Italien Nord-Süd: Transfers haben nichts gebracht

Experten stellen fest: Die Unterschiede zwischen Nord- und Süditalien sind trotz jahrzehntelanger Transfers genau so groß wie immer. Doch diese Transfer-Union funktioniert – weil sich die Italiener als eine Nation fühlen.

Umberto Bossi, Chef der Lega Nord, will die Aufspaltung Italiens: Er fordert die Gründung eines selbständigen Staates Padanien. Dies ist jedoch politisch unvorstellbar – weil sich die Italiener trotz aller Unterschiede als Nation fühlen. Dennoch ist bemerkenswert: Die jahrzehntelangen Transferzahlungen vom Norden in den Süden haben an der wirtschaftlichen Realität – und damit auch am Wohlstands-Gefälle, nichts geändert.

„Alle Programme, die den Süden stützen sollten, haben bisher nicht viel gebracht und viele der Infrastrukturprogramme werden jetzt teilweise auch dem Sparprogramm zum Opfer fallen“, beurteilt Siegfried Breuer von Germany Trade and Invest die aktuellen Zustände. Liegt beispielsweise die Arbeitslosigkeit im Norden Italiens bei 6 Prozent, so verbucht der Süden sogar 14,1 Prozent. Noch deutlicher zeigt sich der Abgrund in der problematischen Jugendarbeitslosigkeit, die im Norden bei immerhin 22 Prozent, im Süden jedoch bei 40 Prozent liegt.

Ein ähnlich großer Unterschied spiegelt sich auch in den Wachstumsrate für das Jahr 2010 von insgesamt 1,7 Prozent wieder. Der Nordosten (2,1%), der Nordwesten (1,7%) und die Mitte Italiens (1,7%) sind deutlich besser gestellt als der Süden (0,2%), der eher mit einer Stagnation zu kämpfen hat. Die Probleme liegen auf der Hand. Während in Zentralitalien der Dienstleistungsbereich mit Versicherungen und Banken, aber auch die Raumfahrtindustrie für Wirtschaftswachstum sorgen und der Norden, vor allem Lombardei und Emilia-Romagna, den Hauptstandort für die verarbeitende Industrie Italiens darstellt, „ist im Süden praktisch nichts“, so Siegfried Breuer. Vieles sei vor allem auch historisch bedingt, da sich im Norden die freien und wirtschaftlich aktiven Städte entwickeln konnten und im Zentrum Italiens der Vatikanstaat, der eher verschlossen und weniger wirtschaftlich aktiv war, den Ton angab. Der Süden wurde indes lange von Spanien beherrscht hatte so lange kaum die Möglichkeit eine freie Wirtschaft zu entfalten. „Es gibt keine großen Unterschiede zwischen einem Unternehmer in München und einem Unternehmer in Mailand. Norditalien könnte praktisch mit Deutschland gleichziehen.“

Dennoch sei eine Abkoppelung, von der Umberto Bossi und seine Lega Nord seit nunmehr 20 Jahren reden, nur politische Rhetorik. „Padanien ist eben die Idee, von der seine Partei auch lebt, die aber meines Erachtens politisch völlig ausgeschlossen ist.“ Der Zusammenhalt zwischen Nord-, Mittel- und Süditalien sei viel zu fest, als dass bei einer theoretischen Volksabstimmung jemals eine Mehrheit dafür erlangt werden könnte. Viel Lärm um nichts also, der die zwei Regionen mehr auseinanderbringen möchte, als nach Lösungen zu suchen. Italien scheint die wirtschaftlichen Probleme noch nicht so ernst zu nehmen, wenn diese Ideen das politische Tagesgeschäft einiger Parteien bestimmen.

