Europa: Banken mitten im Existenzkampf

Die europäischen Banken geraten immer mehr unter Druck: Sie haben in diesem Quartal erst 34 Milliarden Dollar umgeschuldet. Im Frühjahr werden 800 Milliarden Euro fällig, und die Banken finden niemanden, der ihnen die Schrottpapiere abnimmt.

So schlechte Verkaufszahlen gab es in diesem Jahrzehnt noch nie: Kaum jemand will den Banken ihre Schrottpapiere abnehmen. Erst 34 Milliarden Dollar wurden an den Mann gebracht, teilte die Datenerhebungsfirma Decalogic mit. Die meisten davon waren kleinere Tranchen unter 500 Millionen Dollar. Normalerweise waren diese Schuldscheine eine bequeme Form für die Banken, um sich selbst zu finanzieren. Damit tickt für die Banken eine Zeitbombe: Bis spätestens März 2012 müssen neue Käufer für diese Papiere gefunden werden, weil dann die Laufzeiten der alten enden.

Und genau da beginnt der Existenzkampf der Banken: Im gegenwärtigen Marktumfeld trocknet nämlich der Markt aus, weil kein vernünftiger Investor mehr das Risiko der Schrottpapiere eingehen will. Bankenanalysten erklären, dass man um diese Zeit im Jahr üblicherweise in die Refinanzierung für das nächste Jahr in groben Zügen sichergestellt hat. Simon Samuels von Barclays sagte dem Wall Street Journal, dass die Austrocknung der Banken „nicht mehr länger anhalten kann ohne die Industrie zu beschädigen“.

Daher ruhen die Hoffnungen der Banken wieder einmal bei der EZB – und verlagern das Risiko damit letzten Endes an den Steuerzahler. Die EZB hat zwar erklärt, dass sie den Banken kurzfristig unbegrenzt Liquidität zur Verfügung stellen wird. Dies könne aber nur kurzfristig geschehen. Hier tut sich dagegen ein systemischer Fehler auf, der massive Rettungsbemühungen erfordert: Es braucht das doppelte Volumen des ESFS, um die Banken zu retten. Darüber hinaus bleibt dann für niemanden mehr etwas übrig.

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Kommentare

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  1. Livia sagt:

    Früher hat man sich seine Einnahmen in den Tresor oder die Geldtruhe gelegt und davon seine Leute, Einkäufe und wohlüberlegte Investitionen getätigt.
    Die amerikanischen Bauern machten das ab etwa der 2.Hälfre des 19.Jh. umgekehrt, liehen sich für die Entlohnung der Erntearbeiter Geld um es – mit Zins – nach Verkauf der Ernte wieder zurückzuzahlen. Erstens konnten/wollten sich europäische Landwirte ein solches System nicht leisten und zweitens führte das in den USA dazu, daß nach etwa 1922 viele Farmen der Bank gehörten! Das und ähnliche Praxen/Bestrebungen der Bankster kann man in dem Buch „Die Bankiersverschwörung“ nachlesen. (In den USA erstmalig 1954! erschienen)
    Als Dienstleister sollten sich Banken auf die Aufbewahrung und die Fernzahlung von Geld gegen Gebühr beschränken. Alles Andere ist der Anfang vom Übel! Natürlich könnte dann kaum einer auf Pump leben, weil man dann sein Geld erst ansparen müßte, bevor man es ausgeben kann!(Außer, man leiht sich was vom Nachbarn, aber der wird es wohl kaum so leichtfertig tun, wie Banken, deren Geschäft es ja ist. ) Dafür gäbe es aber auch keine Inflation!
    Auch die Begründung, ohne Banken könnten keine wirklich großen Investitionen getätigt werden, hinkt. Schon im Frühmittelalter – wahrscheinlich in die germanische Zeit zurückreichend – gab es in Norddeutschland die Acht, eine Genossenschaft, in der man sich zusammentat, um Projekte durchzuziehen, die für einen alleine zu groß waren. Wahrscheinlich wurden auch alle Wikingerschiffe so finanziert.
    Egal ob ein einzelner sehr reich wurde, oder ob es eine Genossenschaft war, hinter jedem standen Personen – nicht wie heute Institutionen! Großkonzerne wären nach dem Muster nicht möglich – aber brauchen wir die wirklich? Leute wie z.B.Zeiß, Benz und auch Bill Gates haben im Keller, bzw. in der Garage ihre Erfindungen gemacht, die brauchten dazu keinen Konzern!
    Konzerne sind Institutionen, die sich von den Menschen entkoppelt haben – inzwischen sogar von den Völkern – und von denen wir auch nichts Menschliches erwarten sollten. Es hat einmal jemand gesagt, daß er keine Angst vor Personen habe – nur vor Institutionen!
    Mit der Möglichkeit des kleinen Mannes, mit seinem Geld leistungsfrei im Jahr 10€ zu verdienen, hält sich ein System aufrecht, was ansonsten nur Schaden verursacht. Kaum einer macht sich klar, was der Preis für mickrige Sparzinsen und bargeldloses Zahlen ist!
    Dazu gehört nicht nur sinnloses Verschenken von Geld und Dinge tun, die wir uns nicht leisten können, sondern auch die Umweltverschmutzung und Ausbeutung (Ressouchenverschwendung) für Überproduktion und Produktion minderwertiger Qualität, die dann letztendlich im Müll landet. In den 7000 Jahren menschlicher Zivilisationsgeschichte brauchten wir nur in den letzten 60 eine Müllentsorgungsindustrie!

