Schäuble rechnet mit Griechenland-Pleite

Angeblich haben die Beamten des Finanzministeriums damit begonnen, die Folgen einer Pleite Griechenlands zu berechnen. Vor für Italien und Spanien sollte es dann Geld aus dem EFSF geben – weil die Banken diesen Ländern dann vermutlich keine Kredite mehr gewähren.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble stellt sich nach einem Bericht des „Spiegel“ angeblich bereits auf die Pleite Griechenland sein. Wie das Magazin berichtet, spielen Beamte des Ministeriums alle Szenarien durch, die sich im Falle einer Insolvenz ergeben.

Dabei gibt es offenbar auch Überlegungen, Kreditlinien für Spanien und Italien zu gewähren. Im Falle eines Crashs in Griechenland würde für diese Länder vermutlich der internationale Kreditmarkt austrocknen. Vor allem Italien hängt über Staatsanleihen massiv an Griechenland. Auch viele europäische Banken wären betroffen – insgesamt über 200 Milliarden Dollar schulden die Griechen europäischen Finanzinstitutionen.

Um das Ganze auch schnell über die Bühne zu bringen, solle der europäische Rettungsschirm EFSF rasch mit neuen Kompetenzen ausgestattet werden.

Schäuble geht offenbar davon aus, dass Griechenland in jedem Fall ein Problem darstellen wird – selbst, wenn es zur Drachme zurückkehrt.

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