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Kommentare

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  1. Colella Giuseppe sagt:

    Sehr geehrte Damen und Herrn

    Soll Herr Bossi sich auf sein Padagonien was einbilden und Süden und Norden ruhig trennen,mal sehn, wo er vernatische Fiat treue Kunden woanders in der Welt findet die diese Produkte auch kaufen?
    Wo sind die im Süden entstandene Gewinne(legale und illelegale)der meridionalen Wirtschaft und Landwirtschaft?Bei den Nurditalienischen Finanzakteure im Norden überwiesen und ihnen zur besseren Vermarktung überlassen,Was kostet eine Pkw-Versicherung im Jahr ohne jegliche Rückerstattungsmöglichkeit bei Nichtgebrauch?Horrent.Wer kassiert?Versicherungen im Norden.Wo verbleiben die Zulassungskosten ca 500 Euro pro Fahrzeug?.Welcher Masse könnten diese nördlichen Pharmapaten ihre Gifte( zum Teil)meistens aber unwirksam und überteuert,einreden? Was bessers könnte dem Süden gar nicht passieren als sich eher noch vom Norden auch von Rom mit seinem unfähigen Schmarotzertum(weltlichen und geistlichen) zu befreien.Ich halte es mit Friedrich dem Staufer,dieser stellte fest-wenn die alten Propheten Apulien(Süditalien) gesehn hätten,würden Sie nicht Palestina -das gelobte Land nennen.
    MfG
    Colella Giuseppe

  2. Colella Giuseppe sagt:

    Sehr geehrte Damen und Herrn

    Soll Herr Bossi sich auf sein Padagonien was einbilden und Süden und Norden ruhig trennen,mal sehn, wo er vernatische Fiat treue Kunden woanders in der Welt findet die diese Produkte auch kaufen?
    Wo sind die im Süden entstandene Gewinne(legale und illelegale)der meridionalen Wirtschaft und Landwirtschaft?Bei den Nurditalienischen Finanzakteure im Norden überwiesen und ihnen zur besseren Vermarktung überlassen,Was kostet eine Pkw-Versicherung im Jahr ohne jegliche Rückerstattungsmöglichkeit bei Nichtgebrauch?Horrent.Wer kassiert?Versicherungen im Norden.Wo verbleiben die Zulassungskosten ca 500 Euro pro Fahrzeug?.Welcher Masse könnten diese nördlichen Pharmapaten ihre Gifte( zum Teil)meistens aber unwirksam und überteuert,einreden? Was bessers könnte dem Süden gar nicht passieren als sich eher noch vom Norden auch von Rom mit seinem unfähigen Schmarotzertum(weltlichen und geistlichen) zu befreien.Ich halte es mit Friedrich dem Staufer,dieser stellte fest-wenn die alten Propheten Apulien(Süditalien) gesehn hätten,würden Sie nicht Palestina -das gelobte Land nennen.
    MfG
    Colella Giuseppe

  3. Colella Giuseppe sagt:

    Sehr geehrte Damen und Herrn

    Soll Herr Bossi sich auf sein Padagonien was einbilden und Süden und Norden ruhig trennen,mal sehn, wo er vernatische Fiat treue Kunden woanders in der Welt findet die diese Produkte auch kaufen?
    Wo sind die im Süden entstandene Gewinne(legale und illelegale)der meridionalen Wirtschaft und Landwirtschaft?Bei den Nurditalienischen Finanzakteure im Norden überwiesen und ihnen zur besseren Vermarktung überlassen,Was kostet eine Pkw-Versicherung im Jahr ohne jegliche Rückerstattungsmöglichkeit bei Nichtgebrauch?Horrent.Wer kassiert?Versicherungen im Norden.Wo verbleiben die Zulassungskosten ca 500 Euro pro Fahrzeug?.Welcher Masse könnten diese nördlichen Pharmapaten ihre Gifte( zum Teil)meistens aber unwirksam und überteuert,einreden? Was bessers könnte dem Süden gar nicht passieren als sich eher noch vom Norden auch von Rom mit seinem unfähigen Schmarotzertum(weltlichen und geistlichen) zu befreien.Ich halte es mit Friedrich dem Staufer,dieser stellte fest-wenn die alten Propheten Apulien(Süditalien) gesehn hätten,würden Sie nicht Palestina -das gelobte Land nennen.
    MfG
    Colella Giuseppe

