Asmussen will Banken-Rettungsfonds wieder aktivieren

Nach dem Bekenntnis von Bundeskanzlerin Angela Merkel, die europäischen Banken retten zu wollen, kündigte Finanzstaatssekretär Jörg Asmussen an, den deutschen Banken-Rettungsfonds wieder zu aktivieren. Eine grundlegende Lösung der Bankenkrise auf europäischer Ebene ist weiter nicht in Sicht.

Jörg Asmussen, Staatssekretär im Finanzministerium, sagte der Financial Times, die Regierung müsse strauchelnde Banken schneller auffangen. Er sagte, das Finanzministerium prüft zu diesem Zweck Reaktivierung des Banken-Rettungsfonds. Dieser war bei der vorangegangen Krise etabliert worden und hatte seine Arbeit eigentlich Ende vergangenen Jahres bereits eingestellt. Asmussen sagte: “Mit diesem Fonds können Banken um frisches Kapital ansuchen und somit weiter operieren.”

Die Rettung der Banken scheint also nun wieder ein vordringliches Anliegen der Bundesregierung zu sein. Das Problem werden jedoch nicht nur die deutschen Banken sein. Vor allem in Frankreich, Italien und Spanien kämpfen große Institute mit einem dramatischen Vertrauensverlust. Daher ist der Plan, den europäischen Rettungsschirm EFSF für die Bankenrettung zu verwenden. Allerdings wird dieser Fonds die geplanten 440 Milliarden Euro erst frühestens in einigen Wochen zur Verfügung haben.

Wie diese Zeit überbrückt werden soll ist unklar. Klar ist jedoch, dass frisches Kapital in Banken, die sich mit Schrottpapieren verspekuliert haben, in einer gemeinsamen europäischen Aktion aufgetrieben werden soll. Frankreichs Finanzminister François Baroin sagte dem Radiosender RTL: “Die Antwort, wenn sie gegeben werden muss, wird europäisch sein, sie wird kollektiv sein, und sie wird nicht französisch sein.”

Damit droht die Währungs- und Schuldenunion auch zu einer europäischen Bankenrettungs-Union zu werden. Die grundlegenden Fehler der Verschuldung in Europa werden damit nach Ansicht aller Experten nicht gelöst werden. Asmussens Ankündigung kann lediglich als vorsichtiges Eingeständnis gewertet werden, dass es auch den deutschen Banken bei weitem nicht so gut geht wie bisher behauptet.

Mehr zum Thema:
Griechenland-Pleite: EU bereitet Bankenrettung vor
Frankreichs Notenbank-Chef: Sorge um Banken ist übertrieben
Bank of America: Droht nun die Mega-Pleite?
Deutscher Banken-Lobbyist sieht keine Bankenkrise

Kommentare

Dieser Artikel hat 16 Kommentare. Wie lautet Ihrer?

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

  1. Tommy Rasmussen sagt:

    Ein Bankencrash ist für die ‚Hochfinanz‘ unwichtig weshalb Alan Greenspan 2007 anlässlich seines Beratungsbesuchs bei der Deutschen Bank den Staaten den guten Rat gab, nicht zur Rettung ihrer Banken einzuspringen, denn dies hat immer nur zur Folge, dass die Bürger höhere Steuern zu bezahlen haben und das nur, weil ein paar Banken jammern, dass ihre Geldkreierungskosten steigen.

    Damit die KARTELLEIGENEN Syndikate, Konzerne und Nationalstaaten, nicht pleite gehen, hat die Hochfinanz eine Sonderwährung erfunden: SDR (Special Drawing Rights) werden vom IWF ausgestellt. Die Staaten erhalten es GRATIS (!!!!!!!!) zum Weiterleiten an die Troubled Asset Relief Programme (TARP). D.h. jeder der Zugang zu einem Zentralbankkonto hat, kann es dort in Kauf- Geld -Guthaben umwandeln lassen. Bei der Zentralbank unterhalten beispielsweise Banken und Staaten eigene Konten, aber keine Hamster.

    Greenspan wusste mit Sicherheit damals 2007 schon um die Rettung der Banken durch die ‚Hochfinanz‘ mit ‚SDR‘ (Special Drawing Rights) bescheid. Springt der Staat ein, so verlagert sich das systemische Problem von den Banken auf den Staat – der jedenfalls der ‚Hochfinanz‘ gehört – und wenn die ‚Hochfinanz‘ das Problem lösen will, so hilft sie den Banken direkt. So geschah es denn auch.

    Wenn also der Staat eingreift und den Banken hilft, so ist es nicht die ‚Hochfinanz‘ sondern immer einige Einzelbanken/Unternehmen die gute Beziehungen zu korrupten Politikern haben und diese Last dem Volk aufbürden.

    Die ‚Hochfinanz‘ selbst wartet bis alle Zahlen vorliegen und rettet dann gezielt nur die Syndikatsbanken.

    Es geht aber gar nicht um Geld:

    Geld dient der Hochfinanz nur der Machtausübung, und wird über Wohlstandsextrahierung aus den Massen wieder eingesammelt. Dazu dienen das Spielkasino der Börsen und das Steuersystem des Gesetzgebers.

