Europas Banken suchen hektisch Geldgeber in Asien

Europäische Banken bekommen kein Geld mehr an den Finanzmärkten. Deshalb wenden sich viele verzweifelt an reiche Asiaten oder Unternehmen mit gefüllten Kassen. Die Weisung an die Banker lautet: Treibt Cash auf, soviel ihr könnt! Viel mehr als höfliches Interesse konnten sie dabei noch nicht ernten.

Die Lage vieler europäischer Banken wird immer angespannter. Das Interbanken-Geschäft ist praktisch zu Erliegen gekommen. Am Mittwoch beschrieb der Internationale Währungsfonds (IWF) die Lage in einem dramatischen Bericht. Demnach gelten 300 Milliarden Euro als Kredite mit hohem Risiko. Weil die EZB offenbar nicht alle Wünsche erfüllen kann und die Regierungen vor allem in Italien und Frankreich mit dem Rücken zu Wand stehen, haben viele nun eine neue Strategie entwickelt: Reiche asiatische Einzelpersonen und potente Unternehmen sollen den Banken Geld leihen.

Die Strategie sieht allerdings weniger nach einem Plan aus. Viele Aktivitäten tragen panische Züge. So sagte ein in Hong Kong stationierter Banker einer italienischen Bank dem Wall Street Journal: „Der Auftrag von der europäischen Zentrale lautet: Geht raus und treibt Cash auf, soviel ihr könnt.“ Bei diesem Unterfangen habe er zwar einen Deal mit einer japanischen Bank abschließen können, aber die meisten seiner Papier liegen schwer wie Blei in den Regalen – keiner will sie kaufen. Diejenigen Kollegen, die Schrottpapiere verkaufen konnten, erhielten besonderes Lob innerhalb seiner Organisation.

Ein Banker der schon heftig schlingernden Société Générale sagte, sie hätten einige Investments von Langzeit-Kunden erhalten, im Besonderen von Energie- und Rohstoffunternehmen. Die offizielle Lesart der Société Générale liegt auf einer Linie mit den anhaltenden Beschwichtigungen in Frankreich: Man bekomme schon Geld von Unternehmen, und man suche nun eben noch neue.

US-Fonds haben dagegen in großem Stil ihr Kapital aus Europa abgezogen: Seit dem Frühjahr diesen Jahres sollen die Fonds ihr Engagements in europäischen Banken bereits um 20% reduziert haben.

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Mittlerweile wird das Misstrauen auch beim Namen genannt: Die niederländische Rabobank Groep ließ verlauten, dass man immer vorsichtiger werden, anderen Banken Geld zu verleihen – zu groß sei die Ungewissheit wegen der Schrottpapiere von Schuldenstaaten. Wenn überhaupt, so gebe es nur noch kurzfristige Liquiditätshilfen.

NV, said they are growing increasingly cautious about lending money to rival banks. Some banks are turning to the European Central Bank for loans, paying high rates to get the cash. And lenders to banks are only willing to make shorter-term loans.

Nicht alle Asiaten geben sich jedoch zugeknöpft: Im September hielt die japanische Nomura Bank ein Treffen mit europäischen Banken aus Großbritannien, Österreich, Norwegen und Dänemark ab. 124 Investoren waren erschienen.

Mark Leahy, Chef einer Organisation, die Investments bündelt, sagte, dass sie die Europäer vor allem an wohlhabende asiatische Entreprenuers wenden. Diesen werden mit sehr attraktiver Verzinsungen Packages angeboten – augegeben von der Société Générale und der Crédit Agricole.

Tom Lord von Barclays meint, dass die Mehrheit der asiatischen Investoren an das Überleben des Euro glaubt und daher eine Chance sehen, von der Krise zu profitieren. Die meisten der Papiere seien mit Hypotheken und Krediten abgesichert, weil die Banken für diese auch mit ihren Assets bürgen.

In erster Linie geht es den europäischen Banken darum, die Schrottpapiere aus ihren Büchern zu bekommen. Sie bieten den Asiaten an, die Assets weiter zu managen, weil die Asiaten dies aus Mangel an Erfahrung mit Europa nicht selbst machen wollten. Dafür kassieren die Banken dann auch noch satte Gebühren.

Viele wirkliche Deals gibt es jedoch noch nicht: Denn die von den Europäern aufgerufenen Preise sind noch viel zu hoch. Daher freuen sich die Banker schon über das „Interesse“ der Asiaten.

