Bernanke: Arbeitslosigkeit in den USA ist eine „nationale Krise“

Obwohl die Arbeitslosenquote im vergangenen Monat in zwei Dritteln der US-amerikanischen Städte sank, ist die Arbeitslosenquote von fast 9,1 Prozent, die das Arbeitsministerium am 28. September mitteilte, sehr beunruhigend und „unerhört“.

Seit April 2009 liegt die Arbeitslosenquote bei rund neun Prozent in den USA. „Diese Arbeitslosigkeit, die Jobsituation, die wir haben, ist wirklich eine nationale Krise“, sagte Ben S. Bernanke, Präsident der FED, bei Rede in Cleveland. „Wir haben schon seit ein paar Jahren fast 10 Prozent Arbeitslosigkeit. Und von den Menschen, die arbeitslos sind, haben 45 Prozent seit sechs Monaten und länger keine Arbeit. Das ist unerhört.“ Im August blieb die Arbeitslosenquote wie im Vormonat insgesamt bei 9,1 Prozent. Zum ersten Mal in diesem Jahr wurden im außerlandwirtschaftlichen Bereich keine neuen Mitarbeiter eingestellt.

Es war Ben Bernankes erste Rede seit die FED am 21. Juli ankündigte, sie wolle Kurzzeit-Papiere im Wert von 400 Mrd. Dollar aus ihrem Portfolio durch Langzeit-Staatsanleihen ersetzen, um die Kreditkosten zu reduzieren und die erlahmende Wirtschaft zu stärken. Dennoch gab er zu bedenken, dass reine Geldpolitik kein Allheilmittel sei und es zweifellos Bereiche gäbe, wo eine andere Politik Erfolg haben könne. So könne eine starke Wohnungspolitik dazu beitragen, dass sich der Wohnungsmarkt erhole, und die Erfahrungen in den neuen Märkten hätten gezeigt, „dass einerseits die private Kapitalbildung bei gleichzeitiger Förderung durch notwendige öffentliche Investitionen gestärkt werden müsse.“

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