mehrere Initiativen gestartet um die Immobilienpreise zu zügeln. Das Spektrum reichte damals von höheren Hypothekensätzen bis hin zu Beschränkungen wie viele Eigenheime eine Person besitzen darf. Die Immobilienpreise entwickelten sich trotzdem konstant positiv.

Beobachter sprechen derzeit aber von einem Wendepunkt: Die vielen leer stehenden Immobilien könnten die Häuserpreise in den chinesischen Großstädten in den kommenden Monaten rasch fallen lassen. Das würde die Bautätigkeiten und den breiten wirtschaftlichen Wachstum weiter bremsen. Zusätzlich verkündete das staatliche China Securities Journal am Dienstag, dass die Regierung die Einschränkungen bei Immobilienkäufen Ende August auf weiteren 30 Städten ausdehnen wird.

Ein Einbruch der chinesischen Baubranche hätte weltweite Konsequenzen, denn die Immobilienwirtschaft ist das Fundament des chinesischen Wachstums: Nach Schätzungen der Financial Times verbucht China bis zu 50% der weltweiten Nachfrage nach Rohstoffen wie Zement, Eisen, Erz, Kupfer oder Kohle. Der chinesische Immobilienmarkt ist dabei der wichtigste Treiber der Nachfrage: So macht der Haus- und Wohnungsbau fast 15% Chinas Bruttoinlandsproduktes und zwei Drittel des gesamten Stahlkonsums aus.

Diese Größenordnungen bringen globale Abhängigkeiten mit sich: Laut Jonathan Anderson, ein Volkswirt bei der Schweizer Bank UBS, ist der chinesische Baumarkt „der wichtigste Sektor der gesamten Weltwirtschaft.“ Wenn die chinesische Baubranche heute schwächelt und weniger Rohstoffe nachgefragt werden, dann könnte sie damit auch globale Märkte nach unten ziehen.

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Kommentare

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  1. klaus mair sagt:

    wichige website über die folgen vom grenzenlosen freihandel für europas industriestaaten . eingeben : http://www.das-kapital.eu/nationalstaat.html

  2. Horst G Ludwig sagt:

    Mittlerweile hat ALLES weltweite Konsequenzen und man sollte da nicht so einen UBS Vertreter zitieren. Sackt der Bauboom und der Rohstoffbedarf der Chinesen ab geht es woanders zyklisch weiter. Das Problem liegt niemals an den Märkten sondern immer nur daran unter welchen Bedingungen sie kapitalisiert werden und mit welchen Bedingungen sie dann unter dem Schlachtruf von Wirtschaftswachstum im Kreis geschickt werden.
    Im Grunde ist die Volkswirtschaft völlig verdummt oder schlau war sie nie. Das sage ich als Volkswirt. Sie ist wie die Politik und die Religion, niemand gibt zu von der höheren Finanzwirtschaft weltweit abhängig zu sein sondern nur Flickschusterei.

    Die Gefahr bei den Chinesen liegt ganz woanders solten sie sich nicht aus dem IMF Club lösen können. Und wird auch das Stützangebot der Chinesen in Europa immer nur halb verstanden. Die Chinesen machen seit Monaten nichts anderes als heimlich den giftigen Dollarberg abzubauen und bieten Hilfen, Kredite und sogar Geschenke in EU, Afrika und Südamerika an, natürlich eine gigantische Waschanlage für einen Dollar der nichts taugt und ein tiefer Einsteig in den Nordamerikanischen Kontinent.

    Verübeln kann man es ihnen nicht und noch weniger darüber entsetzt sein, dass sie schlauer als das historische westliche Finanzsystem sind. Der nächste Streich zusammen mit Russland, Venezuela und Iran kommt jeden Moment und dann wird nicht Volk sondern Kapital sozialistisch. Sie haben das lange schon begriffen und wird auch allerhöchste Zeit.

  3. Horst G Ludwig sagt:

    Mittlerweile hat ALLES weltweite Konsequenzen und man sollte da nicht so einen UBS Vertreter zitieren. Sackt der Bauboom und der Rohstoffbedarf der Chinesen ab geht es woanders zyklisch weiter. Das Problem liegt niemals an den Märkten sondern immer nur daran unter welchen Bedingungen sie kapitalisiert werden und mit welchen Bedingungen sie dann unter dem Schlachtruf von Wirtschaftswachstum im Kreis geschickt werden.
    Im Grunde ist die Volkswirtschaft völlig verdummt oder schlau war sie nie. Das sage ich als Volkswirt. Sie ist wie die Politik und die Religion, niemand gibt zu von der höheren Finanzwirtschaft weltweit abhängig zu sein sondern nur Flickschusterei.

