Amerikaner kaufen kurzlebige Wirtschaftsgüter

Während die US-Banken mit ihrem schlechtesten Wirtschaftsjahr seit 1938 rechnen, stiegen die Aufträge für amerikanische Gebrauchsgüter im August. Produkte mit einer Mindestlaufzeit von drei Jahren – also alles vom Toaster bis zum Flugzeug – bleiben dagegen Ladenhüter.

Am Mittwoch verkündete das US-amerikanische Wirtschaftsministerium, dass die Auftragseingänge für amerikanische Gebrauchsgüter im August um 1,1 Prozent gestiegen seien, der höchste Wert seit drei Monaten. Im Juli waren sie noch um 0,2 Prozent gefallen. Experten rechneten mit einem Wachstum von höchstens 0,3 Prozent. Der solide Anstieg der Investitionen und die Lieferung von Kapitalgütern, die mit 2,8 Prozent so hoch war wie zuletzt im März, veranlassten sogar einige Ökonomen, ihre Erwartungen für das Wirtschaftswachstum im dritten Quartal nach oben zu korrigieren. J. P. Morgan korrigierte ihre Vorhersage für das jährliche Wachstum des BIP von zuletzt 1,0 Prozent auf 1,5 Prozent. „Wir denken, dass große Unternehmen so gut aufgestellt sind, dass sie trotz geringer Zuversicht weiter ausbauen“, sagte Ian Shepherdson, Chef-Ökonom von High Frequency Economics New York.

Verlierer waren Produkte von einer Mindestlebenszeit von drei Jahren, vom Toaster bis zum Flugzeug. Sie sanken leicht um 0,1 Prozent auf 4,1 Prozent. Mit 8,5 Prozent ebenfalls rückläufig sind die Aufträge für Kraftfahrzeuge und Kraftfahrzeugsteile. Sie verbuchten den schlechtesten Wert seit Februar 2010. Hinzu kommt, dass Wirtschaft weiterhin in Maschinen und Maschinenanlagen investiert, jedoch hinsichtlich der außerlandwirtschaftlichen Anstellungen von neuen Mitarbeitern nicht investiert, zum ersten Mal in diesem Jahr.

Doch die Zuversicht hinsichtlich der wachsenden Zahlen der Auftragseingänge überwiegt. „Unternehmen wollen noch immer trotz der momentanen Unbeständigkeit des Finanzmarktes mit ihren Investitionen fortfahren“, beurteilt Neil Dutta, Ökonom der Bank of America Corp. in New York, die Zahlen. Es bestand, so Neil Dutta, immer das Risiko, dass diese Unruhe zu einem Rückzug des Handels führen könnte. „Im Moment gibt es keine aussagekräftigen Hinweise dafür, dass so etwas passieren könnte“.

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