Chinas Premier rüffelt EU-Ratspräsident van Rompuy

Große Nervosität in Peking: In ungewöhnlich scharfer Form hat Premier Wen Jiabao den europäischen Ratspräsidenten Herman van Rompuy aufgefordert, endlich zu handeln und das Verwerfungen im Euro-Raum zu verhindern.

China verliert die Geduld mit den Europäern. Nachdem die Chinesen schon vor längerer Zeit klargemacht haben, dass sie diesmal nicht als Retter des Westens auftreten werden, hat der chinesische Premier Wen Jiabao nun den Ratspräsidenten Herman van Rompuy in scharfen Worten aufgefordert, endlich zu handeln.

Die offizielle Nachrichtenagentur Xinhua zitiert Wen mit den Worten, Europas Führer sollten ihren „Willen dafür einsetzen“, den Euro zu stabilisieren und das Vertrauen der Märkte wiederherzustellen. Van Rompuy hatte wegen des verlängerten Krisengipfels seine Teilnahme an einem Gipfel in Peking abgesagt.

Wen sagte van Rompuy: „Die drängendste Aufgabe besteht darin, nun Maßnahmen zu ergreifen, die eine Ausbreitung der Krise verhindern, um Turbulenzen an den Finanzmärkten, eine Rezession und Verwerfungen im Euro-Raum zu vermeiden.“

Zuvor hatten schon die Briten und US-Präsident Barack Obama in deutlichen Worten zum Ausdruck gebracht, dass sie jetzt Handlungen der Europäer sehen wollen. Finanziell wollen sich weder die Amerikaner noch die Briten an der Rettung des Euro beteiligen.

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