Britischer Premier Cameron warnt vor Auseinanderbrechen der Eurozone

Das Ende der Eurozone wäre auch „sehr schlecht“ für Großbritannien. Er fordert Milliardenhilfen für die europäischen Banken – strukturelle Änderungen wie eine Fiskalunion könnten später kommen.

In einem Interview mit der BBC sagte der britische Premierminister David Cameron, dass das Auseinanderbrechen der Eurozone „sehr schlecht“ für die britische Wirtschaft wäre. Nicht nur Kontinentaleuropa, auch Großbritannien seien bedroht. Er forderte rasche Entscheidungen von den europäischen Politikern. Weil 40% der britischen Exporte in die Eurozone gingen, könne sich sein Land nicht gegen die Krise abschotten.

Cameron sagte, seine Regierung habe sehr klare Vorstellungen, was zu tun sei. Nachdem er ausführte, dass er gemeinsam mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) Druck auf Europa ausüben wollen, können diese „klaren Vorstellungen“ wohl dahingehend gedeutet werden, dass die Europäer den EFSF-Rettungsschirm weiter dramatisch ausweiten sollten. Cameron schlug auch vor, dass der IWF eine größere Rolle in Europa spielen solle.

Cameron will natürlich vor allem die Banken schützen. Er sagte, es sei notwendig, „in den kommenden Wochen die Banken zu stärken, die Eurozone abzuschirmen, und entschieden mit der Staatsverschuldung umzugehen“. Dies sei vordringlich, eine neue Struktur wie etwa eine Fiskalunion solle im Anschluss an das nächste Rettungspaket in Angriff genommen werden. London ist als wichtigster europäischer Finanzplatz eng mit den europäischen Banken verflochten. Probleme bei Europas Banken bedeutet automatisch auch Ärger für die „City“.

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