EU-Finanzminister beauftragen EU-Kommission: Tut etwas!

Beim Treffen der EU-Finanzminister dominierte komplette Ratlosigkeit: Die Finanzminister delegierten die Lösungsfindung an die Kommission. Sie soll innerhalb weniger Wochen einen Vorschlag zur Rettung des Euro präsentieren.

Die EU sei wild entschlossen, „etwas“ zu tun. Mit einer „Verwegenheit, die Beobachtern die Sprache verschlagen habe“, hätten die Finanzminister die EU-Kommission aufgefordert, „Ideen zu entwickeln, was man denn machen könnte.“ Mit solch einem triefenden Sarkasmus kommentiert die Financial Times das gestrige EU-Finanzminister-Treffen in Luxemburg. Nach einer ganztägigen Krisensitzung in Luxemburg habe man Einigkeit darüber ausgedrückt, dass die Lage nun wohl „ernst“ sei, und „entschlossen gehandelt werden müsse.“

Nun würden also die Europa-Flagge etwas strammer am Wind stehen, die gelben Sterne auf dem Banner blanker leuchten und die Hymne klarer klingen, wird über die „verblüffende Kühnheit“, mit der die Finanzkrise nun angegangen werden solle, gespottet.

Wie ernst, so wird ein Brüsseler Insider zitiert, erkenne man daran, dass die EU-Kommission diese „Ideen“ nun innerhalb der nächsten Woche generieren solle – die Art von „grimmiger Frist“, bei der umgehend ein „tiefer Sinn von Verantwortung die Organisation elektrisieren würde.“

Insbesondere hätten sich die Finanzminister nun zu der Erkenntnis durchgerungen, dass es zur Vermeidung der griechischen Staatspleite kaum noch Optionen gäbe: Entweder die Staatspleite nicht zu verhindern, die Staatspleite noch eine Weile zu verhindern, oder die Ansteckung anderer Länder nach der Staatspleite zu vermeiden. „Wir müssen uns nur noch überlegen, wie das alles funktionieren soll, wo das Geld herkommen soll, und wann wir anfangen sollen,” sagt ein Teilnehmer mit beißendem Spott. „Aber das Schwerste haben wir schon hinter uns.“ Sogar aus Großbritannien kam Unterstützung: Der britische Finanzminister soll den anwesenden Minister empfohlen haben „eine Lösung zu finden und alles zu unternehmen, solange ihr uns dabei außen vor lässt.“

Außerdem nimmt die Kolumne den Rettungsplan für die Banken in der Euro-Zone aufs Korn. Die müssten sich selber rekapitalisieren, durch die Mitgliedsstaaten rekapitalisiert werden, oder durch neue Stresstests beweisen, dass sie stressresistent sind. „Nur, weil die ersten zwei Stresstests versagt haben, heißt dass nicht, das die Tests schlecht waren“, meint ein Insider bissig. „Wir machen dann solange Tests, bis man uns ernst nimmt.“

Und der Euro-Rettungsschirm EFSF? Die Hebelung, also die Aufstockung um mehr, als man sich leisten könne, sei einem Insider zufolge „eine vollkommen wasserdichte Lösung, solange man sie niemals in Anspruch zu nehmen braucht.“

Auch ein Seitenhieb in Richtung USA bleibt nicht aus: Die Finanzminister seien “zutiefst gerührt” über die Bemerkung des US-Notenbankchefs Ben Bernanke gewesen, der die USA gerade als “unschuldigen Zuschauer“ bezeichnet hatte: Man habe sich in Europa die ganze Zeit mit dem Gedanken gequält, dass die Geschichte mit giftigen Bankprodukten aus den USA angefangen habe, sagt ein Beobachter „Nun, da wir wissen, dass die USA fälschlich beschuldigt wurden, werden wir unsere Hemdsärmel natürlich hochkrempeln.“

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Kommentare

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  1. Swen sagt:

    50 Jahre politische Verantwortungslosigkeit in Verbindung mit hirnloser Schuldenmachereich forden nun ihren Tribut. Den wenigen denkenden Menschen in diesem Lande ist schon seit Jahrzehnten klar, dass dies nur eine Frage der Zeit war. Das Wirtschafts- und Finanzsystem krankt am polistischen System. Die sogenannte Demokratie bringt fast nur verantwortungslose, dumme und dreiste Selbstdarsteller und Schönschwätzer an die Macht. Der deutsche Michel glaubt seit Jahrzehnten treudoof jedem noch so dummen Geschwätz und wählt lustig drauf los. Na dann … Eine Lösung ? Tut das, was ihr am besten könnt. Legt Euch wieder hin und schlaft weiter ! Gute Nacht Deutschland !

  2. Swen sagt:

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  3. Swen sagt:

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  4. Swen sagt:

    50 Jahre politische Verantwortungslosigkeit in Verbindung mit hirnloser Schuldenmachereich forden nun ihren Tribut. Den wenigen denkenden Menschen in diesem Lande ist schon seit Jahrzehnten klar, dass dies nur eine Frage der Zeit war. Das Wirtschafts- und Finanzsystem krankt am polistischen System. Die sogenannte Demokratie bringt fast nur verantwortungslose, dumme und dreiste Selbstdarsteller und Schönschwätzer an die Macht. Der deutsche Michel glaubt seit Jahrzehnten treudoof jedem noch so dummen Geschwätz und wählt lustig drauf los. Na dann … Eine Lösung ? Tut das, was ihr am besten könnt. Legt Euch wieder hin und schlaft weiter ! Gute Nacht Deutschland !

  5. Dalien Forester sagt:

    Es ist aus.

    Die Dinge werden sich schnell ändern…Keine Medikamente, Hyperinflation…Hunger,…
    ;(

    Sie haben uns einfach verkauft…
    Politiker und Banker werden für vogelfrei erklärt werden…

  6. Dalien Forester sagt:

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