Griechenland ohne Plan: „Uns geht das Geld aus!”

Die Griechen streiten mit der EU, weil sie gegen die Vereinbarungen zu viele Beamte eingestellt haben. Diese sollen nun wieder entlassen werden. Ministerpräsident Papandreous Problem: Die wird zu einem Volksaufstand führen. Die Opposition will ebenfalls nicht kooperieren. Sie fordert Neuwahlen.

Griechenland versucht alles, um die anstehende Tranche der EU zu bekommen – denn ohne sie ist das Land am Ende: „Die nächste Tranche wackelt, und die Situation ist sehr schwierig. Uns geht das Geld aus.“ Mit diesen Worten zitiert das Wall Street Journal einen leitenden griechischen Regierungsverantwortlichen.

Die Situation ist den Griechen nun offensichtlich über den Kopf gewachsen. Sie agieren ohne erkennbaren Plan. Und je stärker EU-Vertreter an der Daumenschraube drehen, umso weniger Spielraum bleibt den Griechen.

Nun wurde die erst am vergangenen Wochenende als Allheilmittel angepriesene Eigentumssteuer wieder gekippt – weil ihre Wirkungen auf den Haushalt langfristig sein, wenn es überhaupt erkennbare Wirkungen gegeben hätte. Immerhin: Die EU-Troika hatte diesmal vorher erkannt, dass es sich bei der vorgeschlagenen Steuer um einen Pseudo-Maßnahme handelte.

Stattdessen werden nun Massenentlassungen aus dem öffentlichen Dienst diskutiert. Auch hier zeigt sich, dass sich die Griechen nicht an die Vereinbarungen mit der EU gehalten hatten. So waren deutlich mehr neue Mitarbeiter im öffentlichen Dienst angestellt worden als vereinbart. Daher verlangt die EU nun, dass alle Neueinstellungen von 2010 und 2011 zurückgenommen werden. Dann würde es zur Entlassung von 25.000 staatlich Bediensteten kommen. Die Griechen beginnen allerdings auch hier zu feilschen: Sie wollen nur 10.000 Leute entlassen und behaupten, dass die EU der Neueinstellung für den Rest zugestimmt hätte.
In jedem Fall fürchtet die Regierung massive Proteste gegen die Entlassungen und alle weiteren Maßnahmen.

Die Opposition hat es mittlerweile aufgegeben, bei den Reformen mitzuwirken: Der Vorsitzende der konservativen Partei „Neue Demokratie“, sagte in einer Rede in Thessaloniki: „Der einzige Ausweg aus der Sackgasse sind Neuwahlen.“ Über die Rede wurde landesweit ungewöhnlich ausführlich berichtet.

Neuwahlen in Griechenland wären indes gleichbedeutend mit dem Staatsbankrott.

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Kommentare

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  1. Georg Schmachtmann sagt:

    Warum reden alle noch über dieses System?
    Der Kapitalismus war zum scheitern verurteilt.
    Das einzige System das Sinn hat ist Liebe!
    Liebe deinen Nächsten wie dich selbst, aber zuallererst sollte man Gott lieben!
    Wenn man das verstanden hat wird man einsehen, dass jeder das Recht auf sein Stück Land hat, sein Stück Fluss, sein Stück Frucht usw.
    Arbeiten sollte man nicht um zu überleben, sondern um gut zu leben!
    Das überleben hat uns Gott mehr als reichlich geboten, alles wächst und gedeiht für uns!
    Arbeit bedeutet Spass haben an der Arbeit und etwas nützliches vollbringen!
    Diese verlogene verschuldete Welt wird eh nicht mehr lange bestehen denn der Herr Jesus wird bald wiederkommen!

  2. Georg Schmachtmann sagt:

    Warum reden alle noch über dieses System?
    Der Kapitalismus war zum scheitern verurteilt.
    Das einzige System das Sinn hat ist Liebe!
    Liebe deinen Nächsten wie dich selbst, aber zuallererst sollte man Gott lieben!
    Wenn man das verstanden hat wird man einsehen, dass jeder das Recht auf sein Stück Land hat, sein Stück Fluss, sein Stück Frucht usw.
    Arbeiten sollte man nicht um zu überleben, sondern um gut zu leben!
    Das überleben hat uns Gott mehr als reichlich geboten, alles wächst und gedeiht für uns!
    Arbeit bedeutet Spass haben an der Arbeit und etwas nützliches vollbringen!
    Diese verlogene verschuldete Welt wird eh nicht mehr lange bestehen denn der Herr Jesus wird bald wiederkommen!