    Es ist nie genug Geld da, um ausstehende Schulden zu begleichen, weil alles Geld in Form von Krediten (aus NICHT !!!) durch die Geschäftsbanken geschöpft wird, und diese nur die Kreditsumme schöpfen, aber nie die bis zur Rückzahlung des Kredits fälligen Zinsen.

    Der Staat kommt deshalb – wie alle – immer mit mehr Geld aus, aber nie mit weniger. Jeder Schuldner benötigt immer mehr Geld, das er jemand anderem abjagen muss, um die nicht mitkreierten Zinsen aufzubringen. Zinsen erfordern deshalb immer neue und weitere Kredite.
    (Max)

    • Karl-Heinz sagt:

      Danke für die Info.

      Das es Sonderziehungsrechte gibt, die als internationale Verrechnungseinheit dienen können, war mir bekannt – nur nicht wer sie, zu welchem Zweck, kreiert.

      Vielleicht geht es ja darum beim derzeitigen Finanzgipfel in Berlin.
      Die Sonderziehungsrechte könnten ja als neue Leitwährung eingeführt werden.
      Strauss-Kahn hatte das ja mal ins Gespräch gebracht, bevor er kaltgestellt wurde.
      Die Bric-Staaten scheinen auch von der Idee angetan zu sein.

      Na schaun wir mal.

  2. Tommy Rasmussen sagt:

    Ein Bankencrash ist für die ‚Hochfinanz‘ unwichtig weshalb Alan Greenspan 2007 anlässlich seines Beratungsbesuchs bei der Deutschen Bank den Staaten den guten Rat gab, nicht zur Rettung ihrer Banken einzuspringen, denn dies hat immer nur zur Folge, dass die Bürger höhere Steuern zu bezahlen haben und das nur, weil ein paar Banken jammern, dass ihre Geldkreierungskosten steigen.

    Damit die KARTELLEIGENEN Syndikate, Konzerne und Nationalstaaten, nicht pleite gehen, hat die Hochfinanz eine Sonderwährung erfunden: SDR (Special Drawing Rights) werden vom IWF ausgestellt. Die Staaten erhalten es GRATIS (!!!!!!!!) zum Weiterleiten an die Troubled Asset Relief Programme (TARP). D.h. jeder der Zugang zu einem Zentralbankkonto hat, kann es dort in Kauf- Geld -Guthaben umwandeln lassen. Bei der Zentralbank unterhalten beispielsweise Banken und Staaten eigene Konten, aber keine Hamster.

    Greenspan wusste mit Sicherheit damals 2007 schon um die Rettung der Banken durch die ‚Hochfinanz‘ mit ‚SDR‘ (Special Drawing Rights) bescheid. Springt der Staat ein, so verlagert sich das systemische Problem von den Banken auf den Staat – der jedenfalls der ‚Hochfinanz‘ gehört – und wenn die ‚Hochfinanz‘ das Problem lösen will, so hilft sie den Banken direkt. So geschah es denn auch.

    Wenn also der Staat eingreift und den Banken hilft, so ist es nicht die ‚Hochfinanz‘ sondern immer einige Einzelbanken/Unternehmen die gute Beziehungen zu korrupten Politikern haben und diese Last dem Volk aufbürden.

    Die ‚Hochfinanz‘ selbst wartet bis alle Zahlen vorliegen und rettet dann gezielt nur die Syndikatsbanken.

    Es geht aber gar nicht um Geld:

    Geld dient der Hochfinanz nur der Machtausübung, und wird über Wohlstandsextrahierung aus den Massen wieder eingesammelt. Dazu dienen das Spielkasino der Börsen und das Steuersystem des Gesetzgebers.

    Es ist nie genug Geld da, um ausstehende Schulden zu begleichen, weil alles Geld in Form von Krediten (aus NICHT !!!) durch die Geschäftsbanken geschöpft wird, und diese nur die Kreditsumme schöpfen, aber nie die bis zur Rückzahlung des Kredits fälligen Zinsen.

    Der Staat kommt deshalb – wie alle – immer mit mehr Geld aus, aber nie mit weniger. Jeder Schuldner benötigt immer mehr Geld, das er jemand anderem abjagen muss, um die nicht mitkreierten Zinsen aufzubringen. Zinsen erfordern deshalb immer neue und weitere Kredite.
    (Max)

    • Karl-Heinz sagt:

      Danke für die Info.

      Das es Sonderziehungsrechte gibt, die als internationale Verrechnungseinheit dienen können, war mir bekannt – nur nicht wer sie, zu welchem Zweck, kreiert.

      Vielleicht geht es ja darum beim derzeitigen Finanzgipfel in Berlin.
      Die Sonderziehungsrechte könnten ja als neue Leitwährung eingeführt werden.
      Strauss-Kahn hatte das ja mal ins Gespräch gebracht, bevor er kaltgestellt wurde.
      Die Bric-Staaten scheinen auch von der Idee angetan zu sein.

      Na schaun wir mal.