  4. Colella Giuseppe sagt:

    Sehr geehrte Damen und Herrn

    Soll Herr Bossi sich auf sein Padagonien was einbilden und Süden und Norden ruhig trennen,mal sehn, wo er vernatische Fiat treue Kunden woanders in der Welt findet die diese Produkte auch kaufen?
    Wo sind die im Süden entstandene Gewinne(legale und illelegale)der meridionalen Wirtschaft und Landwirtschaft?Bei den Nurditalienischen Finanzakteure im Norden überwiesen und ihnen zur besseren Vermarktung überlassen,Was kostet eine Pkw-Versicherung im Jahr ohne jegliche Rückerstattungsmöglichkeit bei Nichtgebrauch?Horrent.Wer kassiert?Versicherungen im Norden.Wo verbleiben die Zulassungskosten ca 500 Euro pro Fahrzeug?.Welcher Masse könnten diese nördlichen Pharmapaten ihre Gifte( zum Teil)meistens aber unwirksam und überteuert,einreden? Was bessers könnte dem Süden gar nicht passieren als sich eher noch vom Norden auch von Rom mit seinem unfähigen Schmarotzertum(weltlichen und geistlichen) zu befreien.Ich halte es mit Friedrich dem Staufer,dieser stellte fest-wenn die alten Propheten Apulien(Süditalien) gesehn hätten,würden Sie nicht Palestina -das gelobte Land nennen.
    MfG
    Colella Giuseppe

  5. Freiheit sagt:

    Abgesehen davon sollte eines bemerkt werden. Das Land Süd-Tirol das 1919 gegen den Willen der Bevölkerung vom restlichen Tirol abgetrennt wurde, und grosse represalien in der Zeit des Faschismus unter Mussolini zu ertragen hatte hatt ein Recht auf Selbstbestimmung. Es stehen heute noch Faschistische Relikte in Bozen, und vielen Städten Süd-Tirols und Italien renoviert diese sogar noch, trotz der Wirtschaftlichen Situation gibt dieser Staat dafür Geld aus, soetwas wäre in Deutschland unvorstellbar.

  6. Freiheit sagt:

    Abgesehen davon sollte eines bemerkt werden. Das Land Süd-Tirol das 1919 gegen den Willen der Bevölkerung vom restlichen Tirol abgetrennt wurde, und grosse represalien in der Zeit des Faschismus unter Mussolini zu ertragen hatte hatt ein Recht auf Selbstbestimmung. Es stehen heute noch Faschistische Relikte in Bozen, und vielen Städten Süd-Tirols und Italien renoviert diese sogar noch, trotz der Wirtschaftlichen Situation gibt dieser Staat dafür Geld aus, soetwas wäre in Deutschland unvorstellbar.

  7. Freiheit sagt:

    Abgesehen davon sollte eines bemerkt werden. Das Land Süd-Tirol das 1919 gegen den Willen der Bevölkerung vom restlichen Tirol abgetrennt wurde, und grosse represalien in der Zeit des Faschismus unter Mussolini zu ertragen hatte hatt ein Recht auf Selbstbestimmung. Es stehen heute noch Faschistische Relikte in Bozen, und vielen Städten Süd-Tirols und Italien renoviert diese sogar noch, trotz der Wirtschaftlichen Situation gibt dieser Staat dafür Geld aus, soetwas wäre in Deutschland unvorstellbar.

  8. Freiheit sagt:

    Abgesehen davon sollte eines bemerkt werden. Das Land Süd-Tirol das 1919 gegen den Willen der Bevölkerung vom restlichen Tirol abgetrennt wurde, und grosse represalien in der Zeit des Faschismus unter Mussolini zu ertragen hatte hatt ein Recht auf Selbstbestimmung. Es stehen heute noch Faschistische Relikte in Bozen, und vielen Städten Süd-Tirols und Italien renoviert diese sogar noch, trotz der Wirtschaftlichen Situation gibt dieser Staat dafür Geld aus, soetwas wäre in Deutschland unvorstellbar.