Griechisches Staats-TV bekommt weiter 300 Millionen Euro jährlich

Heilige Kuh: Der staatliche griechische Fernsehsender ERT erhält weiterhin jährlich 300 Millionen Euro in Form einer "Sondersteuer", die automatisch von der Stromrechnung abgezogen wird. Für viele Griechen ist das ein Skandal.

Während die griechische Regierungen der Troika unablässige neue „Prognosen“ vorlegt, die einzuhalten sie „gewillt“ ist, erregen sich viele Griechen über weiter bestehende, geradezu absurde Privilegien. So erhält der Hellenische Rundfunk Anstalt (ERT) jedes Jahr eine Sondersteuer in der Höhe von 300 Millionen Euro. Diese wird, ohne dass das Unternehmen irgendwo Rechenschaft ablegen müsste, mit der Stromrechnung abgebucht – unabhängig, ob jemand überhaupt ein TV-Gerät zu Hause hat.

Die Zeitung Kathimerini fordert nun, diese Steuer unverzüglich um mindestens die Hälfte zu kürzen. Auch mit 150 Millionen Euro im Jahr könne die ERT bestens überleben. Die 300 Millionen, die sie jetzt erhält, entsprechen den Gesamtumsätzen aller lokalen privaten Fernsehsender. Es sei den Griechen nicht zuzumuten, dass ihnen nun auch noch die neue Eigentumssteuer auferlegt werde, und sie weiterhin für eine derart exorbitante Finanzierung einer Rundfunkanstalt aufkommen müssten. Dass Ministerpräsident Papandreous Regierung die Kürzung nicht schon längst vorgenommen habe, zeige, dass dieser Regierung unfähig zu sein, wie eine Krisenregierung zu denken und zu handeln. Dies wäre eine sinnvollere Maßnahme als all die „sensationellen Versprechungen der jüngsten Vergangenheit, die ohnehin keinen mehr überzeugen können.“

Vermutlich wäre es tatsächlich empfehlenswert, wenn die Regierung Papandreou in diesem Fall auf wohlwollende Berichterstattung verzichten würde, um den eigenen Bürgern wenigstens ein Schritt entgegenzukommen.

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Kommentare

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  1. Karl-Heinz sagt:

    Ist doch logisch.

    Regierungspropaganda kann man nur zuverlässig und unwidersprochen verbreiten, wenn man sein eigenes Staatsmedium hat.

    Ist doch bei uns genauso. Siehe Bestelljournalist Günther Jauch.
    http://www.youtube.com/watch?v=sMK0vPUwe-w

  2. Karl-Heinz sagt:

    Ist doch logisch.

    Regierungspropaganda kann man nur zuverlässig und unwidersprochen verbreiten, wenn man sein eigenes Staatsmedium hat.

    Ist doch bei uns genauso. Siehe Bestelljournalist Günther Jauch.
    http://www.youtube.com/watch?v=sMK0vPUwe-w

  3. Karl-Heinz sagt:

    Ist doch logisch.

    Regierungspropaganda kann man nur zuverlässig und unwidersprochen verbreiten, wenn man sein eigenes Staatsmedium hat.

    Ist doch bei uns genauso. Siehe Bestelljournalist Günther Jauch.
    http://www.youtube.com/watch?v=sMK0vPUwe-w

  4. Karl-Heinz sagt:

    Ist doch logisch.

    Regierungspropaganda kann man nur zuverlässig und unwidersprochen verbreiten, wenn man sein eigenes Staatsmedium hat.

    Ist doch bei uns genauso. Siehe Bestelljournalist Günther Jauch.
    http://www.youtube.com/watch?v=sMK0vPUwe-w

  5. Cangrande sagt:

    300 Millionen?
    Unsere Staatssender kriegen, wenn ich nicht irre, 8 Milliarden. Und wollen demnächst schon wieder mehr Geld haben.
    3 Milliarden wäre mehr als ausreichend für eine informationelle Grundversorgung!
    Aber wir haben’s ja – für GIPSIs (Griechenland, Irland, Portugal, Spanien, Italien …..) ebenso wie für unser eigenes fettes Fernsehvolk.

  6. Cangrande sagt:

    300 Millionen?
    Unsere Staatssender kriegen, wenn ich nicht irre, 8 Milliarden. Und wollen demnächst schon wieder mehr Geld haben.
    3 Milliarden wäre mehr als ausreichend für eine informationelle Grundversorgung!
    Aber wir haben’s ja – für GIPSIs (Griechenland, Irland, Portugal, Spanien, Italien …..) ebenso wie für unser eigenes fettes Fernsehvolk.

  7. Cangrande sagt:

    300 Millionen?
    Unsere Staatssender kriegen, wenn ich nicht irre, 8 Milliarden. Und wollen demnächst schon wieder mehr Geld haben.
    3 Milliarden wäre mehr als ausreichend für eine informationelle Grundversorgung!
    Aber wir haben’s ja – für GIPSIs (Griechenland, Irland, Portugal, Spanien, Italien …..) ebenso wie für unser eigenes fettes Fernsehvolk.

  8. Cangrande sagt:

    300 Millionen?
    Unsere Staatssender kriegen, wenn ich nicht irre, 8 Milliarden. Und wollen demnächst schon wieder mehr Geld haben.
    3 Milliarden wäre mehr als ausreichend für eine informationelle Grundversorgung!
    Aber wir haben’s ja – für GIPSIs (Griechenland, Irland, Portugal, Spanien, Italien …..) ebenso wie für unser eigenes fettes Fernsehvolk.