Rekordwerte für Wetten auf schlechtere Bonität Deutschlands

Papiere, mit denen auf einen Rückgang der Kreditwürdigkeit Deutschlands gewettet wird, sind die Sieger der Woche. Interessanterweise gelten deutsche Staatsanleihen dagegen immer noch als sicherer Hafen.

Deutsche Staatsanleihen sind die letzten in Europa, die noch vernünftige Märkte finden: Wenn jemand sein Geld noch in diese Papiere stecken will, so tut er es mit deutschen Papieren. Allerdings: Auch mit Wetten gegen Deutschland konnte man sich in dieser Woche zu den Gewinnern zählen. Denn immer mehr Investoren erwarten, dass sich die Kreditwürdigkeit Deutschlands verschlechtern wird. Die entsprechenden Credit Default Swaps (CDS) erreichten mit 122 Basispunkten eine neue Höchstmarke. Das bedeutet: Man muss 122,000 Dollar auf den Tisch legen, um deutsche Staatsanleihen in der Höhe von 10 Millionen Euro für den Pleite-Fall zu versichern.

Damit macht der Markt klar: Deutschland wäre, isoliert betrachtet, ein attraktives Investment. Indem sich Deutschen jedoch die Probleme der anderen ins Haus holen, schaden sie ihrer eigenen Kreditwürdigkeit. Der Chefvolkswirt von Monument Securities’ Chefvolkswirt, Stephen Lewis, sagte der Financial Times, es sei nur eine Frage der Zeit, bis auch die Kreditversicherungen für deutsche Papiere steigen würden. Eines der Hauptprobleme: Wenn Deutschland seine Banken in dem befürchteten Ausmaß von 40 Milliarden Euro (Details dazu hier) aus der Bresche schlagen muss, wird sich das deutsche Rating möglicherweise verschlechtern. Aber auch die Ungewissheit über die Zukunft der Euro-Zone sowie die Frage, ob Deutschland sich beim EU-Gipfel gegen Frankreich wird durchsetzen können, spielen für den Pessimismus der Investoren eine Rolle. In jedem Fall werden die Kosten für Versicherungen der Staatsanleihen steigen. Damit sinkt die Attraktivität deutsche Papiere auf dem Anleihenmarkt.

Die Deutschen können gegen diese Entwicklung wenig tun. William Porter von der Credit Suisse hält die Krise mittlerweile „für vollkommen systemisch“. Es ist daher absehbar, dass Deutschland über kurz oder lang seine Reputation als „sicherer Hafen“ verlieren könnte.

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Kommentare

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  1. parteidervernunft sagt:

    Schon seit Mai 2011 veranstaltet die junge Partei der Vernunft im Frankfurter Bankenviertel und vor der EZB jede Woche Demonstrationen gegen den EURO – Rettungswahnsinn, zuletzt am 22.10.2011 neben den kreativen jungen Leuten von Occupy Wallstreet.
    Zunehmend schließen sich uns Bürger aus allen Gesellschaftskreisen an.
    Anders als die außerparlamentarische Bewegung wollen wir, dass die Wähler wenigstens bei den nächsten Wahlen den etablierten Blockparteien die Quittung dafür geben können, dass sie uns heute für Jahrzehnte ruinieren.

    http://www.parteidervernunft.de

  2. parteidervernunft sagt:

    Schon seit Mai 2011 veranstaltet die junge Partei der Vernunft im Frankfurter Bankenviertel und vor der EZB jede Woche Demonstrationen gegen den EURO – Rettungswahnsinn, zuletzt am 22.10.2011 neben den kreativen jungen Leuten von Occupy Wallstreet.
    Zunehmend schließen sich uns Bürger aus allen Gesellschaftskreisen an.
    Anders als die außerparlamentarische Bewegung wollen wir, dass die Wähler wenigstens bei den nächsten Wahlen den etablierten Blockparteien die Quittung dafür geben können, dass sie uns heute für Jahrzehnte ruinieren.

    http://www.parteidervernunft.de

  3. parteidervernunft sagt:

    Schon seit Mai 2011 veranstaltet die junge Partei der Vernunft im Frankfurter Bankenviertel und vor der EZB jede Woche Demonstrationen gegen den EURO – Rettungswahnsinn, zuletzt am 22.10.2011 neben den kreativen jungen Leuten von Occupy Wallstreet.
    Zunehmend schließen sich uns Bürger aus allen Gesellschaftskreisen an.
    Anders als die außerparlamentarische Bewegung wollen wir, dass die Wähler wenigstens bei den nächsten Wahlen den etablierten Blockparteien die Quittung dafür geben können, dass sie uns heute für Jahrzehnte ruinieren.

    http://www.parteidervernunft.de

  4. parteidervernunft sagt:

    Schon seit Mai 2011 veranstaltet die junge Partei der Vernunft im Frankfurter Bankenviertel und vor der EZB jede Woche Demonstrationen gegen den EURO – Rettungswahnsinn, zuletzt am 22.10.2011 neben den kreativen jungen Leuten von Occupy Wallstreet.
    Zunehmend schließen sich uns Bürger aus allen Gesellschaftskreisen an.
    Anders als die außerparlamentarische Bewegung wollen wir, dass die Wähler wenigstens bei den nächsten Wahlen den etablierten Blockparteien die Quittung dafür geben können, dass sie uns heute für Jahrzehnte ruinieren.

    http://www.parteidervernunft.de

  5. Castor sagt:

    Der größte Akteur auf den Finanzmärkten ist die röm.-kath. Kirche. Sie ist unermesslich
    reich. Sie hat weltweit täglich (!) Mittelzuflüsse (netto) im Wert von zig-Mio-EUR
    (Kirchensteuer, Gewinne aus Unternehmertätigkeit, Zins/Pacht, staatliche Zuwendungen, Erbschaften, Lohn für „Seelenmessen“, Spenden ….)

    Mit diesem Geld kann diese große „fromme“ Instituion spekulieren wie sie will.
    Dieser einzige Global Player unter den Religionen kann damit Regierungen, Großbanken ins Verderben stürzen – wann immer sie will. Sie unterliegt keiner Kontrolle (wer sollte die denn Kontrollieren?).

    Natürlich firmiert die nicht nur in Rom, sondern weltweit verstreut (Briefkastenfirmen in Stuerparadiesen, usw.) Gegen die hat kein Gegenspekulant eine Chance, weil nur ihr
    das Geld niemals ausgehen wird …

  6. Castor sagt:

    Der größte Akteur auf den Finanzmärkten ist die röm.-kath. Kirche. Sie ist unermesslich
    reich. Sie hat weltweit täglich (!) Mittelzuflüsse (netto) im Wert von zig-Mio-EUR
    (Kirchensteuer, Gewinne aus Unternehmertätigkeit, Zins/Pacht, staatliche Zuwendungen, Erbschaften, Lohn für „Seelenmessen“, Spenden ….)

    Mit diesem Geld kann diese große „fromme“ Instituion spekulieren wie sie will.
    Dieser einzige Global Player unter den Religionen kann damit Regierungen, Großbanken ins Verderben stürzen – wann immer sie will. Sie unterliegt keiner Kontrolle (wer sollte die denn Kontrollieren?).

    Natürlich firmiert die nicht nur in Rom, sondern weltweit verstreut (Briefkastenfirmen in Stuerparadiesen, usw.) Gegen die hat kein Gegenspekulant eine Chance, weil nur ihr
    das Geld niemals ausgehen wird …