EU und Ratingagenturen nehmen Banken ins Visier

Euro-Gruppen-Chef Juncker kündigt an, die Banken zur Rettung des Euro zwingen zu wollen. Gleichzeitig hat die Ratingagentur Fitch die Kreditwürdigkeit mehrerer europäischer und amerikanischer Großbanken herabgestuft. Auch deutsche Banken sind betroffen.

Nach der EU-Kommission hat sich nun auch der Chef der Euro-Gruppe Jean-Claude Juncker in die Diskussion um eine höhere Beteiligung der Banken an der Rettung des Euro eingeschaltet. Auch er fordert zum einen eine stärkere Beteiligung and der Griechenland-Rettung und zum anderen eine höhere Kernkapitalquote, die aktuell bei nur rund zwei Prozent liegt. Die Quote beschreibt das Verhältnis vom Kapital einer Bank zu ihren risikobehafteten Geschäften, also zu den vergebenen Krediten und den Geldanlagen.

Diese Schritte seien notwenig, so Juncker, um eine Ansteckung des gesamten Bankensystems durch eine „Vermengung zwischen Schuldenkrise und Bankenproblematik“ zu vermeiden.

Bis dato hatten die Banken sich zu einem freiwilligen Verzicht von 21 Prozent im Falle eines Schuldenschnitts für Griechenland bereit erklärt, der aber nach allgemeinen Schätzungen mindestens 50-60 Prozent betragen wird. Gegen eine höhere Beteiligung hatte sich nicht zuletzt Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann gestern massiv verwehrt.

Schon vor einem halben Jahr hatte Ex-IWF-Chefökonom Simon Johnson Ackermann wegen dessen offensichtlichen „Interesses an Maximalrenditen auch auf Kosten des Steuerzahlers“ als einen der „gefährlichsten Bankmanager der Welt“ bezeichnet. Die Deutsche Bank erwartet inzwischen geringere Gewinne als die für dieses Jahr ursprünglich angesetzten 10 Milliarden Euro. Juncker hat nun angekündigt, es könne auch zu einer „nicht freiwilligen“ Beteiligung der Banken kommen, falls die freiwillige Beteiligung aus Sicht der Euro-Zone nicht ausreiche.

Gleichzeitig hat die Ratingagentur Fitch angekündigt, mehrere Großbanken von Deutscher Bank über Barclays bis Société Générale, UBS und Credit Suisse herabzustufen.

In den USA stehen Goldman Sachs und Morgan Stanley auf der Liste der Wackelkandidaten. Fitch teilte mit, diese Institute seien besonders anfällig für die aktuellen Schwierigkeiten auf den Finanzmärkten. An den Börsen hat das am Donnerstag zu Kurseinbrüchen bis zu fünf Prozent geführt.

Bei zwei deutschen Geldhäusern hat Fitch bereits ernst gemacht: Die Agentur bewertet die Landesbank Berlin und die Berlin-Hannoversche Hypothekenbank nur noch mit „A+“, also einen Punkt niedriger als bisher.

Eine Woche nach Fitch hat außerdem nun auch Standard & Poor’s Spaniens Kreditwürdigkeit von „AA“ auf „AA-„ herab gestuft.

Inmitten dieser Zuspitzung reisen heute die Finanzminister und Notenbankchefs der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G-20) für zwei Tage nach Paris, um unter anderem über die Regulierung der internationalen Finanzmärkte zu beraten.

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Kommentare

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  1. lowabras sagt:

    Wenn die Politiker IHREN Job gemacht hätten und nicht den der Banken, dann hätten wir die ganze Katastrophe nicht.
    Wieso braucht ein Staat, der ja die Autonomie über das Geldsystem hat, private Banken um an Geld zu kommen und zahlt dafür an die Oligarchen Wucherzinsen, für was?
    Geld das sie sich dort leihen, wird dort erst durch Knopfdruck erzeugt (DAS IST DIE EINZIGE LEISTUNG DER BANK BEI VERGABE VON KREDITEN) und als Buchungsgeld zur Verfügung gestellt. Das Geld entsteht in dem Moment der Buchung. Es fehlt also niemanden und ist entstanden aus dem Nichts. Wo ist da die Begündung für Zinsen fragt sich da der aufgeklärte Mensch? Geld also entsteht ausschließlich durch Schulden, ansonsten gäbe es kein Geld und das ist das Geheimnis der Plutokratie in privater Hand.

