Razzia bei Großbanken: Greift die EU nun durch?

Die Europäische Kommission führt seit Dienstag unangekündigte Hausdurchsuchungen bei europäischen Großbanken durch. Der Verdacht: Zinsmanipulationen und Kartellbildung.

Die Europäische Kommission hat am Mittwoch offiziell bestätigt, dass seit Dienstag Razzien bei zahlreichen großen, europäischen Banken stattfinden. Die Banken werden verdächtigt, die European Interbank Offered Rate (EURIBOR) manipuliert zu haben. Dabei soll es zu einer Kartellbildung gekommen sein. Wie viele Banken betroffen sind, sei noch unklar, sagt das Wall Street Journal. Es soll jedoch zumindest eine deutsche Großbank unter den untersuchten Instituten gewesen sein.

Diese Aktion ist Teil einer weitreichenden Untersuchung, an der schon seit mehr als einem Jahr in den USA, Europa und Japan gearbeitet wird. Es steht auch der Verdacht im Raum, dass die Banken die London Interbank Offered Rate (LIBOR) manipulieren.

Der EURIBOR ist der Zinssatz, den Banken voneinander verlangen, wenn sie gegenseitig mit Einlagen mit einer festgelegten Laufzeit von einer Woche bis zu zwölf Monaten handeln. Der EURIBOR dient als Grundlage für die Berechnung weiterer Zinsprodukte.

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Kommentare

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  1. FDominicus sagt:

    Und wann werden die Zentralbanken durchsucht? Was ist mit den diversen Vertragsbrüchen eben derselben?

  2. FDominicus sagt:

    Und wann werden die Zentralbanken durchsucht? Was ist mit den diversen Vertragsbrüchen eben derselben?

  3. FDominicus sagt:

    Und wann werden die Zentralbanken durchsucht? Was ist mit den diversen Vertragsbrüchen eben derselben?

  4. FDominicus sagt:

    Und wann werden die Zentralbanken durchsucht? Was ist mit den diversen Vertragsbrüchen eben derselben?

  5. bauagent sagt:

    Nichts als Nebelkerzen und Aktionismus. Hier wird zur passenden Zeit den Banken die Staatsgewalt vorgeführt, damit sie bei den nächsten ( Fehl-) Schritten zum Eurountergang, der von unseren politischen Marionetten als Rettung verkauft wird, parieren.

    Auch wenn durch die Ablenkung auf die Banken, der EFSF jetzt auf 2 Billionen gehebelt wird ändert das nichts ander Tatsache, dass hier nur Schulden „umgebucht“ werden.

    Der EFSF ist kein Goldesel.

    Spätestens Mitte nächsten Jahres sind die 2 Billionen weg.

    Das Parlament möchte ich sehen, dass dann mit abgeratetem Frankreich und bürgerkriegsähnlichen Zuständen in mehreren Euro-Ländern sich traut, weitere Rettungsschirme zu Lasten zukünftiger Generationen zu spannen. Die explodierenden Zinsen werden ihres dazu beitragen.

    Wir werden uns dann auch daran erinnern, dass nicht die Banken die Verursacher der Schulden sind, sondern die Staaten.

    • Karl-Heinz sagt:

      Zitat: „Spätestens Mitte nächsten Jahres sind die 2 Billionen weg.“

      Bis dahin wollen sie doch den ESM, vorgezogen, installieren.
      Das würde doch zeitlich reichen.

      Der ESM als Ermächtigungsgesetz zur EU-Diktatur ist dann zielführend.
      Das jetzige Geplänkel ist nur Vorbereitung.

    • Gonzo sagt:

      Verursacher Staaten? Nein!
      Konkret: Die korrupte Politiker-Kaste!

  6. bauagent sagt:

    Nichts als Nebelkerzen und Aktionismus. Hier wird zur passenden Zeit den Banken die Staatsgewalt vorgeführt, damit sie bei den nächsten ( Fehl-) Schritten zum Eurountergang, der von unseren politischen Marionetten als Rettung verkauft wird, parieren.

    Auch wenn durch die Ablenkung auf die Banken, der EFSF jetzt auf 2 Billionen gehebelt wird ändert das nichts ander Tatsache, dass hier nur Schulden „umgebucht“ werden.

    Der EFSF ist kein Goldesel.

    Spätestens Mitte nächsten Jahres sind die 2 Billionen weg.

    Das Parlament möchte ich sehen, dass dann mit abgeratetem Frankreich und bürgerkriegsähnlichen Zuständen in mehreren Euro-Ländern sich traut, weitere Rettungsschirme zu Lasten zukünftiger Generationen zu spannen. Die explodierenden Zinsen werden ihres dazu beitragen.

    Wir werden uns dann auch daran erinnern, dass nicht die Banken die Verursacher der Schulden sind, sondern die Staaten.

    • Karl-Heinz sagt:

      Zitat: „Spätestens Mitte nächsten Jahres sind die 2 Billionen weg.“

      Bis dahin wollen sie doch den ESM, vorgezogen, installieren.
      Das würde doch zeitlich reichen.

      Der ESM als Ermächtigungsgesetz zur EU-Diktatur ist dann zielführend.
      Das jetzige Geplänkel ist nur Vorbereitung.

    • Gonzo sagt:

      Verursacher Staaten? Nein!
      Konkret: Die korrupte Politiker-Kaste!