Bankenkrise: Entlassungswelle bei US-Banken

Die Umsätze der US-Banken schrumpfen aufgrund des schwachen Kreditgeschäftes und immer strengeren gesetzlichen Auflagen. Die Banken reagieren mit Massenkündigungen und könnten schon bald auf den Beschäftigungsstand des Jahres 2000 zurückgefallen sein.

Wie die New York Times berichtet, sind die Umsätze der US-Banken im zweiten Quartal 2011 um 4,4% auf 188 Milliarden US-Dollar gesunken. Das entspricht dem Stand von 2005 und damit der Zeit vor der US-Immobilienblase. Experten des Finanzdienstleisters Trepp sprechen davon, dass die Umsätze im kommenden Jahr nochmals um 4% bis 5% fallen könnten.

Die US-Banken sind in den vergangenen Jahren durch viele Boom- und Krisenzeiten gegangen. Entscheider und Analysten sprechen aber diesmal von einem großen Unterschied: Das Aktivgeschäft der Banken – die Kreditgewährung -, und damit der Umsatztreiber, läuft seit Jahren schleppend und wird sich nicht so bald erholen. Auch nicht mit historisch niedrigen Zinsen, die eigentlich Kreditnehmer anreizen sollten. Die Konsumenten schrecken vor weiteren Schulden zurück, die Unternehmen möchten aufgrund der ungewissen wirtschaftlichen Entwicklung nicht investieren. Die US-Notenbank hat aber angekündigt die Zinsen bis 2013 auf dem derzeitig niedrigen Niveau belassen zu wollen. Das alles zehrt weiter an den Gewinnmargen der Banken.

Auch die Gewinne aus Handelsgeschäften gehen aufgrund von sinkenden Handelsvolumina zurück. Der US-Kongress verpflichtet die Banken zusätzlich seit vergangenem Jahr zu mehr Risikomanagern und Richtlinienbeauftragten. Verpflichtungen, mit einem größeren Eigenkapitalpolster vor zukünftigen Krisen besser geschützt zu sein, könnten die Gewinne dann noch weiter sinken lassen.

Die Banken reagieren darauf mit der Kostenschraube: Beinahe jede amerikanische Großbank spart derzeit beim Personal ein: UBS wird 3,500 Angestellte, und damit 5% ihrer Belegschaft, entlassen. Bank of America könnte bis zu 10.000 Jobs streichen, das sind 3,5% ihrer gesamten Mitarbeiter. Citigroup, ABN Amro, Barclays, Bank of New York Mellon, Credit Suisse, Goldman Sachs, HSBC, Lloyds, State Street oder Well Fargo – sie alle haben kürzlich Entlassungen angekündigt.

Wells Fargo plant damit 1,5 Milliarden US-Dollar pro Quartal einzusparen, JPMorgan Chase 1,3 Milliarden pro Jahr. Auch die Bonuszahlungen an die noch verbleibenden Mitarbeiter werden reduziert: Händler könnten 2011 bis zu 15% bis 30% weniger verdienen, Investmentbanker etwa gleich viel oder auch weniger als im Vorjahr, schätzt das Beratungsunternehmen Johnson Associates.

Für die amerikanischen Bankangestellten ist derzeitige Entwicklung nichts Neues: Schon während der Finanzkrise verloren rund 428.000 Banker ihren Job, sagt Moody’s Analytics. Um die neuen Finanzregulierungen und die Zwangspfändungen von Immobilien bewältigen zu können, stellten die US-Banken danach wieder mehr als 10.000 Mitarbeiter ein. Die Lage dreht sich nun: Moody’s schätzt, dass noch dieses Jahr der Beschäftigungsstand wieder auf das Niveau von 2000 absinken wird.

Kommentare

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  1. Horst G Ludwig sagt:

    Nun sind aber Bankangestellte keine Banker sondern vollmundige Frasen die wieder zu neuen Missverständnissen führen. Auch der Einkauf von Billionär Warren in die BoA wird nicht erwähnt, denn der Witz an der ganzen Sache ist, dass die Billionäre der USA es sich nicht leisten können, dass der USD weiterhin an Wert bzw Kaufkraft und Ansehen verliert. Es trifft sozusagen die Richtigen und war abzusehen. Was die sogenannten Analysten und Strategen immer noch nicht ins Gebet ziehen ist die fundamentale Verschuldung mit ihrem Druck auf Rückzahlung, Wachstum und Raubbau und genau deswegen gibt es auch keine Lösung sondern nur weitere vermeidbare Dramen.

  2. Horst G Ludwig sagt:

    Nun sind aber Bankangestellte keine Banker sondern vollmundige Frasen die wieder zu neuen Missverständnissen führen. Auch der Einkauf von Billionär Warren in die BoA wird nicht erwähnt, denn der Witz an der ganzen Sache ist, dass die Billionäre der USA es sich nicht leisten können, dass der USD weiterhin an Wert bzw Kaufkraft und Ansehen verliert. Es trifft sozusagen die Richtigen und war abzusehen. Was die sogenannten Analysten und Strategen immer noch nicht ins Gebet ziehen ist die fundamentale Verschuldung mit ihrem Druck auf Rückzahlung, Wachstum und Raubbau und genau deswegen gibt es auch keine Lösung sondern nur weitere vermeidbare Dramen.

  3. Horst G Ludwig sagt:

    Nun sind aber Bankangestellte keine Banker sondern vollmundige Frasen die wieder zu neuen Missverständnissen führen. Auch der Einkauf von Billionär Warren in die BoA wird nicht erwähnt, denn der Witz an der ganzen Sache ist, dass die Billionäre der USA es sich nicht leisten können, dass der USD weiterhin an Wert bzw Kaufkraft und Ansehen verliert. Es trifft sozusagen die Richtigen und war abzusehen. Was die sogenannten Analysten und Strategen immer noch nicht ins Gebet ziehen ist die fundamentale Verschuldung mit ihrem Druck auf Rückzahlung, Wachstum und Raubbau und genau deswegen gibt es auch keine Lösung sondern nur weitere vermeidbare Dramen.

  4. Horst G Ludwig sagt:

    Nun sind aber Bankangestellte keine Banker sondern vollmundige Frasen die wieder zu neuen Missverständnissen führen. Auch der Einkauf von Billionär Warren in die BoA wird nicht erwähnt, denn der Witz an der ganzen Sache ist, dass die Billionäre der USA es sich nicht leisten können, dass der USD weiterhin an Wert bzw Kaufkraft und Ansehen verliert. Es trifft sozusagen die Richtigen und war abzusehen. Was die sogenannten Analysten und Strategen immer noch nicht ins Gebet ziehen ist die fundamentale Verschuldung mit ihrem Druck auf Rückzahlung, Wachstum und Raubbau und genau deswegen gibt es auch keine Lösung sondern nur weitere vermeidbare Dramen.