Ob diese am Ende wirklich hochriskante Schrottpapiere kaufen und den europäischen Banken dann auch noch Gebühren für die Verwaltung zahlen, ist eine ganz andere Frage. Es wäre nicht das erste Mal, dass sich die Banker vom Kontinent überschätzen und die zugleich das Urteilsvermögen der Asiaten unterschätzen.

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  1. Hans Kolpak sagt:

    Weltkrieg, Wirtschaftskrieg oder Ölkrieg?
    Die Griechenland-Lüge zum Zweck der Enteignung

    Weitgehend unbeachtet bleibt beim derzeitigen Getöse in den Medien der Reichtum griechischer Bodenschätze. Kurzgefaßt ist das Ziel der griechische Staatsbankrott, um für kleines Geld die griechischen Bodenschätze ausbeuten zu können. Seit rund dreißig Jahren wird dieser Krieg geführt. Wie Norwegen, kann auch Griechenland zu den reichsten Staaten der ganzen Erde gehören. Doch genau das wird bis zum heutigen Tag verhindert.

    Το Νέο ΌΧΙ hat Informationenen in griechischer und englischer Sprache zusammengetragen, um diesen Krieg zugunsten des griechischen Volkes und zugunsten des griechischen Staates zu beenden. Das stellt natürlich die Neue-Welt-Ordnung auf den Kopf, entmachtet die USA und die arabischen Ölförderländer, schwächt die Gold-Förderländer weltweit und verteilt die Karten vieler weiterer Bodenschätze weltweit neu.

    Hans Kolpak
    Deutsche ZivilGesellschaft

  2. Hans Kolpak sagt:

    Weltkrieg, Wirtschaftskrieg oder Ölkrieg?
    Die Griechenland-Lüge zum Zweck der Enteignung

    Weitgehend unbeachtet bleibt beim derzeitigen Getöse in den Medien der Reichtum griechischer Bodenschätze. Kurzgefaßt ist das Ziel der griechische Staatsbankrott, um für kleines Geld die griechischen Bodenschätze ausbeuten zu können. Seit rund dreißig Jahren wird dieser Krieg geführt. Wie Norwegen, kann auch Griechenland zu den reichsten Staaten der ganzen Erde gehören. Doch genau das wird bis zum heutigen Tag verhindert.

    Το Νέο ΌΧΙ hat Informationenen in griechischer und englischer Sprache zusammengetragen, um diesen Krieg zugunsten des griechischen Volkes und zugunsten des griechischen Staates zu beenden. Das stellt natürlich die Neue-Welt-Ordnung auf den Kopf, entmachtet die USA und die arabischen Ölförderländer, schwächt die Gold-Förderländer weltweit und verteilt die Karten vieler weiterer Bodenschätze weltweit neu.

    Hans Kolpak
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  3. Hans Kolpak sagt:

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    Die Griechenland-Lüge zum Zweck der Enteignung

    Weitgehend unbeachtet bleibt beim derzeitigen Getöse in den Medien der Reichtum griechischer Bodenschätze. Kurzgefaßt ist das Ziel der griechische Staatsbankrott, um für kleines Geld die griechischen Bodenschätze ausbeuten zu können. Seit rund dreißig Jahren wird dieser Krieg geführt. Wie Norwegen, kann auch Griechenland zu den reichsten Staaten der ganzen Erde gehören. Doch genau das wird bis zum heutigen Tag verhindert.

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    Hans Kolpak
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  4. Hans Kolpak sagt:

    Weltkrieg, Wirtschaftskrieg oder Ölkrieg?
    Die Griechenland-Lüge zum Zweck der Enteignung

    Weitgehend unbeachtet bleibt beim derzeitigen Getöse in den Medien der Reichtum griechischer Bodenschätze. Kurzgefaßt ist das Ziel der griechische Staatsbankrott, um für kleines Geld die griechischen Bodenschätze ausbeuten zu können. Seit rund dreißig Jahren wird dieser Krieg geführt. Wie Norwegen, kann auch Griechenland zu den reichsten Staaten der ganzen Erde gehören. Doch genau das wird bis zum heutigen Tag verhindert.

    Το Νέο ΌΧΙ hat Informationenen in griechischer und englischer Sprache zusammengetragen, um diesen Krieg zugunsten des griechischen Volkes und zugunsten des griechischen Staates zu beenden. Das stellt natürlich die Neue-Welt-Ordnung auf den Kopf, entmachtet die USA und die arabischen Ölförderländer, schwächt die Gold-Förderländer weltweit und verteilt die Karten vieler weiterer Bodenschätze weltweit neu.

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