Bankenkrise: Erste Bailouts in Frankreich erwartet

Entgegen den seit Wochen vorgetragenen Beteuerungen der französischen Finanzwirtschaft können die Banken des Landes offenbar nicht mehr ohne staatliche Hilfe. Der französische Notenbankpräsident sagte, dass ein im Jahr 2008 eingeführter Mechanismus dazu verwendet werden könnte, die Banken zu retten.

Immer mehr Investoren und Analysten gehen davon aus, dass die französischen Banken angesichts der Bankenkrise staatliche Hilfe zum Überleben brauchen. Der Markt geht von bevorstehenden Bailouts aus, weil der französische Notenbankpräsident Christian Noyer am Wochenende in einem Interview gesagte hatte, ein in der Kriseim Jahr 2008 eingeführter Mechanismus könne im „außergewöhnlichen Fall“ dazu verwenden werden, französische Banken zu retten.

Am Montag haben darauf mindesten fünf Analysten-Papiere die Möglichkeit diskutiert, dass BNP Parisbas, Société Générale, und Crédit Agricole Finanzspritzen brauchen könnten. Eine HSBC-Analyset sagte der Nachrichtenagentur Reuters: „Je länger die Krise dauert, desto wahrscheinlicher wird es, das die französische Regierung in einer Art Schocktherapie versuchen wird, das Vertrauen der Märkte wiederzugewinnen.“

Dies solle nach Ansicht anderer Analysten auch geschehen, wenn die Banken selbst sagen, es sei nicht notwendig. Aufgabe des Staates sei es, die Banken gegen alle Widrigkeiten zu unterstützen.

Die Aktien der französischen Banken waren in den vergangenen Monaten teilweise dramatisch abgestürzt.

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