Griechenland: Showdown zwischen Venizelos und IWF

Während Europa immer noch auf die Rettung Griechenlands hofft, bröckelt offenbar die Gesprächsbasis: Finanzminister Venizelos sprach am Sonntag von einer Botschaft der Unterstützung. IWF-Chefin Christine Lagarde klang dagegen resigniert: „Wenn die Griechen unseren Rat nicht wollen, können wir nichts für sie tun.“

Die Verhandlungen zwischen dem Internationalen Währungsfonds (IWF) und Griechenland entwickeln sich immer mehr zum Showdown. Finanzminister Evangelos Venizelos verkündete am Samstagabend, er habe „eine sehr klare Botschaft zur Unterstützung“ durch den IWF erhalten. Venizelos: „Die Botschaft war sehr klar: Griechenland ist und wird immer ein Mitglied im Euro sein.“ Venizelos sagte dies nach einem Treffen mit Finanzminister Wolfgang Schäuble und anderen europäischen Finanzministern.

Nach einem Bericht der griechischen Zeitung Kathimerini soll dagegen IWF-Chefin Christine Lagarde ungehalten über die griechische Verhandlungstaktik sein. Sie soll gesagt haben: „Wenn die Griechen unseren Rat nicht wollen, können wir nichts für sie tun.“
Venizelos scheint überhaupt eine eigene Sicht der Dinge zu haben: Er sagte, dass die Troika nun von den griechischen Sparmaßnahmen überzeugt sei. Venizelos wörtlich: „Nun wird die Troika nach Athen kommen, die sechste Rate wird überwiesen und die Entscheidungen vom 21. Juli werden implementiert.“ Venizelos verband seine Zuversicht mit der Aufforderung an die Bevölkerung, „ruhig zu bleiben“. Es müsse sich ein Klima der „innenpolitischen Stabilität, des Konsensus und der Mitwirkung durchsetzen“.

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Kommentare

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  1. Petra sagt:

    Klappern gehört nun mal zum Handwerk, aber wer darauf reinfällt ist selbst schuld.

  2. Petra sagt:

    Klappern gehört nun mal zum Handwerk, aber wer darauf reinfällt ist selbst schuld.

  3. Petra sagt:

    Klappern gehört nun mal zum Handwerk, aber wer darauf reinfällt ist selbst schuld.

  4. Petra sagt:

    Klappern gehört nun mal zum Handwerk, aber wer darauf reinfällt ist selbst schuld.