    Die Gefahr bei den Chinesen liegt ganz woanders solten sie sich nicht aus dem IMF Club lösen können. Und wird auch das Stützangebot der Chinesen in Europa immer nur halb verstanden. Die Chinesen machen seit Monaten nichts anderes als heimlich den giftigen Dollarberg abzubauen und bieten Hilfen, Kredite und sogar Geschenke in EU, Afrika und Südamerika an, natürlich eine gigantische Waschanlage für einen Dollar der nichts taugt und ein tiefer Einsteig in den Nordamerikanischen Kontinent.

    Verübeln kann man es ihnen nicht und noch weniger darüber entsetzt sein, dass sie schlauer als das historische westliche Finanzsystem sind. Der nächste Streich zusammen mit Russland, Venezuela und Iran kommt jeden Moment und dann wird nicht Volk sondern Kapital sozialistisch. Sie haben das lange schon begriffen und wird auch allerhöchste Zeit.

  4. Horst G Ludwig sagt:

    Mittlerweile hat ALLES weltweite Konsequenzen und man sollte da nicht so einen UBS Vertreter zitieren. Sackt der Bauboom und der Rohstoffbedarf der Chinesen ab geht es woanders zyklisch weiter. Das Problem liegt niemals an den Märkten sondern immer nur daran unter welchen Bedingungen sie kapitalisiert werden und mit welchen Bedingungen sie dann unter dem Schlachtruf von Wirtschaftswachstum im Kreis geschickt werden.
    Im Grunde ist die Volkswirtschaft völlig verdummt oder schlau war sie nie. Das sage ich als Volkswirt. Sie ist wie die Politik und die Religion, niemand gibt zu von der höheren Finanzwirtschaft weltweit abhängig zu sein sondern nur Flickschusterei.

    Die Gefahr bei den Chinesen liegt ganz woanders solten sie sich nicht aus dem IMF Club lösen können. Und wird auch das Stützangebot der Chinesen in Europa immer nur halb verstanden. Die Chinesen machen seit Monaten nichts anderes als heimlich den giftigen Dollarberg abzubauen und bieten Hilfen, Kredite und sogar Geschenke in EU, Afrika und Südamerika an, natürlich eine gigantische Waschanlage für einen Dollar der nichts taugt und ein tiefer Einsteig in den Nordamerikanischen Kontinent.

    Verübeln kann man es ihnen nicht und noch weniger darüber entsetzt sein, dass sie schlauer als das historische westliche Finanzsystem sind. Der nächste Streich zusammen mit Russland, Venezuela und Iran kommt jeden Moment und dann wird nicht Volk sondern Kapital sozialistisch. Sie haben das lange schon begriffen und wird auch allerhöchste Zeit.

  5. Horst G Ludwig sagt:

    Mittlerweile hat ALLES weltweite Konsequenzen und man sollte da nicht so einen UBS Vertreter zitieren. Sackt der Bauboom und der Rohstoffbedarf der Chinesen ab geht es woanders zyklisch weiter. Das Problem liegt niemals an den Märkten sondern immer nur daran unter welchen Bedingungen sie kapitalisiert werden und mit welchen Bedingungen sie dann unter dem Schlachtruf von Wirtschaftswachstum im Kreis geschickt werden.
    Im Grunde ist die Volkswirtschaft völlig verdummt oder schlau war sie nie. Das sage ich als Volkswirt. Sie ist wie die Politik und die Religion, niemand gibt zu von der höheren Finanzwirtschaft weltweit abhängig zu sein sondern nur Flickschusterei.

    Die Gefahr bei den Chinesen liegt ganz woanders solten sie sich nicht aus dem IMF Club lösen können. Und wird auch das Stützangebot der Chinesen in Europa immer nur halb verstanden. Die Chinesen machen seit Monaten nichts anderes als heimlich den giftigen Dollarberg abzubauen und bieten Hilfen, Kredite und sogar Geschenke in EU, Afrika und Südamerika an, natürlich eine gigantische Waschanlage für einen Dollar der nichts taugt und ein tiefer Einsteig in den Nordamerikanischen Kontinent.

    Verübeln kann man es ihnen nicht und noch weniger darüber entsetzt sein, dass sie schlauer als das historische westliche Finanzsystem sind. Der nächste Streich zusammen mit Russland, Venezuela und Iran kommt jeden Moment und dann wird nicht Volk sondern Kapital sozialistisch. Sie haben das lange schon begriffen und wird auch allerhöchste Zeit.

  6. Markus Kramer sagt:

    „Der Baumboom in China“

    Wie, pflanzen die jetzt haufenweise Bäume oder spart man am Korrektorat?

  7. Markus Kramer sagt:

    „Der Baumboom in China“

    Wie, pflanzen die jetzt haufenweise Bäume oder spart man am Korrektorat?