    Welche Regierung kann sich bei den horrenden Schulden denn noch gegen diese Gläubiger wehren und wo ist die Berechtigung das Nichts was da kreditiert wurde, zurückzuzahlen? Das sind die wichtigen fragen!
    Rückzahlung ist gar nicht mehr möglich und auch gar nicht gewollt, denn der Gewinn mit dem aus dem Nichts geschaffenen Krediten ist das was zählt!
    Staatspleiten, Abwicklung der Banken durch Konkurs, Übernahme der dortigen Assets und Weiterführung des Bankbetriebes ausschließlich für die Wirtschaftsfinanzierung, was ihre ursprüngliche Aufgabe war, sonst nichts ist dier Lösung!

    Seit Jahren jonglieren sie mit mehr als dem 40-fachen Kapital, im Vergleich zu den Krediten, die Wetten und verdienen sich dusselig, wodurch kaum noch Geld zur Verfügung gestellt wird für die ursprünglichen Aufgaben, weil mit Krediten weniger zu verdienen ist, als mit den „gehebelten“ Wetten!

    Hintergründe, Hintergründe und nochmals Hintergründe hier: Sehr detailliert, mit vielen weiterreichenden Links: <br/>Betrugsmodell Finanzsystem, hier: http://steuerembargo.co.de/news.html

    • Karl-Heinz sagt:

      Zitat: „Das Geld entsteht in dem Moment der Buchung. Es fehlt also niemanden und ist entstanden aus dem Nichts.“

      Das ist der springende Punkt. Daraus folgt, dass auch alle Staatsschulden nur virtuell bestehen. Es ist nur ein Dogma an das alle glauben.

      Nur der Glaube an das Geldsystem und die Schulden erhalten ein globales Ausbeutungssystem aufrecht.

  2. lowabras sagt:

    Wenn die Politiker IHREN Job gemacht hätten und nicht den der Banken, dann hätten wir die ganze Katastrophe nicht.
    Wieso braucht ein Staat, der ja die Autonomie über das Geldsystem hat, private Banken um an Geld zu kommen und zahlt dafür an die Oligarchen Wucherzinsen, für was?
    Geld das sie sich dort leihen, wird dort erst durch Knopfdruck erzeugt (DAS IST DIE EINZIGE LEISTUNG DER BANK BEI VERGABE VON KREDITEN) und als Buchungsgeld zur Verfügung gestellt. Das Geld entsteht in dem Moment der Buchung. Es fehlt also niemanden und ist entstanden aus dem Nichts. Wo ist da die Begündung für Zinsen fragt sich da der aufgeklärte Mensch? Geld also entsteht ausschließlich durch Schulden, ansonsten gäbe es kein Geld und das ist das Geheimnis der Plutokratie in privater Hand.

    Welche Regierung kann sich bei den horrenden Schulden denn noch gegen diese Gläubiger wehren und wo ist die Berechtigung das Nichts was da kreditiert wurde, zurückzuzahlen? Das sind die wichtigen fragen!
    Rückzahlung ist gar nicht mehr möglich und auch gar nicht gewollt, denn der Gewinn mit dem aus dem Nichts geschaffenen Krediten ist das was zählt!
    Staatspleiten, Abwicklung der Banken durch Konkurs, Übernahme der dortigen Assets und Weiterführung des Bankbetriebes ausschließlich für die Wirtschaftsfinanzierung, was ihre ursprüngliche Aufgabe war, sonst nichts ist dier Lösung!

