EU zahlt, um Banken zu retten – nicht Griechenland

Mit der Überweisung der nächsten Tranche an Griechenland steigt die Wahrscheinlichkeit einer Staatspleite. Denn die EU will Griechenland nicht mehr retten, sondern Zeit kaufen, damit die Banken neues Kapital aufnehmen können.

Bank needed to pony up to buy the time needed to prepare for Greece’s default.
Die acht Milliarden Euro, die die EU nun für Griechenland bewilligt haben, haben nicht den Zweck, Griechenland zu retten: Weder die Griechen selbst noch irgendwer in Europa glaubt an die Möglichkeit, dass Griechenland seine enormen Schulden jemals bedienen kann.

Die Genehmigung der nächsten Tranche ist nichts anderes als der Versuch, aus der unkontrollierten eine geordnete Staatspleite zu machen. Ungeordnet wird sie für die Griechen in jedem Fall abgehen – wenngleich sich diese schon damit abgefunden haben (siehe auch: Referendum in Athen über Sparprogramm).

Möglichst geordnet soll sie für die europäischen Banken abgehen, insbesondere die französischen. Sie haben immer noch viel zu viele griechische Schrottpapiere in ihren Bilanzen. Daher müssen sie sich dringend rekapitalisieren.

Dies soll über den EFSF geschehen – der im Grund mittlerweile nur noch den Zweck verfolgt, die französischen Banken zu retten. Das kann aber noch dauern – wenn zum Beispiel die Abstimmung in der Slowakei ein ablehnendes Votum bringt. Oder aber, was noch wahrscheinlicher ist, Frankreich sein Triple A verliert. Dann muss die ganze EFSF-Struktur neu aufgeschnürt werden – mit dem bekannten Ergebnis, dass die Deutschen am Ende die Rechnung bezahlen werden.

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Kommentare

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  1. schlaumeister sagt:

    man schmeisse Geld in ein schwarzes Loch, um Zeit zu gewinnen, um zu überlegen,
    wie man da wieder herauskommt, dieweil immer mehr Geld in dieses schwarze
    Loch fließt. Wir sind im Land der irren Wahnsinnigen.

  2. schlaumeister sagt:

    man schmeisse Geld in ein schwarzes Loch, um Zeit zu gewinnen, um zu überlegen,
    wie man da wieder herauskommt, dieweil immer mehr Geld in dieses schwarze
    Loch fließt. Wir sind im Land der irren Wahnsinnigen.

  3. schlaumeister sagt:

    man schmeisse Geld in ein schwarzes Loch, um Zeit zu gewinnen, um zu überlegen,
    wie man da wieder herauskommt, dieweil immer mehr Geld in dieses schwarze
    Loch fließt. Wir sind im Land der irren Wahnsinnigen.

  4. schlaumeister sagt:

    man schmeisse Geld in ein schwarzes Loch, um Zeit zu gewinnen, um zu überlegen,
    wie man da wieder herauskommt, dieweil immer mehr Geld in dieses schwarze
    Loch fließt. Wir sind im Land der irren Wahnsinnigen.