Währungsreserven: Schleichende Gefahr für die Weltwirtschaft

Die weltweiten Währungsreserven steigen unaufhaltsam an. Vor allem die Rücklagen in US-Dollar bilden eine Gefahr. Doch niemand will das Problem anfassen – weil im Moment noch alle davon zu profitieren glauben.

Ende des ersten Quartals 2011 beliefen sich die weltweiten Reserven auf 9640 Mrd. US-Dollar. Allein China verfügte zum Ende des zweiten Quartals über Rücklagen von 3200 Mrd. US-Dollar. Die stetig steigenden Währungsreserven sind vor allem auf die Schwellenländer zurückzuführen. Sie versuchen so ihre Währungen zu den bedeutendsten Handelswährungen Euro und US-Dollar stabil zu halten. Die Käufe von US-Dollar gegen ihre heimische Währung nutzt die Zentralbank in Peking beispielsweise, um den Yuan niedrig zu halten.

Doch nicht nur die Inflationsgefahr in China kann dadurch steigen. Da Chinas Rücklagen in Dollar, seine Schulden jedoch in Yuan gerechnet werden, kann die zunehmende Schwäche des Dollars aufgrund der US-Schuldenpolitik und der inflationären Geldpolitik der FED dazu führen, dass Chinas Schulden und auch die anderer Schwellenländer am Dollar gemessen steigen. Das Auslandsvermögen allerdings bleibt gleich. Zudem sind diese Reserven nicht vor den Aktionen internationalen Spekulanten sicher. Auf der anderen Seite benötigt die USA das Kapital anderer Länder, dass sie durch das Ausgeben von Staatsschuldpapieren erhalten. Ein Ausbleiben dieses Kapitals kann schnell zu einem großen Problem für die USA werden.

Die Dringlichkeit der immens steigenden Währungsreserven liegt auf der Hand. Eine durchführbare Lösung wird auch der G-20-Gipfel nicht bringen. Beide Seiten, sowohl die Schwellenländer, die die Bewertung ihrer Währung dadurch gering halten möchten, als auch die USA, die von diesem Geld abhängig sind, gehen noch immer davon aus, dass sie von den Fremdwährungsreserven profitieren. Angesichts der sich verschärfenden Weltwirtschaftskrise möchte jeder die Gunst des Augenblicks nutzen. An langfristigen Lösungen, gar Kompromisse hat im Augenblick niemand ein Interesse.

Kommentare

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  1. werner sagt:

    Die USA können sich mit ihrem bedruckten Papier alles kaufen. Sie können soviel drucken, wie immer sie wollen und sie können Schulden machen in unbegrenzter Höhe.
    Denn: Wer würde diese Schulden eintreiben?
    Ab einem gewissen Machtpotential obliegt es dem Schuldner, wieweit er seine Gläubiger entreichern will.
    Natürlich weiß jeder, daß es mittlerweile mehr Dollars gibt, als man dafür Waren eintauschen kann oder – um es vereinfacht zu sagen – die Chinesen könnten die USA de facto kaufen.
    Die Amis hingegen werden jeden, der es wagen sollte, die Dollarposition zu hinterfragen, fertig machen. Wirtschaftlich über ihre Finanzinstitutionen oder militärisch, wenn es nicht anders geht.
    Den Politikern in dieser verfaulenden EU, die kaum noch die Chance bekommen wird, sich wirklich zur EUdSSR aufzuschwingen, ist nur noch nicht klar, daß wir uns bereits mit den USA im Krieg befinden. Einstweilen noch im Finanzkrieg.
    Die Menge an Kapital ist nun einmal weitgehend begrenzt. Die USA brauchen zig Mio Dollar am Tag an Kapitalzustrom, um ihr irres Handelsbilanzdefizit zu decken. Da käme es doch ungelegen, wenn Investoren liber ihr Geld in die EU tragen, oder?
    Also wird Griechenland als trojanisches Pferd auserkoren, man stützt deren Betrügereien, in dem Wissen am Zusammenbruch noch gut verdienen zu können.
    Ehe der Moloch nicht gefallen ist, wird die Welt keinen Frieden finden.

    Wer ein bißchen was über Art und Wesen der USA lesen will:
    http://www.amazon.de/Moloch-Eine-kritische-Geschichte-USA/dp/3453868366/ref=sr_1_sc_2?ie=UTF8&qid=1318962634&sr=8-2-spell

    • Walter sagt:

      …zig Millionen am Tag: Kaum zu glauben aber es sind 2 Milliarden pro Tag, soviel beträgt das Handelsdefizit der USA.

  2. werner sagt:

    Die USA können sich mit ihrem bedruckten Papier alles kaufen. Sie können soviel drucken, wie immer sie wollen und sie können Schulden machen in unbegrenzter Höhe.
    Denn: Wer würde diese Schulden eintreiben?
    Ab einem gewissen Machtpotential obliegt es dem Schuldner, wieweit er seine Gläubiger entreichern will.
    Natürlich weiß jeder, daß es mittlerweile mehr Dollars gibt, als man dafür Waren eintauschen kann oder – um es vereinfacht zu sagen – die Chinesen könnten die USA de facto kaufen.
    Die Amis hingegen werden jeden, der es wagen sollte, die Dollarposition zu hinterfragen, fertig machen. Wirtschaftlich über ihre Finanzinstitutionen oder militärisch, wenn es nicht anders geht.
    Den Politikern in dieser verfaulenden EU, die kaum noch die Chance bekommen wird, sich wirklich zur EUdSSR aufzuschwingen, ist nur noch nicht klar, daß wir uns bereits mit den USA im Krieg befinden. Einstweilen noch im Finanzkrieg.
    Die Menge an Kapital ist nun einmal weitgehend begrenzt. Die USA brauchen zig Mio Dollar am Tag an Kapitalzustrom, um ihr irres Handelsbilanzdefizit zu decken. Da käme es doch ungelegen, wenn Investoren liber ihr Geld in die EU tragen, oder?
    Also wird Griechenland als trojanisches Pferd auserkoren, man stützt deren Betrügereien, in dem Wissen am Zusammenbruch noch gut verdienen zu können.
    Ehe der Moloch nicht gefallen ist, wird die Welt keinen Frieden finden.

    Wer ein bißchen was über Art und Wesen der USA lesen will:
    http://www.amazon.de/Moloch-Eine-kritische-Geschichte-USA/dp/3453868366/ref=sr_1_sc_2?ie=UTF8&qid=1318962634&sr=8-2-spell

    • Walter sagt:

      …zig Millionen am Tag: Kaum zu glauben aber es sind 2 Milliarden pro Tag, soviel beträgt das Handelsdefizit der USA.