Französische Banken werden ihre Assets nicht los

Im gegenwärtigen Marktumfeld ist es offenbar unmöglich, für Teile der französischen Banken Käufer zu finden. Mit dieser Notmassnahme wollten zwei Großbanken die staatliche Hilfe vermeiden. Es dürfte jedoch nicht reichen.

Die französischen Großbanken BNP Paribas und Société Générale SA haben angekündigt, einen Großteil ihrer Assets verkaufen zu wollen, um ihre Bilanzen zu verbessern. Trotz eines Rebound in den Aktienkursen haben alle franzöischen Banken im Jahr 2011 massiv an Wert verloren.

Weil die Banken es bisher zumindest offiziell ablehnen, vom Staat finanzielle Hilfen in Anspruch zu nehmen, wollen sie Teile der Unternehmen verkaufen.

Offenbar interessiert sich jedoch niemand im Markt für diese Assets. Das Wall Street Journal zitiert Jorge Mayo von der Royal Bank of Scotland: „Dies ist kein sehr einfacher Markt um Assets zu verkaufen.“

Analysten zweifeln, dass es den Banken gelingen wird, auf diesem Weg ihre Probleme zu lösen. Experten von P. Morgan Cazenove sagen, dass der einzige Wert der Rettung ein staatlicher Bailout wäre. Der französische Notenbankchef hält einen solchen für im äußersten Notfall denkbar.

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