    Seit Jahren jonglieren sie mit mehr als dem 40-fachen Kapital, im Vergleich zu den Krediten, die Wetten und verdienen sich dusselig, wodurch kaum noch Geld zur Verfügung gestellt wird für die ursprünglichen Aufgaben, weil mit Krediten weniger zu verdienen ist, als mit den „gehebelten“ Wetten!

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    • Karl-Heinz sagt:

      Zitat: „Das Geld entsteht in dem Moment der Buchung. Es fehlt also niemanden und ist entstanden aus dem Nichts.“

      Das ist der springende Punkt. Daraus folgt, dass auch alle Staatsschulden nur virtuell bestehen. Es ist nur ein Dogma an das alle glauben.

      Nur der Glaube an das Geldsystem und die Schulden erhalten ein globales Ausbeutungssystem aufrecht.

  3. lowabras sagt:

    Wenn die Politiker IHREN Job gemacht hätten und nicht den der Banken, dann hätten wir die ganze Katastrophe nicht.
    Wieso braucht ein Staat, der ja die Autonomie über das Geldsystem hat, private Banken um an Geld zu kommen und zahlt dafür an die Oligarchen Wucherzinsen, für was?
    Geld das sie sich dort leihen, wird dort erst durch Knopfdruck erzeugt (DAS IST DIE EINZIGE LEISTUNG DER BANK BEI VERGABE VON KREDITEN) und als Buchungsgeld zur Verfügung gestellt. Das Geld entsteht in dem Moment der Buchung. Es fehlt also niemanden und ist entstanden aus dem Nichts. Wo ist da die Begündung für Zinsen fragt sich da der aufgeklärte Mensch? Geld also entsteht ausschließlich durch Schulden, ansonsten gäbe es kein Geld und das ist das Geheimnis der Plutokratie in privater Hand.

    Welche Regierung kann sich bei den horrenden Schulden denn noch gegen diese Gläubiger wehren und wo ist die Berechtigung das Nichts was da kreditiert wurde, zurückzuzahlen? Das sind die wichtigen fragen!
    Rückzahlung ist gar nicht mehr möglich und auch gar nicht gewollt, denn der Gewinn mit dem aus dem Nichts geschaffenen Krediten ist das was zählt!
    Staatspleiten, Abwicklung der Banken durch Konkurs, Übernahme der dortigen Assets und Weiterführung des Bankbetriebes ausschließlich für die Wirtschaftsfinanzierung, was ihre ursprüngliche Aufgabe war, sonst nichts ist dier Lösung!

    Seit Jahren jonglieren sie mit mehr als dem 40-fachen Kapital, im Vergleich zu den Krediten, die Wetten und verdienen sich dusselig, wodurch kaum noch Geld zur Verfügung gestellt wird für die ursprünglichen Aufgaben, weil mit Krediten weniger zu verdienen ist, als mit den „gehebelten“ Wetten!

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    • Karl-Heinz sagt:

      Zitat: „Das Geld entsteht in dem Moment der Buchung. Es fehlt also niemanden und ist entstanden aus dem Nichts.“

      Das ist der springende Punkt. Daraus folgt, dass auch alle Staatsschulden nur virtuell bestehen. Es ist nur ein Dogma an das alle glauben.

      Nur der Glaube an das Geldsystem und die Schulden erhalten ein globales Ausbeutungssystem aufrecht.

  4. lowabras sagt:

    Wenn die Politiker IHREN Job gemacht hätten und nicht den der Banken, dann hätten wir die ganze Katastrophe nicht.
    Wieso braucht ein Staat, der ja die Autonomie über das Geldsystem hat, private Banken um an Geld zu kommen und zahlt dafür an die Oligarchen Wucherzinsen, für was?
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    • Karl-Heinz sagt:

      Zitat: „Das Geld entsteht in dem Moment der Buchung. Es fehlt also niemanden und ist entstanden aus dem Nichts.“

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