Griechenland: Verhandlungen mit Troika und viel Konfusion

Die Verhandlungen Griechenlands mit der Troika haben am Montagabend begonnen. Die Griechen verkündeten schon sehr früh, dass die Zeichen für eine Einigung gut stünden – worauf sich die Aktienmärkte in den USA erholten. Tatsächlich ist der Ausgang völlig offen, der Poker könnte sich bis in den Dienstag ziehen.

Vielstimmige Kommentare zum Beginn der entscheidenden Verhandlungsrunde zwischen Griechenland und der Troika. Ein Sprecher der Griechen verkündete den Verhandlungserfolg schon zu Beginn der Verhandlungen. Außer den Aktienmärkten maß dieser Äußerung niemand große Bedeutung bei.
Im Gegenteil: Es scheint völlig unklar, wie man sich einigen will. Der Internationale Währungsfonds (IWF) sagte, Griechenland brauche keine neuen Steuern, sondern bessere Steuereintreibung und tiefe Einschnitte im öffentlichen Dienst.

IWF-Vertreter Bob Traa sagte, dass der öffentliche Dienst effizienter werden müsse. Große Einrichtungen sollten geschlossen werden. Die neue Eigentumssteuer hält er für keine gute Idee. Diese sollte automatisch mit der Stromrechnung eingezogen werden. Dies sei wede politisch noch wirtschaftlich durchzuhalten, sagte Traa. Die BBC berichtet, dass bereits heute 15% der Griechen mit ihrer Stromrechnung in Verzug seien.

Der Vorsitzende der Athener Handelskammer, Constantine Michalos, sagte: Neue Steuern können zum sozialen Kollaps führen. Denn wenn die Griechen die Stromrechnung nicht bezahlen, würde ihnen einfach der Strom abgeschaltet – eine für die meisten unzumutbare Situation.
Beobachter erwarten eine lange Nacht. Die Verhandlungen könnten auch noch am Dienstag fortgesetzt werden.

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