  2. Livia sagt:

    Früher hat man sich seine Einnahmen in den Tresor oder die Geldtruhe gelegt und davon seine Leute, Einkäufe und wohlüberlegte Investitionen getätigt.
    Die amerikanischen Bauern machten das ab etwa der 2.Hälfre des 19.Jh. umgekehrt, liehen sich für die Entlohnung der Erntearbeiter Geld um es – mit Zins – nach Verkauf der Ernte wieder zurückzuzahlen. Erstens konnten/wollten sich europäische Landwirte ein solches System nicht leisten und zweitens führte das in den USA dazu, daß nach etwa 1922 viele Farmen der Bank gehörten! Das und ähnliche Praxen/Bestrebungen der Bankster kann man in dem Buch „Die Bankiersverschwörung“ nachlesen. (In den USA erstmalig 1954! erschienen)
    Als Dienstleister sollten sich Banken auf die Aufbewahrung und die Fernzahlung von Geld gegen Gebühr beschränken. Alles Andere ist der Anfang vom Übel! Natürlich könnte dann kaum einer auf Pump leben, weil man dann sein Geld erst ansparen müßte, bevor man es ausgeben kann!(Außer, man leiht sich was vom Nachbarn, aber der wird es wohl kaum so leichtfertig tun, wie Banken, deren Geschäft es ja ist. ) Dafür gäbe es aber auch keine Inflation!
    Auch die Begründung, ohne Banken könnten keine wirklich großen Investitionen getätigt werden, hinkt. Schon im Frühmittelalter – wahrscheinlich in die germanische Zeit zurückreichend – gab es in Norddeutschland die Acht, eine Genossenschaft, in der man sich zusammentat, um Projekte durchzuziehen, die für einen alleine zu groß waren. Wahrscheinlich wurden auch alle Wikingerschiffe so finanziert.
    Egal ob ein einzelner sehr reich wurde, oder ob es eine Genossenschaft war, hinter jedem standen Personen – nicht wie heute Institutionen! Großkonzerne wären nach dem Muster nicht möglich – aber brauchen wir die wirklich? Leute wie z.B.Zeiß, Benz und auch Bill Gates haben im Keller, bzw. in der Garage ihre Erfindungen gemacht, die brauchten dazu keinen Konzern!
    Konzerne sind Institutionen, die sich von den Menschen entkoppelt haben – inzwischen sogar von den Völkern – und von denen wir auch nichts Menschliches erwarten sollten. Es hat einmal jemand gesagt, daß er keine Angst vor Personen habe – nur vor Institutionen!
    Mit der Möglichkeit des kleinen Mannes, mit seinem Geld leistungsfrei im Jahr 10€ zu verdienen, hält sich ein System aufrecht, was ansonsten nur Schaden verursacht. Kaum einer macht sich klar, was der Preis für mickrige Sparzinsen und bargeldloses Zahlen ist!
    Dazu gehört nicht nur sinnloses Verschenken von Geld und Dinge tun, die wir uns nicht leisten können, sondern auch die Umweltverschmutzung und Ausbeutung (Ressouchenverschwendung) für Überproduktion und Produktion minderwertiger Qualität, die dann letztendlich im Müll landet. In den 7000 Jahren menschlicher Zivilisationsgeschichte brauchten wir nur in den letzten 60 eine Müllentsorgungsindustrie!

