Französische Börsenaufsicht alarmiert Banken

Die Französische Bankenaufsicht läutet die Alarmglocken: Die Banken müssten umgehend höhere Wertberichtigungen ihrer griechischen Schrottpapiere vornehmen. Die französische Notenbank soll ebenfalls eine Warnung an die Banken gerichtet haben.

(22.10.2011)

Die französische Börsenaufsicht Autorité des Marchés Financiers (AMF) hat die Banken des Landes aufgefordert, umgehend Wertberichtigungen der von ihnen gehaltenen griechischen Staatsanleihen vorzunehmen. Frankreichs Banken haben, anders als jene in Deutschland und Großbritannien, nur die im Juli vereinbarten 21% in ihren Büchern. Sie waren dafür bereits von Hans Hoogervorst, dem Vorsitzenden des International Accounting Standards Board, gerügt worden.

Die AMF sagte, dass die Zahlen angesichts der sich dramatisch verschlechternden Lage in Griechenland nicht zu halten seien. Über die Höhe der Wertberichtigungen machte die AMF keine Vorschläge. Es sei Sache des Managements der Banken, eine verantwortungsbewußte Einschätzung vorzunehmen.

Vor allem die französischen Großbanken halten noch einen erheblichen Anteil an griechischen Schrottpapieren. Sie waren im August bereits von den Börsen mit massiven Kursverlusten bestraft worden.

Die französische Notenbank soll am Freitag ebenfalls einen Warn-Brief an die Banken geschrieben haben, wollte sich jedoch dazu nicht äußern.

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