Studie: Deutsche Entscheider und Rentner sind extrem pessimistisch

Fast zwei Drittel der jungen Menschen in Deutschland glauben an eine florierende Zukunft. Ganz anders ist das bei Menschen über 45 Jahren, wo weniger als ein Drittel eine positive Entwicklung Deutschlands sieht. Ältere Deutsche sind damit auch deutlich pessimistischer als Briten oder Amerikaner im gleichen Alter.

Deutsche bewerten ihr eigenes Leben im Durchschnitt schlechter als Menschen in Großbritannien oder den USA. Das zeigt der aktuelle „Germany Gallup-Healthways Well-Being Index“. Mit 41,4% sehen nur weniger als die Hälfte aller Deutschen ihr derzeitiges und zukünftiges Leben als „gut“ oder „erfolgreich“. 52% der Briten und 52,9% der Amerikaner sehen hingegen der Zukunft durchwegs positiv entgegen. Besonders viele Deutsche geben an, dass sie derzeit „kämpfen“ müssen um zu überleben, deutlich mehr Deutsche als Amerikaner und Briten sehen sich selbst als „leidend“.

Die Straßenkämpfe britischer Jugendliche mit der Polizei vor wenigen Monaten, oder die „Generation Internet“, die im arabischen Raum ganze Diktaturen zum Einsturz brachten, malen ein Bild der verzweifelten Jugend. Auffallend ist aber, dass jüngere Menschen in Deutschland zwischen 18 und 44 noch ebenso positiv denken wie Briten und Amerikaner. Um die 63% aller jungen Menschen bis 29 Jahre – also fast zwei Drittel der Altergruppe – glauben an eine florierende Zukunft.

Der Kern des deutschen „Wutbürgertums“ liegt woanders: Bei den Menschen, die als die „goldene Generation“ beschrieben werden. Menschen ab 45 Jahren – entweder schon in Rente, oder als „Baby Boomer“ kurz davor. Nur mehr 34,8% aller Deutschen zwischen 45 und 64 Jahren glauben an eine blühende Zukunft. Bei den Deutschen die älter als 65 Jahre sind, liegt diese Zahl nur mehr bei 24,7%. In den USA und Großbritannien sehen auch in diesen Altersgruppen mehr als 40% die Zukunft positiv.

Unterschiede im Wohlfühlverhalten gibt es in Deutschland auch nach Einkommensniveau und nach Wohnort. So sind gut verdienende Deutsche deutlich optimistischer als schlecht bezahlte Menschen, wo im Durchschnitt nur mehr 20% an eine gute Zukunft glauben. Ähnlich niedrig liegt die Zahl der Optimisten in Ostdeutschland: Dort glauben nur 28,2% der Menschen an positive Entwicklungen in Deutschland.

Die hohe Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland ist ein Problem und kann die jungen Menschen auf die Barrikaden bringen. Die Quelle der wahren Unzufriedenheit liegt aber bei den Menschen, die sich am meisten in Sicherheit wiegen könnten: Den Deutschen am Höhepunkt ihres Berufslebens oder den gut versorgten Rentnern. Ein gefährlicher Multiplikator, wenn die derzeitigen Entscheider aus Wirtschaft, Medien, Kultur oder Politik selbst nicht an die eigene Zukunft glauben.

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Kommentare

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  1. Karl-Heinz sagt:

    Optimisten sind Pessimisten ohne Erfahrung.

    Nur wer den sich ständig wiederholenden Betrug nach Wahlen, bei Lohnverhandlungen, Regierungserklärungen, Statistiken, etc erlebt und was noch wichtiger ist, nicht nach 3 Tagen wieder vergessen hat, kann sich ein realistisches Urteil bilden.

    Ideal, wenn man dann noch die Gegenwartsgeschichte analysiert.

    Jede anders begründete Meinung ist einfach nur naiv.

  2. Karl-Heinz sagt:

    Optimisten sind Pessimisten ohne Erfahrung.

    Nur wer den sich ständig wiederholenden Betrug nach Wahlen, bei Lohnverhandlungen, Regierungserklärungen, Statistiken, etc erlebt und was noch wichtiger ist, nicht nach 3 Tagen wieder vergessen hat, kann sich ein realistisches Urteil bilden.

    Ideal, wenn man dann noch die Gegenwartsgeschichte analysiert.

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  3. Karl-Heinz sagt:

    Optimisten sind Pessimisten ohne Erfahrung.

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  4. Karl-Heinz sagt:

    Optimisten sind Pessimisten ohne Erfahrung.

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    Ideal, wenn man dann noch die Gegenwartsgeschichte analysiert.

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