  3. Livia sagt:

    Früher hat man sich seine Einnahmen in den Tresor oder die Geldtruhe gelegt und davon seine Leute, Einkäufe und wohlüberlegte Investitionen getätigt.
    Die amerikanischen Bauern machten das ab etwa der 2.Hälfre des 19.Jh. umgekehrt, liehen sich für die Entlohnung der Erntearbeiter Geld um es – mit Zins – nach Verkauf der Ernte wieder zurückzuzahlen. Erstens konnten/wollten sich europäische Landwirte ein solches System nicht leisten und zweitens führte das in den USA dazu, daß nach etwa 1922 viele Farmen der Bank gehörten! Das und ähnliche Praxen/Bestrebungen der Bankster kann man in dem Buch „Die Bankiersverschwörung“ nachlesen. (In den USA erstmalig 1954! erschienen)
    Als Dienstleister sollten sich Banken auf die Aufbewahrung und die Fernzahlung von Geld gegen Gebühr beschränken. Alles Andere ist der Anfang vom Übel! Natürlich könnte dann kaum einer auf Pump leben, weil man dann sein Geld erst ansparen müßte, bevor man es ausgeben kann!(Außer, man leiht sich was vom Nachbarn, aber der wird es wohl kaum so leichtfertig tun, wie Banken, deren Geschäft es ja ist. ) Dafür gäbe es aber auch keine Inflation!
    Auch die Begründung, ohne Banken könnten keine wirklich großen Investitionen getätigt werden, hinkt. Schon im Frühmittelalter – wahrscheinlich in die germanische Zeit zurückreichend – gab es in Norddeutschland die Acht, eine Genossenschaft, in der man sich zusammentat, um Projekte durchzuziehen, die für einen alleine zu groß waren. Wahrscheinlich wurden auch alle Wikingerschiffe so finanziert.
    Egal ob ein einzelner sehr reich wurde, oder ob es eine Genossenschaft war, hinter jedem standen Personen – nicht wie heute Institutionen! Großkonzerne wären nach dem Muster nicht möglich – aber brauchen wir die wirklich? Leute wie z.B.Zeiß, Benz und auch Bill Gates haben im Keller, bzw. in der Garage ihre Erfindungen gemacht, die brauchten dazu keinen Konzern!
    Konzerne sind Institutionen, die sich von den Menschen entkoppelt haben – inzwischen sogar von den Völkern – und von denen wir auch nichts Menschliches erwarten sollten. Es hat einmal jemand gesagt, daß er keine Angst vor Personen habe – nur vor Institutionen!
    Mit der Möglichkeit des kleinen Mannes, mit seinem Geld leistungsfrei im Jahr 10€ zu verdienen, hält sich ein System aufrecht, was ansonsten nur Schaden verursacht. Kaum einer macht sich klar, was der Preis für mickrige Sparzinsen und bargeldloses Zahlen ist!
    Dazu gehört nicht nur sinnloses Verschenken von Geld und Dinge tun, die wir uns nicht leisten können, sondern auch die Umweltverschmutzung und Ausbeutung (Ressouchenverschwendung) für Überproduktion und Produktion minderwertiger Qualität, die dann letztendlich im Müll landet. In den 7000 Jahren menschlicher Zivilisationsgeschichte brauchten wir nur in den letzten 60 eine Müllentsorgungsindustrie!

  4. Livia sagt:

    Früher hat man sich seine Einnahmen in den Tresor oder die Geldtruhe gelegt und davon seine Leute, Einkäufe und wohlüberlegte Investitionen getätigt.
    Die amerikanischen Bauern machten das ab etwa der 2.Hälfre des 19.Jh. umgekehrt, liehen sich für die Entlohnung der Erntearbeiter Geld um es – mit Zins – nach Verkauf der Ernte wieder zurückzuzahlen. Erstens konnten/wollten sich europäische Landwirte ein solches System nicht leisten und zweitens führte das in den USA dazu, daß nach etwa 1922 viele Farmen der Bank gehörten! Das und ähnliche Praxen/Bestrebungen der Bankster kann man in dem Buch „Die Bankiersverschwörung“ nachlesen. (In den USA erstmalig 1954! erschienen)
    Als Dienstleister sollten sich Banken auf die Aufbewahrung und die Fernzahlung von Geld gegen Gebühr beschränken. Alles Andere ist der Anfang vom Übel! Natürlich könnte dann kaum einer auf Pump leben, weil man dann sein Geld erst ansparen müßte, bevor man es ausgeben kann!(Außer, man leiht sich was vom Nachbarn, aber der wird es wohl kaum so leichtfertig tun, wie Banken, deren Geschäft es ja ist. ) Dafür gäbe es aber auch keine Inflation!
    Auch die Begründung, ohne Banken könnten keine wirklich großen Investitionen getätigt werden, hinkt. Schon im Frühmittelalter – wahrscheinlich in die germanische Zeit zurückreichend – gab es in Norddeutschland die Acht, eine Genossenschaft, in der man sich zusammentat, um Projekte durchzuziehen, die für einen alleine zu groß waren. Wahrscheinlich wurden auch alle Wikingerschiffe so finanziert.
    Egal ob ein einzelner sehr reich wurde, oder ob es eine Genossenschaft war, hinter jedem standen Personen – nicht wie heute Institutionen! Großkonzerne wären nach dem Muster nicht möglich – aber brauchen wir die wirklich? Leute wie z.B.Zeiß, Benz und auch Bill Gates haben im Keller, bzw. in der Garage ihre Erfindungen gemacht, die brauchten dazu keinen Konzern!
    Konzerne sind Institutionen, die sich von den Menschen entkoppelt haben – inzwischen sogar von den Völkern – und von denen wir auch nichts Menschliches erwarten sollten. Es hat einmal jemand gesagt, daß er keine Angst vor Personen habe – nur vor Institutionen!
    Mit der Möglichkeit des kleinen Mannes, mit seinem Geld leistungsfrei im Jahr 10€ zu verdienen, hält sich ein System aufrecht, was ansonsten nur Schaden verursacht. Kaum einer macht sich klar, was der Preis für mickrige Sparzinsen und bargeldloses Zahlen ist!
    Dazu gehört nicht nur sinnloses Verschenken von Geld und Dinge tun, die wir uns nicht leisten können, sondern auch die Umweltverschmutzung und Ausbeutung (Ressouchenverschwendung) für Überproduktion und Produktion minderwertiger Qualität, die dann letztendlich im Müll landet. In den 7000 Jahren menschlicher Zivilisationsgeschichte brauchten wir nur in den letzten 60 eine Müllentsorgungsindustrie!

  5. Helmut Josef Weber sagt:

    Ja- Geld drucken, wo soll es sonst, neben der „normalen“ weiteren Schuldenerhöhung herkommen.

    Nachfolgenden Kommentar von mir, wurde im August 2009 im Handelsblatt veröffentlicht.
    Wie könnte man ihn aktualisieren?

    Wenn bis 2014 (EU-weit) die fälligen 3 Billionen refinanziert sind und hunderte von Milliarden neue Schulden entstanden sind, dann sehen wir weiter.
    Sein wir ehrlich: Jeder weiß, dass es in einem Desaster enden wird.
    Aber wir möchten alle noch vorher schnell unser kleines Vermögen retten, bzw. in Sicherheit bringen.
    Ich habe für die bald ungültigen Euroscheine Gold und Silber gekauft und Ihr?
    Immobilien?
    Aktien?
    Wirklich gekniffen sind die kleinen Sparbuchbesitzer, die mit ihren fasst 5 Billionen die Zeche bezahlen müssen; egal ob durch eine Währungsreform oder galoppierende Inflation.
    Die Anderen machen dann dort weiter, wo sie vor der Währungsreform aufgehört haben.
    Altes Spiel, neues Glück, neues Geld, neue Milliardengewinne und neue Boni.
    Und der geplünderte Sparbuchbesitzer schaut zu und versteht wieder einmal die Welt nicht mehr und legt ein neues Sparbuch an.
    Nach 1 bis 2 Generationen, wird er die Welt wieder nicht verstehen.

    Viele Grüße
    H. J. Weber

  6. Helmut Josef Weber sagt:

    Ja- Geld drucken, wo soll es sonst, neben der „normalen“ weiteren Schuldenerhöhung herkommen.

    Nachfolgenden Kommentar von mir, wurde im August 2009 im Handelsblatt veröffentlicht.
    Wie könnte man ihn aktualisieren?

    Wenn bis 2014 (EU-weit) die fälligen 3 Billionen refinanziert sind und hunderte von Milliarden neue Schulden entstanden sind, dann sehen wir weiter.
    Sein wir ehrlich: Jeder weiß, dass es in einem Desaster enden wird.
    Aber wir möchten alle noch vorher schnell unser kleines Vermögen retten, bzw. in Sicherheit bringen.
    Ich habe für die bald ungültigen Euroscheine Gold und Silber gekauft und Ihr?
    Immobilien?
    Aktien?
    Wirklich gekniffen sind die kleinen Sparbuchbesitzer, die mit ihren fasst 5 Billionen die Zeche bezahlen müssen; egal ob durch eine Währungsreform oder galoppierende Inflation.
    Die Anderen machen dann dort weiter, wo sie vor der Währungsreform aufgehört haben.
    Altes Spiel, neues Glück, neues Geld, neue Milliardengewinne und neue Boni.
    Und der geplünderte Sparbuchbesitzer schaut zu und versteht wieder einmal die Welt nicht mehr und legt ein neues Sparbuch an.
    Nach 1 bis 2 Generationen, wird er die Welt wieder nicht verstehen.

    Viele Grüße
    H. J. Weber